Satzung

des Regionalverband Erzgebirgsvorland e. V.



§ 1 Name und Sitz

§ 2 Zweck und Aufgaben

§ 3 Untergliederung

§ 4 Finanzmittel

§ 5 Gemeinnützigkeit

§ 6 Geschäftsjahr

§ 7 Mitgliedschaft

§ 8 Beginn und Ende der Mitgliedschaft

§ 9 Beiträge

§ 10 Organe des Vereins

§ 11 Vorstand

§ 12 Beirat

§ 13 Mitgliederversammlung

§ 14 Aufgaben der Mitgliederversammlung

§ 15 Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

§ 16 Satzungsänderung

§ 17 Vereinsauflösung

 


§ 1 Name und Sitz

Der Verein trägt den Namen
Naturschutzbund Deutschland Regionalverband Erzgebirgsvorland e. V.
im Landesverband Sachsen


Der Naturschutzbund Deutschland, Regionalverband Erzgebirgsvorland (im Folgenden Regionalverband genannt) hat seinen Sitz in Limbach-Oberfrohna, Unterer Gutsweg 20 und wird im Vereinsregister Hohenstein-Ernstthal geführt.


§ 2 Zweck und Aufgaben

(1) Der Zweck des Regionalverbandes ist der umfassende Schutz von Natur und Landschaft des Erzgebirgsvorlandes, sowie des nördlichen Vogtlandes.
Seine Aufgaben sind insbesondere:

  1. Zusammenführung aller im Naturschutz engagierten oder sich für ihn interessierenden Personen,
  2. das Erhalten, Schaffen und Verbessern von Lebensgrundlagen für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt in und außerhalb von Naturschutzgebieten,
  3. Einrichtung, Pflege und Betreuung von Naturschutzgebieten, Landschaftsschutzgebieten, Naturdenkmalen und anderen geschützten oder schützenswerten Teilen der Natur und Landschaft, sowie Maßnahmen zur Entwicklung einer umweltgerechten Land- und Forstwirtschaft,
  4. Schutz- und Hilfsmaßnahmen für gefährdete Arten,
  5. Mithilfe bei der Erforschung wissenschaftlicher Grundlagen des Natur- und Umweltschutzes,
  6. das Mitwirken bei Planungen, die für den Schutz und die Entwicklung der gesamten Natur bedeutsam sind,
  7. Einwirkung auf die Gesetzgebung und Verwaltung gemäß den genannten Aufgaben, sowie das Eintreten für den Vollzug der einschlägigen Rechtsvorschriften,
  8. Öffentliches Vertreten und Verbreiten der Ziele des Natur- und Umweltschutzes,
  9. Förderung des Natur- und Umweltschutzgedankens unter der Jugend und im Bildungsbereich
  10. Medienwirksame Öffentlichkeitsarbeit durch Film und Fernsehen

(2) Der Regionalverband verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, überparteiliche und überkonfessionelle Zwecke. Er bekennt sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung des Grundgesetzbuches der Bundesrepublik Deutschland.

(3) Der Regionalverband hält Verbindungen zu Organisationen und Einrichtungen, die gleiche oder ähnliche Ziele verfolgen.


§ 3 Untergliederung

Der Regionalverband Erzgebirgsvorland ist Bestandteil des Landesverbandes Sachsen im Naturschutzbund Deutschland. Zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über diese Satzung umfasst er die Kreise Chemnitzer Land, Mittweida, Stollberg, Zwickau Stadt und Land, sowie den nördlichen Anteil des Vogtlandkreises.


§ 4 Finanzmittel

(1) Die Mittel des Vereines setzen sich zusammen aus:

  1. Mitgliedsbeiträgen
  2. Zuschüsse und Spenden
  3. Einnahmen und Leistungsverträgen

(2) Die Mittel des Vereines dienen der Finanzierung der Geschäftsausgaben. Der Verein erstrebt keinen Gewinn. Sollten Gewinne erzielt werden, dürfen sie nur für die satzungsgemäßen Zwecke eingesetzt werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins.

(3) Für die Verbindlichkeiten des Vereins haftet dieser nur mit dem Vereinsvermögen.

(4) Jede Tätigkeit im Naturschutzbund Deutschland, Regionalverband Erzgebirgsvorland e. V., ausgenommen die der Bediensteten ist ehrenamtlich. Die Regelung im § 4 bleibt unberührt. Der Vorstand kann beschließen, dass

  1. Auslagen ehrenamtlicher Mitglieder in nachgewiesener Höhe ersetzt werden können.
  2. Ehrenamtlich tätige Mitglieder eine Vergütung nach Maßnahme der Aufwandsentschädigung in Höhe der steuerfreien Ehrenamtspauschale, derzeit geregelt in § 3 Nr. 26a EStG, erhalten können.

§ 5 Gemeinnützigkeit

Der Regionalverband verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabeordnung. Der Regionalverband dient keinem wirtscbaftlichen Zweck, ist selbstlos tätig und erstrebt keinen Gewinn. Keine Person darf durch Ausgaben, die den satzungsgemäßen Zielen fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.


§ 6 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.


§ 7 Mitgliedschaft

(1) Mitglied des Regionalverbandes Erzgebirgsvorland können jede unbeschränkt geschäftsfähige Personen, sowie juristische Personen, Körperschaften des öffentlichen Rechts und nicht rechtsfähige Vereine werden.

(2) Die Mitgliedschaft ist beitragspflichtig.

(3) Die Mitgliederversammlung kann Ehrenmitglieder ernennen. Diese haben alle Rechte eines Mitgliedes, sind aber von der Zahlung des Mitgliedbeitrages befreit.


§ 8 Beginn und Ende der Mitgliedschaft

(1) Die Aufnahme ist schriftlich bei der Geschäftstelle zu beantragen, über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.

(2) Die Mitgliedschaft endet:

  1. durch den Tod,
  2. durch den freiwilligen Austritt,
  3. durch Streichung,
  4. durch Ausschluss.

(3) Der freiwillige Austritt kann zum Ende eines Geschäftsjahres schriftlich gegenüber dem Vorstand erklärt werden. Die Erklärung muss spätestens bis zum 1. Oktober des laufenden Geschäftsjahres dem Vorstand vorliegen.

(4) Der Vorstand kann ein Mitglied nach vorheriger Anhörung ausschließen, wenn dieses gröblich und wiederholt gegen die Satzung oder satzungsgemäße Beschlüsse der Organe verstößt oder sich sonst vereinsschädigend verhält. Der Ausschluss ist dem Mitglied mit einer schriftlichen Begründung bekannt zu geben. Der Betroffene kann gegen den Bescheid Widerspruch einlegen, über den Widerspruch, der innerhalb eines Monats nach dem Empfang des Bescheids eingelegt werden muss, entscheidet die Mitgliederversammlung.


§ 9 Beiträge

(1) Der jährliche Mitgliedsbeitrag der Mitglieder wird durch die Vertreterversammlung des Naturschutzbundes Deutschland festgesetzt. Beiträge, die über dem Mindestbeitrag liegen, Spenden oder Zuschüsse fließen voll dem Regionalverband zu, sofern nicht das Mitglied oder der Spender eine andere Verwendung wUnscht.

(2) Die Beiträge werden am 1. Januar des laufenden Kalenderjahres fällig und sind in den ersten drei Monaten des Jahres zu entrichten. Mitglieder, die ihren Jahresbeitrag bis zum 31. Dezember des laufenden Geschäftsjahres nicht entrichtet haben, werden mit Ablauf des folgenden Geschäftsjahres aus der Mitgliederliste gestrichen.


§ 10 Organe des Vereins

Die Organe des Vereines sind

  1. der Vorstand
  2. der Beirat
  3. die Mitgliederversammlung

§ 11 Vorstand

(1) Der Vorstand besteht aus

  1. 1. Vorsitzenden
  2. 2. Vorsitzenden
  3. Kassenwart
  4. Beisitzer

(2) Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind die Vorstandsmitglieder nach Absatz 1, Buchstaben a} bis d). Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch den 1. Vorsitzenden oder den 2. Vorsitzenden und ein weiteres Vorstandsmitglied nach a) bis d) vertreten.

(3) Die Vorstandsmitglieder nach a) bis d) werden in der Mitgliederversammlung für die Dauer von 4 Jahren gewählt. Die Wiederwahl von Vorstandsmitgliedern ist zulässig.

(4) Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte des Vereins, ihm obliegt die Verwaltung des Vereinsvermögens und die Ausführung der Vereinsbeschlüsse. Die Tätigkeit des Vorstandes des Regionalverbandes trägt in erster Linie koordinierenden Charakter.

(5) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse in den Vorstandssitzungen, die vom 1. Vorsitzenden oder vom Geschäftsführenden Vorsitzenden unter Angabe der Tagesordnung einberufen werden. Eine Vorstandssitzung ist auch dann einzuberufen, wenn dies von mindestens drei Vorstandsmitgliedern verlangt wird. Die Vorstandssitzungen werden vom 1. Vorsitzenden oder vom Geschäftsführenden Vorsitzenden geleitet. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens 2/3 seiner Mitglieder anwesend sind. Beschlüsse des Vorstandes werden mit der Mehrheit auf 'ja' oder 'nein' lautenden Stimmen gefasst, bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt.


§ 12 Beirat

(1) Die Beiratsmitglieder werden auf Vorschlag des Vorstandes von der Mitgliederversammlung gewählt. Die Zugehörigkeit zum Beirat, dem bis zu funf Mitglieder angehören, erstreckt sich auf vier Jahre, sofortige Wiederwahl ist zulässig. Die Zugehörigkeit endet durch die Wahl zum Vorstandsmitglied oder durch Erlöschen der Mitgliedschaft. In diesem Fall wird ein neues Beiratsmitglied vom Vorstand bis zum Rest der Amtsdauer gewählt. Der Beirat kann vom Vorstand in allen Vereinsangelegenheiten hinzugezogen werden. Der Vorstand kann einzelne Mitglieder des Vereins mit besonderen Aufgaben betrauen und sie zu Sitzungen des Beirates hinzuziehen.

(2) Vorstand und Beirat können ihre Angelegenheiten im Rahmen dieser Satzung und der Vorschriften des § 32 BGB durch eine Geschäftsordnung regeln.


§ 13 Mitgliederversammlung

(1) Alljährlich findet mindestens eine Mitgliederversammlung statt.

(2) Unter Angabe von Zeit, Ort und Tagesordnung sind die Mitglieder vom Vorstand mindestens drei Wochen vorher schriftlich einzuladen. Die Ankündigung ist ordnungsgemäß erfolgt, wenn die Mitglieder unter der letzten, dem Vorstand bekannten Anschrift eingeladen worden sind.

(3) Eine ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der anwesenden Personen beschlussfähig.

(4) Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind vom Vorstand einzuberufen, wenn dies von mindestens 20 % der Mitglieder schriftlich unter Angabe des Beratungsgegenstandes verlangt wird.

(5) Über jede Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift anzufertigen, die vom Versammlungsleiter und vom Schriftführer zu unterzeichnen ist. Bei der Geschäftsstelle kann die Niederschrift als Kopie angefordert werden.


§ 14 Aufgaben der Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung hat insbesondere folgende Aufgaben:

  1. Wahl der Vorstandsmitglieder,
  2. Ernennung von Ehrenmitgliedern,
  3. Entgegennahme des Jahresberichtes des Vorstandes,
  4. Entgegennahme des Kassenberichtes und des Berichtes des Kassenprüfers,
  5. Entlastung des alten Vorstandes
  6. Beschlussfassung über Satzungsänderungen und die nach dieser Satzung übertragenen Angelegenheiten, sowie über alle sonstigen ihr im Vorstand unterbreiteten Vorschläge,
  7. Beschlussfassung über Auflösung des Vereins.

§ 15 Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

(1) Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen, sofern die Satzung nichts anderes vorsieht. Stimmenthaltungen werden nicht gezählt, bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt. Muss bei der Wahl zwischen mehreren Kandidaten entschieden werden und erhält kein Kandidat die einfache Mehrheit, findet eine Stichwahl zwischen den Kandidaten mit der höchsten Stimmzahl statt.

(2) Die Beschlussfassung erfolgt durch Handzeichen. Sie muss geheim erfolgen, wenn dies von mindestens 20 % der Mitglieder beantragt wird.


§ 16 Satzungsänderung

Eine Satzungsänderung kann nur durch die Mitgliederversammlung mit mindestens 2/3 der gültig abgegebenen Stimmen beschlossen werden. Mit der Einladung sind die zu ändernden Paragraphen und die Art der Änderung in der Tagesordnung bekannt zu geben.


§ 17 Vereinsauflösung

(1) Die Auflösung des Vereins erfolgt durch Beschluss der Mitgliederversammlung, wobei mindestens 3/4 der gültig abgegebenen Stimmen für eine Auflösung sein müssen.

(2) Bei der Auflösung oder Aufhebung des Vereines oder Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vereinsvermögen des Regionalverbandes Erzgebirgsvorland nach Abdeckung aller noch bestehenden Verpflichtungen an den Landesverband Sachsen im Naturschutzbund Deutschland, der das Vermögen für in seiner Satzung aufgeführte Zwecke zu verwenden hat, oder an eine andere, gemeinnützigen Zwecken dienende Vereinigung mit gleicher Zweckbestimmung, wie der Regionalverband.


Diese Satzung tritt am 24.01.1998 in Kraft.
geändert am 13.03.1999
geändert am 11.07.2008
geändert am 17.12.2010