Projekte im NSG „Dubringer Moor“

Unterhaltung des Grabensystems der Flur Dörgenhausen innerhalb des NSG „Dubringer Moor“ und Wiederherstellung ehemaliger Tümpel im Privatwald Zschorlich

Von Januar bis April 2010 fanden zahlreiche Ortsbegehungen und Abstimmungen mit dem Förderwerk Land- und Forstwirtschaft (Träger der MAE–Maßnahme), der Gemeinde Dörgenhausen und den Dörgenhausener Bauern statt. Die unterlassene Pflege der Gräben im NSG führte zu großflächigen Überschwemmungen. Eine Bewirtschaftung der Wiesen war nicht mehr möglich. Daher wurden die Wiesengräben westlich der Brutteiche Dörgenhausen sowie die Gräben im Wald per Hand gereinigt und damit der Wasserstand reguliert. Danach war die Bewirtschaftung der Wiesen mit Technik wieder möglich. Die Wiesenmahd durch die Bauern ist Voraussetzung zum Erhalt des FFH-Lebensraumtyps „Flachland–Mähwiese“. Deshalb unser Einsatz für die Grabenreinigung, für den Erhalt der Mähwiesen und damit für Nahrungshabitate für den Weißstorch.

Durch die MAE–Maßnahme wurden auch Vorbereitungsarbeiten für die Wiederherstellung der Tümpel geleistet. Am 26. und 27. März wurden drei ehemalige Tümpel von der Firma Halke mittels Bagger entlandet und somit neue fischfreie Laichgewässer für Amphibien geschaffen. Ein Antrag zur finanziellen Unterstützung wurde an die Gert Aurig Umweltstiftung Dresden gestellt.

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Bau eines Tümpels im Privatwald Zschorlich.
Foto: OG Wittichenau


Bereits seit 2009 gibt es Gespräche wegen einer Vernässungsfläche am Rande des Naturschutzgebietes. Am 1.März fand eine Ortsbegehung mit dem Pächter MKH Wittichenau, mit der Gemeinde Dörgenhausen, den Bauern und der UNB statt. Es wurden Möglichkeiten der Trockenlegung durch Bau eines offenen Grabens mit Anlage eines Amphibientümpels erörtert. Bis an den Rand der Vernässungsfläche wurde bereits ein Stichgraben gezogen. Daraufhin wurden vom NABU Gespräche mit den Grundstückseigentümern geführt. Drei Eigentümer sind mit der Anlage eines Gewässers einverstanden. Am 02.09. wurden die benötigten Flächen durch Herrn Kühnel (Staatbetrieb Sachsenforst) mit GPS vermessen und im Gelände markiert. Dabei waren auch zwei Eigentümer zugegen. Mit Schreiben vom 22.12.2010 erhielten wir die Genehmigung zur Wiederherstellung des Tümpels durch die UNB Bautzen.


Wiederherstellung Tümpel an NSG-Grenze Dörgenhausen

Am 03.02.2011 erfolgte die Abstimmung mit der MKH Wittichenau. Herrn Kockert stimmt dem Bau des Tümpels auf dem Flurstück 264 und 265 zu. Am 27.02. stimmte Herr Graf als Pächter nicht zu. Im Mai bestätigte Herr Hanke als Eigentümer von Flurstück 264 seine Genehmigung. Sein Pachtvertrag mit Herrn Graf läuft Ende 2015 aus. Das letzte Gespräch mit Herrn Hanke war am 22.12.2011. Weitere Gespräche sollen klären, ob das Projekt noch umsetzbar ist.


MAE Pflege und Gestaltung von Biotopen im Dubringer Moor

Am 03.03.2011 wurde mit dem Förderwerk Land- und Forstwirtschaft Sachsen e. V. eine Vereinbarung zur Biotoppflege und zur Herstellung eines Exkursionspunktes „Historische Waldnutzung“ unterzeichnet. Im August und September wurde die Goldrute am Torfstich Zeißholz gemäht und beräumt, von Oktober bis November wurde im Privatwald von Reinhard Müller in Michalken eine 1000 m² große Streunutzungsfläche angelegt und ein Infotafel-Ständer angefertigt und aufgestellt.


Wiederherstellung der Freiflächen der Grube Amalia im NSG „Dubringer Moor“

Mit Schreiben vom 24.11.2009 genehmigte das Kreisforstamt Bautzen mit Auflagen die Schaffung von zwei Freiflächen. Mit Schreiben vom 15.12.2009 unterstützt die UNB Bautzen das Anliegen. Mit den Arbeiten wurde die Firma Kästner beauftragt, wobei weder für den NABU noch für die LaNU Kosten entstanden.
Am 26.02.2010 wurde die Firma von H. Schnabel in die Arbeiten zur Entbuschung eingewiesen. Die Holzung durch die Firma Kästner wurde bis zum 05.03. abgeschlossen, die Beräumung zog sich allerdings bis zum 17.04. hin. Bei Arbeitseinsätzen der Freiwilligenbrigade am 11.03. und 01.04. wurden die unteren Quirle der Kiefern entfernt, eine Ansitzleiter zur Beobachtung aufgebaut und 2 Nistkästen für Wiedehopf und 1 Kasten für Schellenten am Schweineteich angebracht. Am 09.06./16.06. und 30.06.2011 wurde durch die Freiwilligenbrigade die Goldrute gemäht und Kiefernanflug beseitigt.

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Fotos: © OG Wittichenau


Grunderwerb

Mit Kaufvertrag vom 10.06.2014 wurden vom NABU drei Flurstücke mit einer Fläche von 11620 m² (Gemarkung Wittichenau, Flur 2, Flurstücke 64, 74, 75) im NSG „Dubringer Moor“ gekauft. Damit werden Naturschutzflächen dauerhaft vor negativen Eingriffen geschützt.