Exkursion ins Lausitzer Seenland und zum Findlingspark Nochten



Am Samstag, den 10.09.2005, veranstaltete der KV Freiberg e. V. eine Exkursion ins Tagebaugebiet der Lausitz und zum Findlingspark Nochten. Früh morgens trafen sich Mitglieder des NABU und einige weitere Interessierte, um sich auf den langen Weg nach Bergen aufzumachen. Herr Stolzenburg vom NSI Dresden hatte sich freundlicherweise als Führer zur Verfügung gestellt und informierte einleitend über die Geschichte des Gebietes.
Das Landschaftsbild der Lausitz wurde durch den großflächigen Braunkohleabbau einem radikalen Wandel unterworfen. Viele Ortschaften und Landschaftselemente fielen dem Bagger zum Opfer. Aus den Hinterlassenschaften der Braunkohlegewinnung entstehen nun aber auch wertvolle und einmalige Biotope mit seltenen Tieren und Pflanzen. Erst nach der Standortsicherung durch Rütteltechnik oder Explosionen zur Verdichtung des Erdreiches konnte man mit der Gestaltung der neuen Lebensräume beginnen.

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Fotos: © KV Freiberg e. V.

Ein wichtiges Element der Gegend sind die zahlreichen Tagebaurestseen, die zum einen als Badeseen, aber hauptsächlich als geschützte Bereiche für die ungestörte Entwicklung von Flora und Fauna gedacht sind.
Ziele der Exkursion waren sowohl junge als auch reife Lebensräume. Erste Station war der Blunosee, ein sehr junger Lebensraum. Zur Freude aller Teilnehmer konnten hautnah einige sehr seltene Tiere beobachtet werden, zum Beispiel die Blauflügelige Sandschrecke, und außerdem in einem Fangglas Ameisenlöwe, Warzenbeißer und auch Feldgrillen.
Der Erikasee stellt einen reifen Lebensraum mit einer dichten Ufervegetation und hochgewachsenen Wäldern im Umkreis dar, er lädt zum Angeln ein. Der Findlingspark Nochten – die dritte Station – ist sowohl geologisch als auch botanisch eindrucksvoll.




Kräuter- und Samenbörse



Am 24.09.2005 veranstaltete der KV Freiberg zum zweiten Mal eine Kräuter- und Samenbörse, bei der dem interessierten Publikum die Welt der Kräuter näher gebracht werden sollte. Etwa 300 Personen besuchten den NABU-Infostand, um Sämereien alter und seltener Gemüsesorten und Wildkräuter zu erwerben und sich zu informieren.

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Fotos: © KV Freiberg e. V.

Zudem wurden von Händlern verschiedene Kartoffel- und Kürbissorten sowie Kräuter zum Verkauf angeboten. Die Kräuterfrau Frau Richter lud zu einem Vortrag mit dem Thema „Sanfte Hilfe durch Heilkräuter“ ein.
Der NABU-Stand, wo auch Gerichte mit Wildgemüse angeboten wurden, fand großen Zuspruch. Besonders Käse in Beinwell und Gundermannparfait ließen sich die Besucher schmecken.




Exkursion in den Botanischen Garten Schellerhau



Für Samstag, den 09.07.2005, hatte der KV Freiberg interessierte Bürger zu einer Führung durch den Botanischen Garten Schellerhau eingeladen. Trotz des kühlen Wetters und fehlenden Sonnenscheins fanden sich 11 Naturfreunde ein, die unter der Führung von Herrn Barthel vom Förderverein für die Natur des Osterzgebirges e. V. einen Rundgang machten.
Auf dem Erzgebirgskamm westlich von Altenberg 760 m hoch gelegen, bietet der Botanische Garten mit seiner niedrigen Jahresdurchschnittstemperatur von 5 °C sowie der relativ sicheren Schneedecke, die lange liegen bleibt, den idealen Standort für die typische Gebirgsflora. Neben Schwalbenwurz-Enzian, Weißblühendem Platanenblättrigen Hahnenfuß, Rauschbeere, Keulenbärenlapp, Sonnentau und Bärwurz findet man auch Gelben Enzian, Feuerlilien und Teufelskralle.

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Der Botanische Garten Schellerhau.
Foto: KV Freiberg e. V.


Auf einer Gesamtfläche von 1,5 Hektar werden etwa 1000 ausschließlich im Freiland kultivierte Arten präsentiert. Neben der Flora des Erzgebirges umfasst die Pflanzensammlung aber auch ausgewählte Vertreter nordamerikanischer und asiatischer Mittel- und Hochgebirge. Naturnah angelegte Biotope zeigen die Vielfalt der heimischen Flora und auch die pflanzensoziologischen Bindungen der jeweiligen Arten. Ein Moorbiotop, eine durch frühere landwirtschaftliche Nutzung gewachsene Steinrücke, der Fichten- sowie auch der Bergmischwaldbereich, Borstgrasrasen und Bärwurzwiese zählen zu diesen Biotopen.
Die traditionelle Steinrücke hat das Landschaftsbild des Osterzgebirges entscheidend geprägt und gehört zu den pflanzenartenreichsten Biotopen der Kulturlandschaft.

Geöffnet ist der Botanische Garten Schellerhau von Ostern bis Ende Oktober.




Exkursion ins Hochmoor Gottesgab und in den Zechengrund



21 interessierte Naturfreunde einschließlich NABU- und NSI-Mitarbeitern trafen sich am Samstag, den 23.07.05, zur botanischen Exkursion Richtung Hochmoor Gottesgab. Das 930 Hektar große Naturschutzgebiet befindet sich auf der tschechischen Seite des Erzgebirges bei Boži Dar, der mit 1028 Metern höchstgelegenen Stadt Mitteleuropas.
Am Ziel angekommen, erkundeten die Exkursionsteilnehmer die botanischen Besonderheiten dieses Naturschutzgebietes. Das Gottesgaber Hochmoor gehört zu den bedeutendsten Kammmooren des Erzgebirges. Neben Besonderheiten wie der Zwergbirke als Überrest der letzten Eiszeit kommen hier Moorbirke, Moorkiefer, Rausch- und Krähenbeeren, Sumpf-Blutauge, Sumpfschafgarbe, Siebenstern sowie Island-Moos vor.

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Fotos: © KV Freiberg e. V.

Im Zechengrund konnte man sich an der botanischen Vielfalt der Gebirgswiesen erfreuen. Auf recht nassen Standorten waren Besonderheiten wie Sumpfenzian (Tarant), Geflecktes Knabenkraut und Fettkraut zu finden. Die Pflanzenfreunde begutachteten außerdem Bestände von Ährischer Teufelskralle, Bachnelkenwurz, Blauem Eisenhut und Arnika.




Botanisch-geologische Exkursion zum Borschen und zum Rana in Böhmen



Am Samstag, den 18.06.05, trafen sich Mitglieder des NABU, des Naturschutzinstitutes und viele naturbegeisterte Bürger zur botanisch-geologischen Exkursion, um auf der böhmischen Seite des Erzgebirges Standorte der Steppenflora zu besuchen. Ziele waren der Borschen, der ein markantes Felsprofil hat, sowie der Rana, beide unweit der Stadt Bilin gelegen.
Früh am Morgen und bei bestem Sommerwetter starteten insgesamt 29 Teilnehmer. Erster Haltepunkt war der Borschen. Hier hat sich, durch Geologie und geringe Niederschläge bedingt, eine steppentypische Flora entwickelt. Auch geologisch ist dieser Berg sehr interessant. Es wurden auf abwechslungsreichen Standorten wie Wiesen, Felsen- und Steinformationen viele seltene und dekorative Pflanzen wie die Türkenbundlilie, der Sommerwurz und die Astlose Graslilie gefunden. Aber auch Schwalbenwurz, Baldrian und Kleines Mädesüß waren vorhanden.
Der Rana, der zweiter Halt, ist ein Treff für viele junge Leute, die dem Hobby des Drachenfliegens nachgehen. Trotzdem ist diese Bergformation ein lohnenswertes Ausflugsziel. Sehr reizvoll sind die großen Federgrasvorkommen, die sich im Wind wiegen. Zu sehen waren hier unter anderen Wiesen- und Steppen-Salbei sowie Wachsblumen.
Für ein besonderes Highlight sorgten auch die ansässigen Ziesel, die sich vielen Exkursionsteilnehmern zeigten.




Der NABU rief – und alle kamen



Für das Wochenende 2./3. April hatte der KV Freiberg zu einem Arbeitseinsatz auf den Halden „Beschert Glück“ und „Richtschacht“ eingeladen.
Pünktlich um 9 Uhr trafen sich bei herrlichem Frühlingswetter am Haldenfuß der Richtschachthalde 17 arbeitswillige Naturfreunde und Gäste, um den Aufwuchs, der die Schwermetallflora bedroht, zu beseitigen.
Ausgerüstet mit zwei Motorsensen (eine wieder freundlicherweise von OBI gesponsert) und vielen Baumscheren gingen die Naturfreunde an die Beseitigung der Sämlinge und des Stockausschlags. Der Abfall wurde aufgelesen und in das Haldeninnere gebracht. Wider Erwarten ging die Arbeit dank der vielen fleißigen Hände schnell voran. Gegen Mittag war man bereits mit der Richtschachthalde fertig.
Die Pause nutzten wir, um die schmerzenden Rücken zu strecken und einen kleinen Imbiss einzunehmen. Mittags stellten sich noch weitere sechs Naturfreunde, unter anderen drei Kinder, ein.
Nun wurde die „Beschert Glück“-Halde in Angriff genommen. Nach drei Stunden war auch dort die Arbeit beendet, anschließend wurde noch Müll aufgesammelt, den unvernünftige Zeitgenossen immer wieder verstreuen. Trotz schmerzender Rücken und zum Teil zerschundener Hände überwog das Gefühl der Zufriedenheit über die geleistete Arbeit. In gemütlicher Runde saß man dann noch beim Grillen beisammen – eine tolle Truppe.