Zu den Bärenbachwiesen bei Olbernhau



Am 24. Juni trafen sich trotz des unfreundlichen Wetters sieben hoffnungslose Optimisten, um, geführt von Wilfried Reimann aus Olbernhau, die Bergwiesen im Bärenbachtal zu erkunden.
In Pfaffroda an der Schlossmauer wurden sie auf den reichen Bestand des Stengelumfassenden Habichtskrauts – das einzige Vorkommen in Sachsen – aufmerksam gemacht, während der Fahrt in Richtung Olbernhau waren im Wald reiche Bestände der grünlichen Waldhyazinthe zu sehen. Und trotz strömenden Regens wurde fotografiert. Der Regen ließ an Heftigkeit etwas nach, als die Exkursionsteilnehmer im Bärenbachtal ankamen. Von den artenreichen, idyllischen Bergwiesen waren sie alle begeistert. An Orchideen konnten Großes Zweiblatt, Grünliche Waldhyazinthe, Geflecktes und Stattliches Knabenkraut gefunden werden, die Händelwurz war leider schon verblüht. Ein unbeschreiblicher Duft von Bärwurz begleitete die Exkursionsteilnehmer auf dem Weg durch die Wiesen. Arnika, Alantdistel, Läusekraut, Fieberklee und vieles andere mehr ließen sie den wiedereinsetzenden Regen vergessen.

Zum Öffnen der Bildergalerie bitte auf ein Foto klicken.

  • 001
  • 002
  • 003
  • 004
  • 005
  • 006
  • 007
  • 008
  • 009

Fotos: © KV Freiberg e. V.

Steinpilze und Rotkappen am Waldrand machten Lust aufs Pilzesammeln, doch durchnässte Kleidung und trotz der Gummistiefel nasse Füße ließen von dieser Möglichkeit Abstand nehmen.
Nass, aber sehr zufrieden fuhr man wieder nach Hause, mit der Option auf einen warmen Sommertag im Bärenbachtal im nächsten Jahr.




Wiesenmahd Mittelsaida



Am 11.06.2009 war es wieder soweit – die Wiesenmahd in Mittelsaida war nun unumgänglich. Bereits am Tag zuvor wurde der Fläche, mit einer Größe von ca.
100 × 60 Metern, mit Hilfe von Sensen und Balkenmäher der Garaus gemacht.
Am 11. Juni war es dann den ca. 10 fleißigen Helfern zu verdanken, dass wir trotz ungünstiger Wetterbedingungen recht gut mit Rechen und Heugabeln voran kamen und das am Tag zuvor gemähte Gras aufhäufen konnten.
Nach etwa zwei Stunden war die gesamte Fläche vom Gras befreit. Zeitgleich hatten Mitarbeiter der Waldwirtschaft Göhler die Harpfe aufgebaut, so dass wir diese dann ihrem eigentlichen Zweck entsprechend nutzen konnten.

Zum Öffnen der Bildergalerie bitte auf ein Foto klicken.

  • 001
  • 002
  • 003
  • 004
  • 005
  • 006
  • 007
  • 008
  • 009
  • 010
  • 011
  • 012

Fotos: © KV Freiberg e. V.




Exkursion zu den Tagebaufolgelandschaften um Hoyerswerda



Eine Gruppe von 6 Interessierten traf sich am Morgen des 6. Juni zu einer vom Kreisverband Freiberg angebotenen Exkursion; die Gegend rings um Hoyerswerda sollte erkundet werden.
Siegfried Krüger aus Hoyerswerda, ein begeisterter Ornithologe und Kenner der Bergbaulandschaft, hatte sich zu einer Führung bereiterklärt. Dies erwies sich auch als unverzichtbar, denn ohne seine genauen Ortskenntnisse wäre man in dieser Landschaft verloren gewesen.

Zum Öffnen der Bildergalerie bitte auf ein Foto klicken.

  • 001
  • 002
  • 003
  • 004

Fotos: © KV Freiberg e. V.

Die Exkursion führte zum Partwitzer und Blunoer See sowie zum Restsee Spreetal Nordost, dessen Gelände die Exkursionsteilnehmer sehr beeindruckte. Da es sehr kühl und windig war, konnte man von Insekten kaum etwas sehen, auch botanisch war die Exkursion nicht sehr ergiebig. Dafür wurden die Exkursionsteilnehmer von den Vögeln entschädigt. Herr Krüger machte sie auf Nistkästen für Wiedehopfe aufmerksam, und mehrere schon flügge Junge konnten beobachtet werden. Auch Vogelnestern durften sich die Exkursionsteilnehmer vorsichtig nähern: Höhepunkte der Exkursion waren ein Nest mit jungen Heidelerchen, die Herr Krüger bei dieser Gelegenheit beringte, ein Gelege von Feldlerchen und zuletzt ein Nest mit nur einen Tag alten Brachpipern. So etwas kann man nur unter sachkundiger Führung erleben!
Die letzte Station der Exkursion war der Ratzer Seen, wo ein Gedenkstein zur Erinnerung an die der Braunkohle geopferten Dörfer aufgestellt worden ist.




Öffentliche Exkursion der Fachgruppe Botanik am 18. April 2009



Obwohl die Wetteraussichten nicht gerade rosig waren, trafen sich 17 Naturfreunde am Samstagmorgen, um die Flora des Oblik im böhmischen Mittelgebirge kennenzulernen. Dieser ist – wie auch alle anderen Berge des Böhmischen Mittelgebirges – vulkanischen Ursprungs.
Bei trübem Wetter fuhren wir los, auf dem Erzgebirgskamm war die Sicht katastrophal, man sah buchstäblich kaum die Hand vor den Augen. Unsere Hoffnung: Auf böhmischer Seite wird es besser. So war es auch. Als wir am Fuße des Erzgebirges angekommen waren, war es zwar trüb, aber man hatte Sicht, und es regnete nicht.
Wir wählten den direkten Aufstieg auf der südlichen, unbewaldeten Seite. Schon am Bergfuß, in den Streuobstwiesen, unter blühenden Kirschbäumen, leuchteten die ersten Himmelschlüssel und Frühlingsadonisröschen. Begeistert erkundeten die Naturfreunde die Steppenvegetation. Bei einem Neigungswinkel von etwa 40° ist der Aufstieg etwas anstrengend, aber eine Fülle von Frühlingsadonisröschen und Kuhschellen und anderen seltenen Pflanzen waren die schönste Belohnung. Als wir den Gipfel erreicht hatten, trübte es sich leider wieder ein, sodass man die schöne Sicht nicht genießen konnte. Hier blühen im Juni das Federgras und der Österreichische Lein, ein herrlicher Anblick.

Zum Öffnen der Bildergalerie bitte auf ein Foto klicken.

  • 001
  • 002
  • 003
  • 004

Fotos: © KV Freiberg e. V.

Nach einer kleinen Rast und der Eintragung ins Gipfelbuch wanderten wir auf der nördlichen bewaldeten Seite den Berg abwärts. Gelbe Windröschen, Leberblümchen, Hohler Lerchensporn und vieles andere begleiteten unseren Weg. In den Heckenstrukturen mit blühenden Schlehen immer wieder Himmelschlüssel und Adonisröschen. Auf Feldwegen (vulkanische Böden sind sehr fruchtbar, viele Gartenbesitzer hätten gern solche Erde) wanderten wir dem Dorf Mnichov zu. Unfreiwillig nahmen wir mit unseren Schuhen eine sehr dicke Bodenprobe mit. Vom Dorf aus führte durch Heckenstrukturen mit Schlehe, Weißdorn und verschiedenen Heckenrosen unser Weg, den Berg umrundend, zurück. Leider war von der reichen Vogelwelt nicht sehr viel zu sehen und zu hören, vielleicht lag es am trüben Wetter oder die Vögel hatten bereits zu brüten angefangen.
Am Ende der Exkursion waren sich alle Teilnehmer einig, dass ein späterer Besuch des Steppenberges weitere botanische Kostbarkeiten bieten würde.




Haldenpflege am 4. April 2009



Alle Jahre wieder steht zu Frühjahrsbeginn die Biotoppflege auf den Schwermetallhalden bei Freiberg auf dem Programm. Dem Schutz und der Erhaltung der wertvollen, sonnenhungrigen Flora durch die Beseitigung von Gehölzaufwuchs diente der Arbeitseinsatz. Wir hatten unsere Mitglieder und durch Pressemitteilungen Naturfreunde zur Haldenpflege eingeladen. Pünktlich um 9 Uhr trafen sich bei optimalem Wetter die ersten Helfer am Haldenfuß der Halde „Beschert Glück“. Mit Motorsensen und Scheren ausgerüstet, gingen wir ans Werk. Nach nur 90 Minuten war die Halde vom Aufwuchs befreit und das Schnittgut abtransportiert. Anschließend wurde das Werkzeug umgesetzt und die Richtschachthalde in Angriff genommen.

Zum Öffnen der Bildergalerie bitte auf ein Foto klicken.

  • 001
  • 002
  • 003
  • 004
  • 005
  • 006

Fotos: © KV Freiberg e. V.

Das Areal dieser Halde ist größer, und es gab bedeutend mehr Aufwuchs als auf der Halde „Beschert Glück“. Unsere Gruppe hatte sich inzwischen auf 14 Helfer vergrößert. Die Sonne meinte es gut mit uns und schien sehr kräftig. Wir verzichteten deshalb auf die geplante Pause und gingen mit Elan ans Werk. Gegen 14 Uhr waren wir fertig, ziemlich müde und geschafft.
Der Grill war inzwischen angeworfen, ein Riesentopf Kartoffelsalat und die ersten Steaks warteten auf die hungrigen Helfer. Faul in der Sonne liegend, die müden Glieder ausgestreckt, genossen wir die wärmenden Sonnenstrahlen. Zum Abschluss wurde noch, wie immer, die Halde vom Müll befreit. Mit dabei waren:
Michael, Mandy, Larisa, Marko, Elisabeth, Thurit, Silke, Maik, Ecke, Mattheus, 2 × Christian, Anke und Anne.