NAJU Sachsen kürt Sieger des Wettbewerbs „Erlebter Frühling 2006“



Nach der bundesweiten Preisverleihung für den Wettbewerb „Erlebter Frühling 2006“ fand am 4. November 2006 in Freiberg die Preisvergabe für die sächsischen Wettbewerbsteilnehmer statt. Die Freiberger „Naturdetektive“ belegten Platz 1. unter den Gruppen.
Eine von der Naturschutzjugend Sachsen liebevoll gestaltete Feierstunde mit Auftritten von Sängern und Liedermachern bildete den Rahmen für die Verleihung der Präsente, die einen Bezug zum Thema Natur hatten, wie z. B. Mikroskope und Experimentierkästen.
Mit selbst gebackenem Kuchen und anderen Leckereien aus rein ökologischen Zutaten war für einen schmackhaften Imbiss gesorgt.

preis_erleb_fruehl_06
Die „Naturdetektive“ mit dem NAJU-Preis für den Wettbewerb „Erlebter Frühling 2006“.
Foto: Frau Brinster





Bäume für den Freiberger Stadtwald



Am 22.04. trafen sich die Mitglieder der Kindergruppe „Naturdetektive“, um im Freiberger Stadtwald Bäume zu pflanzen. Die Kinder wurden zunächst mit den botanischen Merkmalen und den Standortbedingungen der Schwarzerle vertraut gemacht und erfuhren, was beim Pflanzen von Gehölzen zu beachten ist. Dabei lernten die Kinder, dass die Erle einen Standort mit bewegtem Grundwasser braucht und sich deshalb an Bachläufen wohlfühlt. Sie hat sich an diese feuchten Standorte mit einem ausgeprägten Wurzelsystem angepasst. Die Wurzeln verankern sich weitläufig im Boden, so dass Ufer, an denen die Erle wächst, stabiler werden.

Zum Öffnen der Bildergalerie bitte auf ein Foto klicken.

  • 001
  • 002
  • 003
  • 004

Fotos: © KV Freiberg e. V.

Den Kindern hat es sichtlich Spaß gemacht, zunächst die Abstände zwischen den Bäumen zu markieren und dann gemeinsam mit den Erwachsenen die Bäume zu pflanzen. Am Ende waren die meisten Kinder erschöpft, aber sehr zufrieden über die geleistete Arbeit. Ein Dankeschön geht an dieser Stelle an den zuständigen Förster, Herrn Martin, und an Herrn Kluge, die großzügig Bäume und Hacken zur Verfügung gestellt haben.




Thema „Krötenwanderung“



Bald ist es wieder soweit. Mit steigenden Temperaturen ziehen auch wieder zahllose Amphibien zu ihren Laichgewässern. Aber kennen wir diese Tiere ausreichend gut? Deshalb stand das 6. Treffen der „Naturdetektive“ am 18.03.06 ganz unter dem Thema „Krötenwanderung“.
Nach einer Portion Theorie über die Erkennungsmerkmale dieser Tiergruppe sowie den Unterschieden zu den Reptilien erlebten die jungen Naturdetektive ein Jahr im Lebens eines Lurches von der Frühjahrswanderung über die Fortpflanzung bis hin zur Starre im Winter.

origamifrosch_1 origamifrosch_2
Die Kinder beim Falten eines Papierfrosches. Das Spiel „Krötenwanderung und -zaun“.
Fotos: KV Freiberg e. V.


Anhand eines vorbereiteten Arbeitsblattes wiederholten die Kinder die zuvor erlernten Schritte vom Laich bis zum fertigen Frosch. Zudem falteten die kleinen Künstler einen Origami-Frosch, der auch hüpfen kann. Bei einem Krötenwanderungs-Spiel bestehend aus einer Landkarte mit Feldern, Wiesen, Teichen und Straßen versetzten sich die Kinder in die Rolle von Erdkröten. Gemeinsam wurden die Gefahren für die Amphibien sowie Maßnahmen zu deren Schutz erarbeitet. Die Naturdetektive erfuhren viel über die oftmals belächelte Arbeit der Krötenschützer, die jedes Frühjahr zum Schutz der heimischen Lurche Zäune aufbauen und Eimer leeren.
Allen hat dieser Vormittag einen Riesenspaß gemacht.




Nistkästen



Am Samstag den 25.02.2006 trafen sich, inzwischen schon zum 5. Mal, die Freiberger Naturdetektive.
Für den Vormittag hatten sich die Betreuer ein umfangreiches Programm vorgenommen. Die von den Kindern gebauten Vogelnistkästen sollten aufgehängt werden. Geeignete Stellen waren in Absprache mit Herrn Schröder vom Grünflächenamt ausgewählt worden. Die praktischen Arbeiten übernahmen aus Sicherheitsgründen Gerd, Anni und Roland. Herzlichen Dank!
Die Kinder waren aber vor Ort dabei und konnten so nachvollziehen, warum der eine Baum als Nistbaum geeignet ist und ein anderer dagegen nicht; was beim Aufhängen der Kästen zu beachten ist und warum Nistkästen für eine Vogelart möglichst nicht nebeneinander hängen sollten.

nistkasten_06
Beim Anbringen von Nistkästen.
Foto: KV Freiberg e. V.


Jedes Kind hatte den selbst gebauten Nistkasten schon beim Bau mit einer Nummer versehen und kann damit den „eignen“ Kasten jederzeit im Park wiederfinden. Von uns Betreuern bekamen die Kinder die Aufgabe gestellt, im Laufe des Jahres die Kästen zu beobachten und herauszubekommen, welcher Vogel darin brütet.
Im zweiten Teil überlegten wir, wie unsere Tiere eigentlich den Winter überstehen. Viele Strategien waren den Kindern schon bekannt, so dass es den meisten nicht schwer fiel, heimische Tiere zu zuordnen. Viel Spaß hat allen das Eichhörnchenspiel gemacht, bei dem die Kinder als Eichhörnchen ihren Wintervorrat erst verstecken und dann wiederfinden sollten. Das war gar nicht so einfach, da auch Räuber mitspielten.
Insgesamt war es ein angenehmer und anregender Vormittag und wir freuen uns schon auf unser nächstes Treffen.




Bäume im Winter



Am Samstag, dem 07.01.06, trafen sich die Naturdetektive zum ersten Mal im neuen Jahr und zum dritten Mal seit ihrer Gründung. Zu unserer Überraschung und Freude waren diesmal viele neue Kinder gekommen. Ein Artikel in der Zeitung hatte auf uns aufmerksam gemacht. Ebenso erfreulich für uns ist aber auch, dass etliche Kinder bereits zum dritten Mal und immer noch mit großer Begeisterung dabei waren. Aus organisatorischen Gründen mussten wir kurzfristig das Thema ändern.
Wenn auch manches Kind zunächst darüber enttäuscht gewesen sein mag, die Laune hat sich keines verderben lassen. Der Vormittag stand unter dem Thema „Bäume im Winter“. Unser Ziel war es, gemeinsam mit den Kindern zu erarbeiten, wie Bäume den Winter überstehen und wie sie ohne ihre Blätter zu erkennen sind. Günstig für uns ist, dass das Naturkundemuseum und der Park nahe beieinander liegen und wir eine große Auswahl verschiedener Bäume direkt vor der Nase haben.

Zum Öffnen der Bildergalerie bitte auf ein Foto klicken.

  • 001
  • 002
  • 003
  • 004

Fotos: © KV Freiberg e. V.

Wir hatten zur Vorbereitung des Treffens mehrere Bäume ausgewählt und deren typische Merkmale aufgelistet. Diese nannten wir den Kindern nach und nach, wobei mit jedem Hinweis die Beschreibung genauer wurden. Manche Kinder erkannten den jeweiligen Baum bereits nach nur einem genannten Merkmal. So suchten die Kinder begeistert nach einem Baum, dessen Rinde wie eine Armeetarnhose aussieht, der Platane. Nachdenklich wurden sie, als wir vor einer Rotbuche überlegten, wo ein heute in die Rinde geritzter Buchstabe in zehn Jahren sein würde. Allen Kindern war aber klar, dass man die Rinde nicht mutwillig verletzen darf.
Nach einer Stunde wurde den meisten von uns kalt, und wir freuten uns auf den warmen Raum im Naturkundemuseum. Dort teilten wir uns nach einer kleinen Stärkung in Gruppen auf. Einige wiederholten bei einem Spiel die Merkmale der Bäume, während andere die Knospen verschiedener Bäume genauer unter die Lupe nahmen.