Wiesenknopf-Wiese



Im Jahr 2006 wurde auf einer Wiesenfläche in Mittelsaida eine Population des seltenen Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläulings entdeckt. Die Entwicklung dieser Schmetterlingsart ist eng an das Vorhandensein des Großen Wiesenknopfes und bestimmter Ameisenarten geknüpft.

Die Schmetterlingsraupen ernähren sich erst von den Blütenköpfen des Großen Wiesenknopfes und später von der Brut der Ameisen, von denen die Raupen adoptiert werden. Innerhalb des Ameisenbaus erfolgt auch die Verpuppung und schließlich der Schlupf der Falter.

Durch das räumlich isolierte Vorkommen der Population in Mittelsaida erfolgte im Jahr 2007 der Kauf dieser Fläche. Durch den NABU-Kreisverband Freiberg. Somit kann durch entsprechende Pflege der Wiese die Bläulingspopulation in ihrer Entwicklung unterstützt und gesichert werden.

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Fotos: © KV Freiberg e. V.

Die Wiese wird zweimal im Jahr gemäht: 1. Mahd bis spätestens Anfang Juni und 2. Mahd ab Ende September. Dadurch ist eine gute Entwicklung der Wiesenknopf-Bestände gewährleistet. Zum Schutz der Ameisen und aufgrund des unebenen Bodens kommen dabei Balkenmäher, Hand- und Motorsensen zum Einsatz.

Auf der circa 2600 qm großen Fläche konnten in den Vorjahren meist etwa 15 Falter gezählt werden. 2010 konnten an verschiedenen Terminen 50 bzw. 70 Falter des Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläulings beobachtet werden. Ob die höhere Falterzahl im Jahr 2010 Folge der durchgeführten Pflegemaßnahmen ist oder nur die teils ungünstige Witterungsbedingungen an den anderen Beobachtungsterminen zu geringeren Zahlen führten, muss letzten Endes offen bleiben. Die Zeit wird zeigen, wie sich die Population entwickelt.