Kleine Welt am Wegesrand am 08.09.2010



Auf den Spuren der am Wegesrand vorkommenden Tiere und Pflanzen begannen wir unsere Wanderung an der Reichen Zeche und gingen entlang eines Feldes bis zu einer kleinen Habitatinsel inmitten eines Feldes.
Mit Begeisterung nicht nur der Kinder wurden Blindschleiche, Wanzen, Käfer und Eidechsen, sowie Ackerwildkräuter aus der Nähe betrachtet.
Oftmals war Erstaunen zu verspüren, wenn die Pflanzen und Tiere unter der Lupe bewundert worden. Wie wundervoll und formenreich die Natur doch ist, war zum Ende der Exkursion der allgemeine Gedanke.

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Fotos: © KV Freiberg e. V.




Zu den Schmetterlingen und Blumen ins Böhmische



Am 10. Juli fuhren einige Naturfreunde ins Böhmische Mittelgebirge. Ziel waren verschiedene Lebensräume der böhmischen Fauna und Flora. Darunter artenreiche Wiesenflächen bei Měrunice und Číčov.
Zahlreiche auf Mager- und Trockenrasen angewiesene Arten konnten beobachtet und fotografiert werden. Davon kommen einige Arten in Sachsen nur noch selten bis gar nicht mehr vor.
Besonders auffällig war die Vielfalt an aktiven Schmetterlingen und blühenden Pflanzen. Hierzu eine kleine Auswahl:

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Hochmoorexkursion ins Obere Natzschungtal am 26.06.2010



Das Exkursionsgebiet befindet sich im mittleren Erzgebirge in einer Höhe von 727 m und höher über NN. Dieses Mal ging es um das Hochmoor und seine Revitalisierung. Die Exkursion begann in Rübenau, führte ins böhmische Nacetin und endete wiederum in Rübenau. Unsere Exkursionsführer Dietmar Schubert und Nikolaus Schaller von der FG Botanik Erzgebirge erzählten uns die Geschichte des Moores:
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde zur Entwässerung und nachfolgenden Aufforstung mit Fichten ein ausgedehntes Grabensystem angelegt. Die Gräben wirken sich bis heute negativ auf das Moor aus. Deshalb begannen 1997 die Vorbereitungen zur Revitalisierung des Moores. Nachdem die notwendigen Gutachten erstellt und ausgewertet waren, begannen die praktischen Arbeiten. Um den Wasserrückhalt zu gewährleisten, wurden Staustufen in die Hauptentwässerungsgräben errichtet, später wurden diese durch die Holzspundwände ersetzt.
Inzwischen lässt sich nicht selten beobachten, wie sich Torfmoospolster und andere Moorarten in diesen Bereichen wieder ausbreiten. Neben Wollgräsern und Torfmoosen kommen als weitere moortypische Pflanzenarten teilweise noch Moosbeere, Rauschbeere und Krähenbeere vor. Das Moor ist auch Lebensraum gefährdeter Tierarten wie Kreuzotter und den hochmoortypischen Libellen Torf-Mosaikjungfer und Alpen-Smaragdlibelle.

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Fotos: © KV Freiberg e. V.

Unser weiterer Weg führte durch die bunten Bergwiesen mit Arnika, Habichtskraut-, Glockenblumen- und zahlreichen anderen Pflanzen- und Grasarten. Zum Schluss unserer Exkursion wurden wir noch auf ein Neophyt – Sibirisches Tellerkraut – aufmerksam gemacht.




Haselbacher Teiche



Am 8. Mai 2010 trafen sich 15 Freiberger Naturfreunde in der Mitte des Städtedreiecks Leipzig–Gera-Chemnitz, um die Vogelwelt der Haselbacher Teiche zu erleben. Der Exkursionsleiter, Jens Kippling, führte uns durch diesen Biotopverbund, bestehend aus eutrophen Teichen mit Verlandungszonen, extensiv beweidetem Grünland, Streuobstwiesen und vereinzelt stehenden alten Obstbäumen.
Das Teichgebiet besteht aus 16 Teichen, wovon sich acht auf Thüringer Gebiet befinden. Die ausgedehnten Schilfröhrichte bieten Brutplätze für Zwergtaucher, Rohrdommel, Rohrweihe und zahlreiche Entenarten. Zur Zugzeit finden hier viele Vogelarten Nahrung und Ruheplätze. Alle waren beeindruckt von der Artenvielfalt der Teiche. Die erstellte Artenliste mit 74 Vogelarten spricht für sich.
Der Naturschutzbund Altenburger Land hat die Thüringer Teiche seit dem Jahr 2004 in Pacht und bewirtschaftet sie sehr extensiv. Ziel ist die Wiederherstellung einer hohen Artenvielfalt durch langfristige Lebensraumverbesserung.

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Die Exkursionsteilnehmer bei der Vogelbeobachtung an den Haselbacher Teichen.


Nach den Haselbacher Teichen, machten wir einen kurzen Abstecher nach Altenburg in das naturkundliche Museum „Mauritianum“ Altenberg. Alle Anwesenden wünschten sich so ein helles und freundliches Museumsgebäude für Freiberg.

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Blessralle und Lachmöwe.
Fotos: KV Freiberg e. V.


Und noch einmal ging es ans Wasser. Wir verbrachten noch ein paar Stunden im NSG „Eschefelder Teiche“. Dort beobachteten wir das rege Treiben der Lachmövenkolonie und das ruhige Gleiten der Taucher und Enten, begleitet von dem Gesang der im Schilf versteckten Vögel.




Vortragsreihe



Auch 2010 wurde die 2002 initiierte Vortragsreihe fortgesetzt. Dabei wurde über die unterschiedlichsten Themen von der Wildkatze, den Fließwasserlibellen, der Orchideenregion Jena bis hin zum Naturschutz in der Agrar- und Kulturlandschaft und über die Besonderheiten der Flora und Fauna des Böhmischen Mittelgebirges, referiert. Eine Auswahl an Vortragsplakaten ist unter dem Text zu sehen. Die Zählung der verkauften Eintrittskarten hat ergeben, dass ca. 300 interessierte Freiberger und Naturfreunde aus der Umgebung bei den Vorträgen dabei waren.

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Fotos: © KV Freiberg e. V.