„Bioexkursion Klassen 6 zu Wald und Wiese in die Naturschutzstation Herrenhaide“

12./13. September 2017

Johanniskraut – eine Pflanze mit heilender und im Speziellen sogar mit lebensrettender Wirkung

An den genannten zwei Tagen hatten alle vier Klassen 6 ein Ziel: Wanderung nach Herrenhaide und in drei Gruppen jeweils das Wissen zu Wald, Wiese und Fledermäusen vertiefen. Herr Nötzold vom NABU, der Revierförster und ich als ehemaliger Biolehrer hatten die Aufgabenbereiche vorbereitet, um den Schülern beim Ausfüllen der Arbeitsblätter die richtigen Informationen zu liefern.

Am ersten Tag konnten wir unsere Rundgänge sogar bei Sonnenschein absolvieren und hatten das Glück, eine Eidechse, eine Blinschleiche und die Schmetterlinge Kohlweißling, Tagpfauenauge und sogar den Admiral zu beobachten. Wir haben heimische Pflanzen in eine Tabelle zu den Schichten des Waldes eingetragen und vor Ort den Unterschied zwischen Tanne und Fichte herausgearbeitet. Auch nach Exoten wurde im Arbeitsblatt gefragt und so haben wir Sumpfzypresse und Mammutbaum betrachtet und notiert. Die Aufgabe zu Pflanzenfamilien war schwieriger, da die meisten Schmetterlings-, Lippenblüten- und Kreuzblütengewächse nicht mehr blühen.
Aber zumindest die Frage nach im Gebiet vorkommenden Heilpflanzen konnten wir beantworten. Wir haben Spitzwegerich, Rainfarn und Johanniskraut gefunden. Und auch eine für Herrenhaide so typische Wiesenpflanze zählt zu den Heilpflanzen. Eine große Wiesenfläche, die nicht gemäht wird beherrscht der seltene Teufelsabbiss. Im Hochsommer ist die Fläche von den blau-lila Blüten übersät und lockt vor allem Schmetterlinge an. Der Name hat abergläubischen Ursprung. Die Wurzeln sehen aus, als wären sie (vom Teufel) abgefressen. Alter Überlieferung nach wurde sie im Mittelalter gegen Fieber, eitrige Wunden und sogar gegen die Pest eingesetzt.

Foto: Michael Schöne

Da es am zweiten Tag anfangs leicht regnete, hatten wir da mit der Tierbeobachtung weniger Glück. Die Pflanzen waren trotzdem zu erfassen und als im 2. Durchgang sogar die Sonne durchkam, wurde auch die Stimmung besser. Den aufkommenden Wind haben wir da nicht so lästig empfunden. Doch hier ist uns unsere Heilpflanze Johanniskraut zum großen Glücksbringer, vielleicht sogar Lebensretter geworden.

Wir haben diesmal eine andere Schneise im Wiesengelände gewählt um auch die Lärche als Nadelbaum genauer zu kennzeichnen. Ich wollte den Schülern auch die Möglichkeit geben, für ihre Sammlung, die am Zweig verbleibenden Zapfen zu sammeln. Eine mächtige Lärche, die sich in ca. 8 Metern Höhe in 2 Stämme teilt. Von dort aus haben wir auch die Besonderheit der Teufelsabbiss-Wiese erklärt. Ich hatte schon im Plan mit der Gruppe weiterzugehen, sah aber ein Exemplar eben jener Heilpflanze mit noch schönen gelben Blüten. So rief ich die Gruppe nochmals zusammen. Mitten in meinen Erklärungen gab es ein ohrenbetäubendes Krachen, einen dumpfen Knall. Die Hälfte dieser mächtigen Lärche war soeben neben uns in Sekundenschnelle zu Boden gegangen. Wir standen wie versteinert da! Dann haben wir erstmal genügend Abstand zum Rest des Baumes gesucht. Unser Glück war die Heilpflanze, denn sonst wären wir genau dort gewesen, wo der mächtige Baum niederging und die Krone einer Coloradotanne gleich noch mit gebrochen hat. Es ist kaum vorstellbar, dass 2 Lehrer und die 11 Schüler dort zu Schaden gekommen und vielleicht sogar erschlagen worden wären!

Ich denke die Gruppe wird dieses Ereignis immer mit der sonst so schönen Naturschutzstation Herrenhaide verbinden! Mir kommt jetzt am Abend dieses Tages das Erlebte noch ungeheuerlich vor und mir kommen visionäre Bilder, wie uns THW oder Feuerwehr aus dem Gewirr der Äste und unter dem Stamm heraussägen muss. Doch hatten wir eben einen kleinen Retter aber auch wie man so sagt, einen großen Schutzengel!

Konrad Schmidt


„Teufelsabbiss-Wiese“

3. September 2017


So im August in jedem Jahr geht es los – ganz wunderbar! Erscheinen die Blüten im lila Gewand, sind als Teufelsabbiss bekannt. Und eine Sage beschreibt es so: „Der Teufel war überhaupt nicht froh, dass ihre Heilwirkung sei so famos, drum biss er unten die Wurzeln los. Doch die Pflanze hat das nicht gestört, sie ist gewachsen und hat sich vermehrt.

Aber die Menschen, die haben‘s geschafft und raubten ihr die Lebenskraft! Durch Düngung der Wiesen und intensive Landwirtschaft, so dass Magerwiesen mehr und mehr verschwinden, seit dem sich immer weniger Teufelsabbisspflanzen finden.

Wir haben die Wiese gehegt und gepflegt, das hat viele Menschen dazu bewegt, in unsre Naturschutzstation zu gehen, um das Wiesenwunder zu sehen. Fast ganz in lila zeigt sie sich und als Kontrast in gelben Tönen, Insekten gibt es massenhaft und Schmetterlinge all die schönen finden unsre Wiese toll, auch Nektar und Honig sind wundervoll. – Sie fliegen ohne Unterlass – das zu sehen macht Riesenspaß.

Der Umweltminister, Fernsehen und Presse, zeigten für unsere Wiese Interesse, und durch ein Schild am Wiesenrand, wird sie mit Nr. 1 im Schmetterlingsprojekt bekannt. Und vielleicht wird es geschehen, dass noch viele solcher Wiesen entstehen. Dann kommen die bunten Falter zurück, bestimmt auch der goldene Scheckenfalter – na das wär ein Glück, denn wir dürfen nicht vergessen, dass seine Raupen nur am Teufelsabbiss fressen.

Doch der Teufel sitzt bestimmt zu Haus und reißt sich vor Wut die Haare aus, da Teufelsabbiss noch nicht ausgestorben ist … und in Herrenhaide sprießt.

Marion Luise Süß, 02.09.2017

Foto: Marion Luise Süß



„Fledermausnacht“

12. August 2017


13° C, Wind und Nieselregen ließen nichts Gutes ahnen, … und so kam es auch. Herbstlich anmutendes Wetter verhinderte Insektengewusel und somit fehlte das Nahrungsangebot für unsere heimlichen nächtlichen Jäger. – Aber, der Reihe nach! – Immerhin war das Interesse an den Fledermäusen groß und so kamen im Laufe des Abends vierzig Naturfreunde, um sich über unsere fliegenden Verwandten zu informieren.


Herr Nötzold, der das Fledermausmonitoring der NABU-Gruppe leitet, gab einleitend einen umfassenden Einblick in die Welt der Fledertiere. Von harmlosen Vegetariern und Blütenbesuchern über geschickte Ultraschalljäger bis zu blutsaugenden Vampiren reichte das Spektrum. Aber auch interessante Details, wie sich die Beutetiere dem Zugriff der Fledermäuse entziehen, waren zu hören.


Ein sehenswerter Film über das Leben der Fledermäuse mit einzigartigen faszinierenden Aufnahmen entschädigte für das ungemütliche Wetter. Der Film zeigte Aufnahmen von der Geburt und Aufzucht der winzigen Säuger in ihren „Wochenstuben“ sowie spektakuläre Aufnahmen von der Jagd nach Insekten.

Fotos: Jens Schubert

Mit Anbruch der Dunkelheit ging es mit einem Ultraschalldetektor auf Fledermaussuche an den Teich der Naturschutzstation. Die Fledermäuse ließen auch nicht lange auf sich warten, knapp über der Wasseroberfläche huschten Wasserfledermäuse (Myotis daubentonii) in hastigem Flug an den interessierten Gästen vorbei. Dabei fliegen sie regelmäßig feste Bahnen ab und ergreifen mit ihren verhältnismäßig großen Füßen Beutetiere von der Wasseroberfläche. Auch als es dann dunkel wurde, und die Fledermäuse nicht mehr zu sehen waren, konnten sie mit Hilfe des Ultraschalldetektors nachgewiesen werden.
Trotz der ungünstigen Witterung war es ein gelungener Abend und unsere schützenswerten kleinen Säuger haben bestimmt neue Freunde gefunden.


„Schmetterlingsnacht“

8. Juli 2017


Das Datum der Schmetterlingsnacht wird aus organisatorischen Gründen immer schon lange vorausgeplant, deshalb ist es jedes Mal spannend: Wie wird das Wetter sein? Dieses Mal war es ein Volltreffer, denn bei Temperaturen weit über 20 °C und einem wolkenlosen Sommer-himmel fanden sich in unserer Naturschutzstation über 60 Besucher ein.

Foto: Frank Nötzold

Um 20 Uhr eröffnete Marion Süß, die „Schmetterlingsbeauftragte“ unserer Gruppe, den Abend mit einem Rückblick ins vergangene Jahr. Welche Nachtfalter konnten wir damals bestimmen und wie ist ihre Bezeichnung? Und welche werden wir dieses Mal zu sehen kriegen?
Im Vorfeld hatten schon alle mit angepackt, um durch, sei es Aufstellen der Tische und Bänke, das Bereitstellen von Getränken und Knabbereien oder durch das Installieren der Lichtfänge, für eine gelungene Veranstaltung zu sorgen.
Doch auch in diesem Jahr brauchte es viel Geduld, bis sich die ersten Nachtfalter aus dem Dickicht der Bäume und Sträucher oder aus den Wiesenverstecken, hervorlocken ließen. Allerdings war im angrenzenden Waldstück erst einmal der „Tanz der Glühwürmchen“ zu bewundern. Erst später herrschte reges Treiben an den vorbereiteten Lichtquellen, um die verschiedenen Schmetterlingsarten zu bestaunen und zu fotografieren. Einige alte Bekannte waren darunter: z. B. die Gammaeule, die Zackeneule, der Blütenspanner oder der Geflammte Kleinzünsler. Auch ein Nesselzünsler, der im Licht fast goldgelb leuchtete, konnte fotografisch festgehalten werden und ebenfalls ein Ampferspanner. Bei anderen Schmetterlingen wird es eine Weile dauern, bis die genaue Bestimmung erfolgt ist.
Gegen 1 Uhr wurden die letzten Lichtfänge mit dem Gefühl: „Es hat sich wieder einmal gelohnt, eine Sommernacht im Freien zu verbringen“ abgebaut.

Marion Süß (Projektbeauftragte „Puppenstuben gesucht“)

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Fotos: © Marion Süß, Frank Nötzold, Jens Schubert


„Waldwissen vom Förster“

3. Juni 2017


Reges Interesse zeigten die Burgstädter an diesem Samstag, da es doch um „ihr“ Wäldchen, das Schwarzholz, ging. So Mancher war verwundert und vielleicht auch erbost, als er sah, dass neben dem Sportplatz in Herrenhaide plötzlich „Kahlschlag“ gemacht wurde. Zu allem vermeintlichen Unglück waren auch noch die wenigen verbliebenen Bäume Opfer eines Sturms geworden und hatten dabei Zäune zerstört und Gehwege blockiert. Auch die Mitglieder der NABU-Gruppe Burgstädt hatten sich Waldumbau irgendwie anders vorgestellt und fürchten um den Wasserhaushalt ihres wertvollen Offenlandes.
Kurzum, es gab Erklärungsbedarf. Die glückliche Fügung hierbei ist, dass der zuständige Förster, Herr Wolfram Schmidt, selbst aktiver Naturschützer im Naturschutzbund, uns seit Jahren traditionell einmal im Jahr einen Einblick in forstwirtschaftliche Belange gibt und dabei geballtes Waldwissen vermittelt.


Bevor es ab durch die Hecke ging, stand noch ein wenig Theorie auf dem Lehrplan. Dazu hatte Herr Schmidt verschiedene Karten des Zielgebietes mitgebracht, die beispielsweise die Artenzusammensetzung, die Bodenbeschaffenheit, das Kleinklima und die Wasser- bzw. Nährstoffverteilung der enthaltenen Teilflächen zeigten. Allein die Kombination dieser Aspekte zeigt die vielfältigen Anforderungen an eine nachhaltige und ökologisch verträgliche Forstwirtschaft.


Mit freundlicher Genehmigung des Staatsbetriebes Sachsenforst und unter strenger Aufsicht des Försters durfte die inzwischen aufgeforstete Fläche vorsichtig betreten werden. Hier angekommen, stellte Herr Schmidt als Erstes klar, dass es sich bei diesem Holzeinschlag per Definition um keinen Kahlschlag handelt, da die hier bearbeitete Fläche für diese Bezeichnung zu klein ist. Für die teilnehmenden Naturschützer war es deshalb gewissermaßen nur ein gefühlter Kahlschlag. Anlass für diesen Einschnitt war der geplante Waldumbau vom Fichtenforst zum Mischwald und die Möglichkeit der Förderung als Ausgleichsmaßnahme.

Inzwischen sah man schon die unzähligen Eichensetzlinge sprießen, die hier unmittelbar nach der Beräumung eingebracht wurden – für den Laien ein recht monotoner Anblick. Herr Schmidt konnte aber die Wissenslücken der Teilnehmer schnell schließen und erklärte, dass die Eiche als Lichtkeimer etwa fünf Jahre Vorlaufzeit braucht, um nicht von anderen Gehölzen überwuchert zu werden. Nur so lässt sich kurzfristig eine Mischwald-Struktur etablieren.
Weitere interessante Aspekte traten förmlich zu Tage, als uns Herr Schmidt an verschiedenen Stellen Einblick in die Bodenschichten gab. Hier wurde recht deutlich, welch große Unterschiede bei der Zersetzung von Laub- und Nadelstreu vorhanden sind. Außerdem wurde klar, dass bei einer flach wurzelnden montanen Baumart, wie der Fichte, auf unseren wechselfeuchten Lössböden keine ausreichende Durchwurzelung möglich ist. Die vom Sturm entwurzelten Bäume zeigten das sehr deutlich.

Die Fichten-Monokulturen in Verbindung mit der ungeeigneten Standortwahl führten freilich zu weiteren Problemen. Schlecht durchwurzelte Bäume sind in den Sommermonaten großem Hitzestress ausgesetzt und begünstigten die Besiedlung durch verschiedene Borkenkäfer, wie beispielsweise den Buchdrucker oder den Kupferstecher. Mit einem Schnitt entlang der Wachstumsschicht legt Förster Schmidt hier die typischen Fraßgänge dieser Holzverwerter und den Rüsselkäfer selbst frei. Den Käfern aber die Schuld am Verlust zuzuweisen, wäre töricht, denn sie sind lediglich die Vollstrecker einer gewinnorientierten Forstwirtschaft.

Fotos: RG Burgstädt

Inmitten einer herkömmlichen Fichtenplantage erläutert Herr Schmidt das Für und Wider von Rückegassen, zeigt die Grenzen der Technik, aber auch die von Rückepferden auf. Das Ziel müsse sein, struktur- und artenreiche Wälder mit Gehölzen aller Altersstufen zu schaffen, die einen ausreichend hohen Totholzanteil enthalten. Nutzholz wird in künftigen Wäldern nur noch durch gezielte Einzelentnahmen erfolgen und somit eine ökologisch verträgliche und kontinuierliche Waldentwicklung ermöglichen.
Die NABU-Gruppe Burgstädt bedankt sich ganz herzlich beim NABU-RV Erzgebirgsvorland und beim Sachsenforst, insbesondere bei Herrn Wolfram Schmidt, für drei Stunden Fachwissen aus erster Hand. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir im nächsten Jahr wieder gemeinsam unseren Lebensraum Wald erkunden dürften.

Jens Schubert (Wald-Pate)


„Ornithologische Exkursion im Amselgrund“

6. Mai 2017


Man durfte gespannt sein, wie viele Naturfreunde bereit sind, mit den Vögeln aufzustehen. Immerhin waren es dann 15 Teilnehmer, die das warme Bett gegen die recht frische Morgenluft und das neblige Wetter eingetauscht haben. Herr Schilde vom Verein Sächsischer Ornithologen hatte die Führung der Exkursion übernommen und sprach gleich nach der Begrüßung die schwierige Situation unserer Zugvögel an. Dabei ging es um den noch immer andauernden massenhaften Vogelmord in den Mittelmeerländern. Er wies darauf hin, dass es sich hierbei um eine von mehreren Ursachen für die rapide Abnahme unserer Wildvogelpopulationen handelt.

Noch ehe sich die Gruppe in Bewegung setzen konnte, waren schon einige Vogelstimmen, wie zum Beispiel die des Zilpzalp, der Kohlmeise oder der Ringeltaube zu vernehmen. Ein paar Schritte weiter, an der alten Mühle, konnte man in der Dämmerung erwartungsgemäß den Hausrotschwanz bei seinen morgendlichen Streifzügen beobachten. In den angrenzenden Gärten regte sich derweil auch schon das Leben. Ein Buntspecht zeigte sich und das Lachen eines Grünspechtes war zu vernehmen, auch ein Gartenrotschwanz wurde kurz gesichtet, um sich dann ganz gekonnt in einem Apfelbaum der Beobachtung zu entziehen. Kurz danach näherte sich die Gruppe der Chemnitz und man merkte, dass alle begannen, eifrig das darin liegende Blockgeröll abzusuchen. Und tatsächlich tauchte der gesuchte Vogel auf, die Wasseramsel. Sie teilt sich dort das Revier mit der Bachstelze und auch mit der Gebirgsstelze, die ebenfalls ins Blickfeld gerieten. Auf dem Weg zum Naturlehrpfad Markersdorf wurde es dann recht laut. Die „Schreihälse“ unter den Singvögeln versuchten wohl, das tosende Wasser der Chemnitz zu übertönen. Das Schmettern des Buchfinks wurde da noch vom Gesang des Zaunkönigs und der Mönchsgrasmücke übertönt. Wer in diesem Konzert auch noch das Rotkehlchen und die Gartengrasmücke heraushören wollte, musste sich schon ein wenig anstrengen. Am Flussufer suchten derweil Stockenten nach Nahrung.

Foto: RG Burgstädt

Nun hieß es, erst einmal Luft holen für den steilen Anstieg zum Hockstein, der mit seinen geschätzten 34 Tonnen Gewicht, recht instabil, hoch über der Chemnitz thront. Auf dem hier angelegten Naturlehrpfad wurde die Gruppe vom Trauerschnäpper, der Blaumeise und dem Kleiber begleitet. Das Rauschen der Chemnitz ist auf dem Lehrpfad nicht so präsent, deshalb war es auch möglich, den leisen Gesang des Sommergoldhähnchens zu vernehmen, das sich in den Wipfeln einiger Fichten versteckte. Auch die vielfältigen Strophen der Singdrossel konnte man weithin hören. Entlang des Pfades, der zugleich Rückweg zum Ausgangspunkt war, konnte man einige der soeben gehörten Stimmen noch einmal hören und sie sich vielleicht auch einprägen. Im Siedlungsbereich huschte auch eine Amsel durch die Laubstreu. Jetzt war die Gruppe wieder im Ort angekommen und die ersten Teilnehmer wollten sich gerade verabschieden, als sich ein großer Schwarm eleganter Flugkünstler zeigte, denn ganz offenbar gab es an dieser Stelle über der Chemnitz eine große Anhäufung von Insekten. Zuerst entdeckten die Beobachter die schnell und wendig umher schwirrenden Mauersegler, aber bald wurde klar, dass der Schwarm auch viele Rauch- und Mehlschwalben enthielt. So fand diese wirklich gelungene und sehr lehrreiche Veranstaltung einen erfreulichen Abschluss.

Die NABU-Gruppe Burgstädt bedankt sich ganz herzlich bei Herrn Schilde, der an diesem Tag wieder viel Wissenswertes aus seiner langjährigen ornithologischen Erfahrung vermitteln konnte!


Christel Römer mit silberner Ehrennadel des NABU Sachsen geehrt

7. Mai 2017


Die Naturschutzarbeit der letzten Jahre in der Region Burgstädt ist untrennbar mit dem Namen Christel Römer verbunden. Ihrer Initiative, ihrer Beharrlichkeit und ihrem Engagement ist es letztendlich zu verdanken, dass sich 2012 die Regionalgruppe Burgstädt gründete. Geleitet von dem Wunsch, sich für den Schutz der Natur in der Burgstädter Region einzusetzen, hat sie mit Ihrem Team begonnen, die Naturschutzstation Herrenhaide als Zentrum für Umweltbildung und praktische Naturschutzarbeit zu etablieren. Nachdem die Naturschutzstation durch einen Brand zerstört wurde, hat sie mit viel Enthusiasmus und Umsicht den Wiederaufbau begleitet. Heute erstrahlt die Station in neuem (alten) Glanz und bietet naturinteressierten Menschen interessante Veranstaltungen.

Als Vorsitzende der NABU-Regionalgruppe Burgstädt und Mitglied im NABU Landesverband Sachsen hat Christel Römer auch Verantwortung für ihre Gruppe, die Naturschutzstation und den NABU Sachsen übernommen. Im Landesvorstand wird ihr Engagement in der Region sehr geschätzt. Auch an der Gründung der NAJU Burgstädt und der Gründung einer NABU-Regionalgruppe in Topfseifersdorf war Christel Römer maßgeblich beteiligt. Mittlerweile hat sie sich als Ansprechpartnerin für andere Vereine, Bürger und Verwaltung einen guten Ruf erarbeitet, der wiederum zur Steigerung des Bekanntheitsgrades des NABU beiträgt und sich in steigenden Mitgliederzahlen für die Gruppe niederschlägt.

Für ihr vielfältiges Engagement im NABU Sachsen wurde Christel Römer im Rahmen der Mitgliederversammlung in Burgstädt am 7. Mai vom Landesvorsitzenden Bernd Heinitz mit der Silbernen Ehrennadel geehrt.


„Wildkräuter und essbare Wildpflanzen“

16. April 2017


Dieser Apriltag erfüllte wettermäßig alle Erwartungen. Zwischen Graupelschauern und Sonnenschein folgten insgesamt 15 Teilnehmer Herrn Schubert bei seiner botanisch-kulinarischen Exkursion durch die Naturschutzstation Herrenhaide. Mit Beuteln und Kräuterscheren bewaffnet ging es durch den Auwald.

Foto: RG Burgstädt

Schnell wurde klar, wer sich bei diesem Überangebot von frischen Kräutern und Blättern nicht zurückhält, hat seine Kräutermahlzeit schon komplett, bevor die Gruppe die ebenso ergiebige Wiese erreicht. Eifrig wurden Bärlauch, Scharbockskraut, Echte Nelkenwurz, Löwenzahn, Ausdauerndes Silberblatt, Giersch, Wald-Engelwurz und Blätter der Ahorne, Hasel und Birke eingesammelt. Am Waldrand fanden die Teilnehmer Brennnessel, Kletten-Labkraut, Schmalblättriges Weidenröschen, Wald-Storchschnabel, Hain-Veilchen, Wegwarte und Moschus-Malve.
Indessen erläuterte Herr Schubert, welche Pflanzenteile für das Sammeln überhaupt infrage kommen, welche Verwechslungsarten im Gebiet vorkommen und worauf es bei der Wildkräutersammlung und -zubereitung sonst noch ankommt. Beim Gang über die Wiese fanden die Besucher auch Spitzwegerich, Wiesen-Labkraut, Schafgarbe, Wiesen-Schaumkraut, Teufelsabbiss, Wiesen-Bärenklau und Gundelrebe.
Wer es riskierte, sich am Bach nasse Füße zu holen, hatte auch die Möglichkeit, das äußerst schmackhafte Bittere Schaumkraut zu verkosten und zu sammeln. Zuguterletzt konnten die Besucher einen Blick in die Literatur zum Thema werfen und bekamen entsprechende Buchempfehlungen, um sich für künftige eigene Kräuterspaziergänge wappnen zu können.


„Querbeet durch die Natur“

5. März 2017


Man konnte an diesem Sonntagnachmittag spüren, dass der Frühling noch ein wenig auf sich warten lässt. Die Lust auf Natur und ein paar Frühlingsboten zog dennoch 25 Interessierte in die Naturschutzstation.


Zu Beginn erfuhren die Gäste von Herrn Schallau (Bildmitte) allerhand Aspekte aus dem Leben der Bäume. Zur Veranschaulichung der inneren Strukturen hatte er Materialproben verschiedener Gehölze in die Runde gereicht. Die mehr oder weniger deutlich sichtbaren Jahresringe verraten nicht nur die Art des Gehölzes, so Herr Schallau, sie geben auch so manches Geheimnis über den Lebenslauf des Baumes preis. Klimaforscher nutzen diese dendrochronologischen Spuren beispielsweise, um in uralten Hölzern nach vergangenen klimatischen Ereignissen zu suchen.


Ein recht umfangreiches Thema war die Ordnung der Hautflügler. Hier am Insektenhotel erläuterte Herr Schallau die Lebensweise der zumeist solitär lebenden Wildbienen. Zu diesem Zweck hat er ein paar transparente Brutröhren installiert. Darin sieht man die sonst verborgene Brut der Bienen. Die Sitzgruppe am Wald wird schon seit Jahren von Roten Waldameisen in Beschlag genommen. Hier erfuhren die Teilnehmer, welch bedeutende Rolle die Ameisen im Ökosystem spielen und wie sie sich dabei mit ihrer enormen Biomasse in die Waagschale werfen. Ein Stopp an den in der Station installierten Bienenstöcken gab Herrn Schallau, der selbst Hobby-Imker ist, Gelegenheit, viele Fragen rund um das Thema Honigbienen zu beantworten. Die Besucher interessierten sich insbesondere für die Überwinterung, für die Reproduktion und die Lebenserwartung der einzelnen Kasten, sowie für das von den Bienen produzierte Antibiotikum Propolis.

Fotos: RG Burgstädt

Nach der kleinen Insektenkunde führte die Exkursion ins angrenzende Schwarzholz. Dort konnten die Teilnehmer am sogenannten Malbaum die Aktivitäten der Wildschweine nachvollziehen. Unweit davon befindet sich ein sehr alter Dachsbau. Auch dort verrieten die Spuren, dass der Grimbart aktuell Quartier bezogen hat.
Unterm Strich hatten alle Besucher einen lehrreichen und sehr vergnüglichen Sonntagnachmittag.


„Wolfstag“

5. Februar 2017


Der Vereinsraum war dem Ansturm von Besuchern nicht gewachsen. 35 Interessierte drängten sich dicht an dicht und mussten sich teilweise mit Stehplätzen begnügen, um dem Vortrag über die Rückkehr eines faszinierenden Tieres nach Deutschland folgen zu können. Als Gastreferenten konnten wir diesmal den NABU-Wolfsbotschafter Claus Hermann aus Reichenbach gewinnen, der zugleich Mitglied der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e. V. ist. Hier ein Schnappschuss vor Beginn der Veranstaltung:


Herr Hermann (im Hintergrund am Rechner) brachte die Teilnehmer schon im Vorfeld mit Anekdoten und Gags in Stimmung. Danach vermittelte er geballtes Wissen aus der Wildtierforschung. Er betonte die Einzigartigkeit der Forschungsergebnisse, die sich aus der Wiederbesiedlung durch den Wolf ergeben. Noch nie zuvor gab es es eine vergleichbare Möglichkeit, die Ausbreitung eines Wildtiers dermaßen exakt wissenschaftlich zu begleiten. So lässt sich beispielsweise über die Genanalyse genau feststellen welcher Wolf aus welchem Rudel stammt. Besenderte Wölfe zeigen uns den Weg, den sie genommen haben und bringen Erstaunliches zu Tage. Die Tiere frequentieren vorzugsweise Wildpfade, die ihre Ahnen bereits vor deren Ausrottung nutzten. Allerdings wird genau dieser Umstand vielen Wölfen zum Verhängnis, weil der Mensch diese uralten Wanderwege mit seinen Straßen zerschnitten hat und damit eine große Zahl an Verkehrsopfern fordert.

Fotos: RG Burgstädt

So interessant und faszinierend dieses Wiederbesiedlungsprojekt für die Einen ist, so beängstigend ist es für manch anderen. Zu tief verankert ist die Mär vom Rotkäppchen und dem „bösen“ Wolf in den Köpfen der Menschen. Dabei hat der Wolf eine ziemlich genaue Vorstellung von seiner Beute - und eines kann man sicher sagen: Großmütter und kleine Mädchen mit roten Kappen gehören nicht dazu. Kranke, schwache und wehrlose Tiere dagegen stehen ganz oben auf seinem Speiseplan. Zwischen Wild- und Nutztier, haben wir von Herrn Hermann gelernt, unterscheidet Isegrim dagegen nicht. Deshalb empfiehlt er Nutztierhaltern dringend, alle empfohlenen Herdenschutzmaßnahmen konsequent durchzuführen, insbesondere die Anschaffung von Herdenschutzhunden. In der Natur hingegen sorgt er gemeinsam mit anderen Beutegreifern durch gezielte Auslese für vitale Wildtierbestände. Die Freude über einen derart effizienten Jäger wird freilich nicht von allen Zweibeinern geteilt, denn neben den Nutztierhaltern sieht sich auch ein Großteil der Jägerschaft starker Konkurrenz ausgesetzt.

Den gesamten Umfang dieser außerordentlich interessanten Veranstaltung wiederzugeben, ist hier leider nicht möglich. Soviel sei aber noch gesagt: Herrn Hermann ist es gelungen, alle Teilnehmer in den Bann des Heimkehrers Wolf zu ziehen. Wir konnten viel über seine Gestalt, Lebensweise, Spuren und vor allem über seine Rolle im Ökosystem erfahren und möchten uns dafür ganz herzlich bei Herrn Claus Hermann bedanken!

Jens Schubert (Wolfpate)


„Spurensuche im Schwarzholz“

15. Januar 2017


Mit heftigem Schneesturm begann dieser Sonntagmorgen und ließ für die Veranstaltung nichts Gutes erahnen. Dennoch trotzten 18 Naturfreunde dem Wetter und wollten wissen, was sich im Schwarzholz so tummelt. Zwar begünstigt der Schnee teilweise die Spurensuche, aber der Neuschnee hatte auch vieles unter sich begraben.


Mit viel Spürsinn gaben aber dann einige Spuren doch ihre Verursacher preis. Es handelte sich dabei um die Trittsiegel von Fuchs, Reh, Eichhörnchen und Feldhase. Losung der Tiere war aufgrund der Witterung leider nicht zu finden. Aber nicht nur am Boden finden sich Hinterlassenschaften. So manches Vogelnest war in den unbelaubten Bäumen weithin sichtbar, unter Anderen das des Kolkraben und das der Singdrossel. Spechthöhlen waren allerorten zu sehen. Auch Insekten hinterlassen Spuren, wie beispielsweise der Buchdrucker, dessen Larven uns ihre wunderschön anmutenden Fraßgänge präsentierten.


Frau Brucke (3. v. l.) hatte die Spurensuche initiiert und führt hier die Besucher zum Bau des Dachses. Auch seine undeutlichen Spuren konnten eindeutig zugeordnet werden. Meister Grimbart selbst hatte sich indes in seinen Bau zurückgezogen, um vom Frühling zu träumen.

Fotos: RG Burgstädt

Der Holzbach zeigte sich an diesem Tag in bizarrer winterlicher Schönheit. Wir danken Frau Brucke und den interessierten Teilnehmern für diese gelungene Veranstaltung und freuen uns bereits jetzt auf eine ähnlich spannende Spurensuche im nächsten Jahr!


„Erfahrungsaustausch im Erlbachhof“

8. Januar 2017


Die Gründungsmitglieder der NABU-Gruppe im Erlbachhof Topfseifersdorf, Antje Heinemann, Renè Ziegenhagen und Jens-Martin Peukert hatten zum Erfahrungsaustausch geladen und zahlreiche Gäste waren gekommen. Neben einigen Mitbewohnern, Nachbarn, Bekannten und einer ökologisch arbeitenden Landwirtin, nahmen der Landtagsabgeordnete Wolfram Günther, Christel Römer vom NABU-Landesverband, Katharina Wagner, die Vorsitzende des NABU RV-Erzgebirge und einige Mitglieder der NABU-Gruppen Burgstädt und Rochlitz am Erfahrungsaustausch teil. Nach einer herzlichen Begrüßung im urigen Ambiente des alten Hofes konnten die Besucher bei einer kleinen Exkursion die Umgebung kennen lernen.


Zum Hof der Familie Heinemann/Ziegenhagen gehören unter anderem eine größere Aufforstungsfläche und eine beachtliche Brache, die von dichtem Erlenaufwuchs geprägt ist. Ein ökologisches Wirtschaftskonzept für diese Flächen wird derzeit diskutiert.


Fast ein wenig ungläubig schauten die Topfseifersdorfer, als Frau Brucke, Naturschutzhelferin im Landkreis Mittelsachsen, ihnen bestätigte, dass eine Baumfällung unmittelbar hinter dem Anwesen am Erlbach tatsächlich ein Werk des Bibers ist. Weitere Fraßstellen in der Nähe untermauerten den erfreulichen Spurenfund und gaben Anlass für die Planung einer gemeinsamen Biberexkursion.

Fotos: RG Burgstädt

Nach dem winterlichen Rundgang freuten sich die Teilnehmer über die wohlige Wärme des Herdes in der Wohnküche des Hauses. Bei Kaffee und leckerem selbstgebackenen Kuchen wurde nun fleißig diskutiert, was die Themen Naturschutz und Gründung einer NABU-Gruppe hergaben. Am Ende stand der feste Wille, eine weitere Einrichtung für den Umwelt- und Naturschutz zu etablieren und eng mit anderen Gruppen zusammenzuarbeiten.


„Wildkatzen und Basteln mit Kindern“

26. November 2016


Die Bewahrung der biologischen Vielfalt haben wir ganz oben auf unsere Fahne geschrieben. So ist es uns ein Bedürfnis Projekte zu unterstützen, die der Renaturierung dienen und zugleich der weiteren Verödung unseres Lebensraumes entgegen wirken.


In diesem Sinne war unser jährlicher Bastelvormittag diesmal ganz auf das Thema Wildkatzen ausgerichtet. Als Referenten und Umweltpädagogen hatten wir dazu die Eheleute Rosenkranz und Frau Werner vom Bund für Umwelt und Naturschutz zu Gast. Sie hatten neben jeder Menge Bastel- und Informationsmaterial auch Filme und Bilder im Gepäck. So erfuhren die sechs Kinder, deren Eltern und weitere Interessierte alles über die Lebensweise dieser heimlichen nächtlichen Räuber und wie man sie von ähnlichen Hauskatzen unterscheiden kann.


Anhand von Bildern aus der Überwachungskamera konnte Frau Werner zeigen, wie mit Lockstöcken, viel Fleißarbeit und Genanalysen Daten zu Felis sylvestris sylvestris erfasst werden. Beim Thema Wildkatzenschutz wurde wieder recht deutlich, wie wichtig Biotopvernetzung und strukturreiche, nutzungsfreie Wälder sind. Befürchtungen hinsichtlich zusätzlicher Einbrüche bei Vogelbeständen wurden dabei nicht bestärkt. Hier sind es nach wie vor die allseits beliebten Stubentiger, respektive deren Halter, die ganz erhebliche Schäden am Wildtierbestand verursachen. Ganz im Gegenteil – die kleinen Prädatoren sorgen durch natürliche Zuchtwahl langfristig für eine vitale Avifauna. Außerdem besteht die Hauptnahrung der Wildkatze aus Kleinsäugern und die Bemühungen der Naturschützer um Biotopvernetzung schaffen Lebensraum für alle Wildtiere.

Fotos: RG Burgstädt

Die NABU-Gruppe Burgstädt bedankt sich ganz herzlich bei den Referenten des BUND für die gelungene Veranstaltung und hofft auf eine langfristige gute Zusammenarbeit!


„Ornithologische Exkursion“

29. Oktober 2016


Das raue Herbstwetter konnte nur wenige Naturfreunde hinter dem Ofen hervor locken. Elf Unverdrossene wollten dennoch wissen, welche Vögel gerade auf dem Durchzug sind und Rast an den Eschefelder Teichen machen und folgten der Einladung Regionalgruppe Burgstädt.


Janine Kirchner (Bildmitte) und Philipp Wöhner (2. v. r.) von der NABU-Naturschutzstation Teichhaus Eschefeld gaben eine kurze Einführung in die Geschichte der Teichkette und in die Gewässerökologie. Anschließend führte uns Herr Schilde vom Verein Sächsischer Ornithologen durch das Gebiet und wies uns auf die zu sehenden Arten hin. Dabei wurden die jahreszeitlich sich sehr verändernden Bestimmungsmerkmale erörtert und das ebenfalls variable Zugverhalten besprochen.


Herr Schilde (2. v. l.) war, ebenso wie die anderen Teilnehmer, ein wenig von der Artenarmut enttäuscht. Er meinte, die Ursache dafür sei witterungsabhängig. Der Zug der Limikolen war bereits erfolgt und ein Wintereinbruch in nordischen Gefilden war noch nicht erfolgt. Das heißt, die Vögel verweilten zu diesem Zeitpunkt noch immer in ihrem Brutgebiet.
Zu beobachten gab es aber trotzdem eine große Zahl an Saatgänsen, viele Stockenten, einige Haubentaucher, Grau- und Siberreiher, Lach- und Sturm- und Sibermöven, Höckerschwäne, Kormorane, eine Blässgans und ein Kolkraben-Pärchen. Nicht zu vergessen - am Teichhaus gibt es eine beständige Kolonie von Haussperlingen.

Fotos: RG Burgstädt

Eine Augenweide fernab der Ornithologie fand sich auf der Wiese neben dem Teichhaus. Dort wurden offenbar Kanadische Pappeln gefällt und eine Streuobstwiese gestaltet. Das abgelagerte Holz war komplett vom Pappel-Schüppling befallen und bot einen ungewöhnlich schönen Anblick.
Die NABU-Regionalgruppe Burgstädt bedankt sich ganz herzlich für die Gastfreundschaft der Naturschutzgruppe Eschefelder Teiche und für die, wie immer, äußerst lehrreiche fachliche Unterstützung durch Herrn Schilde.


„Fledermausnacht“

9. September 2016



Eine laue Spätsommernacht weckte die Hoffnung auf spannende Stunden. So fanden sich insgesamt 33 Freunde der heimlichen nächtlichen Jäger gegen 20 Uhr in der Naturschutzstation Herrenhaide ein. Als Referent konnte die Regionalgruppe Burgstädt Herrn Marko Eigner vom Regionalverband Erzgebirge gewinnen. Er hatte neben einer enormen Menge Ausstattung auch viel wertvolles Fachwissen im Gepäck. Eingangs gab Herr Eigner einen Überblick über die Bestandssituation und die Gefährdung sächsischer Fledermauspopulationen. Dabei kamen auch so weitreichende Entscheidungen wie die an der Dresdner Waldschlößchenbrücke zur Sprache.


Schon in der Dämmerung konnte ein Teil der Besucher über dem Schwarzteich Große Abendsegler und Wasserfledermäuse beobachten. Danach wurde es erst einmal wieder still am nächtlichen Himmel. Jetzt war Gelegenheit, die Nahrung der fliegenden Säuger unter die Lupe zu nehmen. Nicht ohne Grund hatte Herr Eigner zwei Lichtfänge installiert. Sie dienten gewissermaßen als Referenz für die zu erwartenden Fledermäuse. Hier zeichnete sich dann auch ab, was sich im Weiteren bestätigte. Trotz einer Temperatur um die 16° C und eigentlich idealen Bedingungen, war der Anflug von Insekten sehr spärlich. Einen nicht unwesentlichen Einfluss auf diese Situation hatte sicherlich die anhaltende Trockenheit der letzten Wochen. Jeder hofft indes, dass es nicht schon die dramatischen Auswirkungen der mit Pestiziden verseuchten Umwelt sind.

Fotos: RG Burgstädt

Zu fortgeschrittener Stunde konnten die Detektoren sporadisch die Laute der Zwergfledermaus und des Großen Abendseglers aufzeichnen. Herr Eigner erläutert hier das Frequenzspektrum der einzelnen Arten anhand grafischer Darstellung und gibt die elektronisch gedehnten Lautäußerungen wieder. Dabei konnten sich künftige Fledermausschützer über die Vor- und Nachteile verschiedener Detektoren informieren.

Die Regionalgruppe Burgstädt bedankt sich ganz herzlich bei Herrn Eigner und seiner Familie für die große Mühe, die überaus interessanten Informationen und zahlreichen Tipps!
In der Folge dieser Veranstaltung plant die Gruppe, selbst im Fledermausschutz aktiv zu werden und auch Daten über die Bestandsentwicklung zu erfassen.


„Rundgang durch die Naturschutzstation“

28. August 2016


Der Spätsommer gab an diesem Sonntag nochmal alles. Bei über 30° C wagten sich immerhin 24 Naturfreunde auf die Wiese. Der Lohn der Anstrengung zeigte sich in Form eines einzigartigen Blütenmeeres – ein Anblick, den man anderen Ortes vergeblich sucht. Neben Gewöhnlicher Goldrute, Blutwurz, Sumpf-Schafgarbe, Wiesen-Wachtelweizen, Bunter Kronwicke und Wildem Majoran ist es der stetig anwachsende Bestand an Teufelsabbiss, der hier den Menschen und vor allem Insekten späte Freuden beschert.


Herr Schubert erläuterte den Besuchern die Ökologie dieser speziellen Offenfläche und konnte interessante Fakten zu den verschiedenen Blütenpflanzen vermitteln. Im Mittelpunkt stand allerdings der Teufelsabbiss, dessen Bestände intensivierter Landwirtschaft zum Opfer gefallen sind. Für Aufsehen sorgte beispielsweise die Hochrechnung der hier zu sehenden Einzelblüten. Sage und schreibe etwa hundertfünfzig Millionen Blüten dieses schönen Geißblattgewächses halten hier Nahrung für Insekten bereit.

Fotos: RG Burgstädt

Der Wunsch nach etwas Schatten führte die Teilnehmer an den Saum des Schwarzholzes, wo sich der Pilzlehrpfad der Naturschutzstation befindet. Hier konnte unser Mykologe, Herr Friese, die installierten Substrate und einen Teil der hier zu erwartenden Pilze zeigen, wertvolle Bestimmungstipps gab’s natürlich auch.

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Fotos: © Jens Schubert


„Wildgatterfest“

21. August 2016


Diesmal war der NABU im Wildgatter Oberrabenstein beim Förderverein des Tierparks Chemnitz zu Gast. Der Regionalverband Erzgebirge war mit einigen Informationsständen vertreten und auch die Regionalgruppe Burgstädt hat es sich nicht nehmen lassen, den Besuchern Wissen zu vermitteln.


Herr Friese und Familie hatten bereits am Vortag fleißig Pilze gesammelt und auch an diesem Tag noch so Einiges zusammengetragen. Nun war der Tisch reichlich gedeckt und man konnte viele Pilzarten genau unter die Lupe nehmen. Sogar Raritäten, wie der Satansröhrling (ein giftiger Vertreter seiner Gattung), waren hier zu sehen.

Fotos: RG Burgstädt

Frau Lindemann räumte indes mit den Mythen vergangener Jahrhunderte auf. Sie warb für mehr Toleranz gegenüber großen Beutegreifern und berichtete den Interessenten von der Wiederbesiedlung Deutschlands durch den Wolf. Besonders widmete sie sich den Fragen der Knirpse, die da lauteten: „Gibt’s hier Wölfe?“ oder „Können die mich beißen?“ Mit den Großen wurden dann eher Themen wie Nutztierhaltung, Populationsdichte oder Sozialverhalten diskutiert.


„Schmetterlingsnacht“

02. Juli 2016


Dieser Samstag begann mit großem Bangen, denn es schüttete streckenweise wie aus Eimern. Aber das Glück des Tüchtigen ereilte die Schmetterlingsfreunde gegen Abend. Der Himmel klarte auf und dem Flug der Insekten stand nichts mehr im Wege.


Zu Beginn begrüßte Frau Süß die 14 Teilnehmer im Vereinszimmer und wusste viel Interessantes über die Entdeckung der Metamorphose zu berichten. Danach ging es an den Aufbau der Lichtfänge.


„Mit Geduld und Spucke …“, so heißt es im Volksmund – und tatsächlich – die zweiflügeligen Plagegeister waren die Ersten, die sich am Licht blicken ließen. Aber bald schon flatterten die Schmetterlinge herbei. Neben einigen kleineren, schwer bestimmbaren Arten präsentierten sich auch richtige Schönheiten, wie das Grüne Blatt, der Schlehen-Spanner, der Gebüsch-Grünspanner oder der Mondvogel. Auch alte Bekannte, wie der Große Rindenspanner, der Weißbinden-Zahnspinner, die Hausmutter und der Vogelschmeiß-Spanner gaben sich die Ehre. Wer seinen Blick vom Lichtfang abwendete und schweifen ließ, konnte im Dunkel des Waldes unzählige Glühwürmchen entdecken. Dabei handelt es sich um den recht häufig vorkommenden Kleinen Leuchtkäfer.

Fotos: RG Burgstädt

Ein wenig müde, aber zufrieden machten sich die letzten Naturfreunde gegen 2 Uhr morgens auf den Weg nach Hause. Auch im nächsten Jahr werden wir uns wieder am Licht treffen und schauen, wie es um unsere Nachtfalter bestellt ist.

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Fotos: © RG Burgstädt


„Exkursion nach Satzung“

25. Juni 2016


An diesem Samstag hatten der Regionalverband Erzgebirge und die Regionalgruppe Burgstädt zu einer Stippvisite nach Satzung eingeladen. Fachlich begleitet wurde die Veranstaltung von Herrn Wolfgang Dittrich und Herrn Lutz Röder. Die Sonne meinte es wirklich gut mit den 14 Teilnehmern der Exkursion auf den Erzgebirgskamm, fast ein wenig zu gut. Denn ehe die Gruppe den höher gelegenen Grenzweg erreichte und den erfrischenden Wind zu spüren bekam, führte der Weg ein paar Kilometer über offene Wiesenflur. Die mit dem Marsch verbundenen Mühen wurden allerdings durch viele interessante Beobachtungen entlohnt.


Herr Dittrich, hier rechts im Bild, ist mit den örtlichen Gegebenheiten bestens vertraut und konnte daher den Wissensdurst der Naturfreunde stillen. Die größtenteils aus der Chemnitzer Region stammenden Teilnehmer lernten hierbei viele Arten der Frischwiesen des Gebirges kennen. Begleitet vom Duft der hier häufigen Bärwurz ging so mancher Falter ins Netz des Experten. Viele Vogelwicken-Bläulinge, Grünwidderchen, Kleine Heufalter und Schwarzspanner flatterten beispielsweise um die Gruppe. Kein Wunder, denn die Artenvielfalt der Bergwiesen ist enorm. Schlangen-Knöterich, Moor-Klee, Tüpfel-Johanniskraut, Wildes Stiefmütterchen, Blutwurz, Sumpf-Pippau, Kuckucks-Lichtnelke, Gewöhnliche Kreuzblume, Nachtviole, Vogel-Wicke, Acker-Veilchen, Sumpf-Kratzdistel, Harz-Labkraut, Wiesen-Margerite, Kleiner Klappertopf und andere Pflanzen bieten Lebensraum für zahlreiche Tiere. So konnten, begleitet vom Feldlerchen-Konzert, zum Beispiel Wiesenpieper, Rundaugen-Mohrenfalter, Baum-Weißling, Steinfliege, Kleiner Würfel-Dickkopffalter, Rotmilan, Ameisen-Sackkäfer, Waldeidechse und Larven des Kleinen Nachtpfauenauges beobachtet werden.


Nahezu auf dem Kamm des Erzgebirges besteht ein Teil der so genannten Kriegswiese aus einem Hochmoor. Hier findet man zwischen Kiefern, Rauschbeere und Heidelbeere sowohl das Schmalblättrige als auch das Scheidige Wollgras. Der Wechsel zwischen mehr und weniger vernässten Stellen ist ein idealer Lebensraum für die Ringelnatter, die hier erwartungsgemäß gesichtet wurde. Weniger selbstverständlich war die fast ständige Begleitung durch den Hochmoor-Gelbling, den praktisch alle Teilnehmer kennen lernen durften.

Fotos: RG Burgstädt

Mit einem aufziehenden Gewitter im Nacken machte sich die Gruppe dann eiligen Fußes auf den Heimweg. Trotz der Eile entgingen dem aufmerksamen Beobachte die Schönheiten am Wegesrand nicht. Mehlige Königskerze, Mauerpfeffer und Gamander-Ehrenpreis sagten: Auf ein Wiedersehen im Erzgebirge! Die NABU-Regionalgruppe Burgstädt bedankt sich herzlich bei Herrn Röder und Herrn Dittrich für diese gelungene Veranstaltung und freut sich auf weitere gemeinsame Unternehmungen!


„Exkursion in eine Bergbaufolgelandschaft“

29. Mai 2016


An diesem Sonntagmorgen kamen 24 Natur-
interessierte, um sich über die Gegebenheiten am Rochlitzer Berg zu informieren. Eingeladen hatten hierzu der Regionalverband Erzgebirgsvorland und die Regionalgruppe Burgstädt. Förster Wolfram Schmidt referierte eingangs über die vulkanische Entstehung des Berges an sich und konnte daraus auf die Geologie und Ökologie dieser Landschaft schließen. Die Teilnehmer erfuhren dabei viel über den bereits Jahrtausende währenden Gesteinsabbau und die Jahrhunderte alte Forstwirtschaft. Auch die vielfältige kulturelle Nutzung des Gebietes und der damit verbundene Einfluss auf die Natur war Thema dieser Einfürung.
Während des Rundgangs konnte man die Ausführungen des Försters gut nachvollziehen. Man wurde des recht großen Lärchenbestandes gewahr, konnte aber auch sehen, dass der allseits propagierte Waldumbau in vollem Gange ist. Sehr imposant präsentierten sich sowohl die stillgelegten, als auch die aktiven Steinbrüche, in denen der bekannte Rochlitzer Porphyrtuff abgebaut wurde und wird.


Herr Ralf Küttner, der Entomologe, erläuterte eingehend die Bedeutung diversen Totholzsubstrates und dessen verschiedenen Verfallsstadien auf das Ökosystem. Anhand einiger Käferfunde konnte er den Teilnehmern den Unterschied zwischen anpassungsfähigen Arten und regelrechten Nahrungsspezialisten zeigen. Interessant waren auch die Funde am und im Regenwasserteich in einem der Steinbrüche. Hier zeigt uns Herr Küttner die Puppe der größten heimischen Eintagsfliege und Ole Günther präsentiert eine der nicht so häufigen Falkenlibellen.

Fotos: RG Burgstädt

Die Regionalgruppe Burgstädt bedankt sich herzlich bei den Referenten des Regionalverbandes Erzgebirgsvorland für die gelungene Veranstaltung und die überaus interessanten Beiträge!


„Vogelstimmen im Schwarzholz und essbare Wildkräuter in der Naturschutzstation“

8. Mai 2016




Zu früher Stunde lud die Regionalgruppe Burgstädt und Herr Schilde (Bildmitte) vom Verein Sächsischer Ornitologen die Teilnehmer zur Exkursion ein. Trotz Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt folgten 20 Frühaufsteher dieser Einladung und wurden dafür mit einem regelrechten Vogelkonzert und tollen Beobachtungen entlohnt. Zu den Glanzlichtern des Rundganges zählten zweifellos das Verhören des Pirols, der sich aber leider etwas „wortkarg“ gab und die Sichtung von vier Ästlingen des Kolkraben, die von ihren „Rabeneltern“ liebevoll umsorgt wurden.

Fotos: RG Burgstädt


Gegen 10 Uhr begann die Kräuterwanderung mit Frau Friese. Auch für dieses Thema gab es über 20 Interessenten, die sich mit der Heilwirkung der Kräuter oder mit ihrer Verwendung in der Küche vertraut machen wollten. Ob Geißfuß, Schaumkraut oder Labkraut – alles wurde verkostet und die Erfahrungen darüber ausgetauscht. Nicht zuletzt wurde auch die Bedeutung der Wildkräuter als Alternative zu synthetisierten Lebensmitteln aus industrieller Landwirtschaft thematisiert.


„Hautflügler, Lurche, Kräuter und Pilze“

10. April 2016


Das trübe, feuchtkalte Wetter wollte dem Frühling noch keinen Raum geben, aber die Wanderfreunde vom Heimat- und Verkehrsverein Rochlitz haben sich unverdrossen auf den Weg in die Naturschutzstation gemacht, um sich hier über aktuelle Geschehnisse zu informieren.



Die insgesamt 40 Gäste erfuhren von Herrn Schallau (Bildmitte) allerhand Wissenswertes über unsere heimischen Hautflügler (Bienen, Wespen, Ameisen). Ob Lebenszyklus, Nahrung, Reproduktion, Brutpflege oder Bedeutung für den Menschen, alle Facetten wurden beleuchtet.
Herr Heinig führte die Besucher entlang der Gewässer und erläuterte die derzeitigen Aktivitäten der hier vorkommenden Lurche und Wasservögel.
Die botanisch Interessierten wurden von Herrn Schubert über das allerorten sprießende Grünzeug aufgeklärt und konnten sich gleichzeitig an den köstlichen Wildkräutern laben. Herr Friese, unser Pilzexperte, war mit einem Karton voller Pilzbrut angerückt, um das Substrat für den Pilzlehrpfad zu impfen und einzumieten.
Viele der Wanderfreunde waren das erste Mal in der Naturschutzstation Herrenhaide, aber die meisten von ihnen kommen sicherlich wieder.

Fotos: RG Burgstädt



NABU-Werbeteam in Burgstädt und Umgebung unterwegs

Das fünfköpfige NABU-Werbeteam ist zurzeit in Burgstädt und Umgebung unterwegs, um neue Mitglieder für den NABU zu gewinnen.
In der ersten Märzwoche hatte die NABU-Regionalgruppe Burgstädt das Team in die Naturschutzstation Herrenhaide eingeladen, um aktuelle Projekte vorzustellen. Die Gruppe betreut beispielsweise auf dem Gelände der Station eine Schmetterlingswiese und beteiligt sich damit am landesweiten Schmetterlingswiesenprojekt. Mehrere Bienenvölker sorgen für leckeren Honig, ein Pilzlehrpfad entsteht und Baumpflanzaktionen werden organisiert. Ein begehrtes Angebot gibt es für Schüler. Sie kommen zum „Unterricht im grünen Klassenzimmer“ in die NABU-Naturschutzstation.

Das NABU-Werbeteam informiert auf seiner mehrwöchigen Tour über diese Aktivitäten und macht Lust auf Natur, nicht nur vor der eigenen Haustür. Wer den NABU in der Region unterstützen möchte, kann das als aktives oder passives Mitglied tun. Die Mitgliedschaft im NABU ermöglicht beispielsweise freien Eintritt bei zahlreichen NABU-Veranstaltungen und in NABU-Naturschutzstationen deutschlandweit.

Das NABU-Werbeteam ist an seinen blauen Jacken mit NABU-Logo erkennbar. Jedes Team-Mitglied besitzt einen entsprechenden Werber-Ausweis. Bargeld wird nicht entgegengenommen.

Für Rückfragen in der NABU-Landesgeschäftsstelle: Telefon: 0341 337415-0

Foto: Uwe Schönberner

Öffnungszeiten der Naturschutzstation

Die NABU-Regionalgruppe Burgstädt lädt jeden dritten Samstag im Monat von 9 bis 15 Uhr zum Besuchersamstag in die NABU-Naturschutzstation Herrenhaide ein. Mitglieder und freiwillige Unterstützer treffen sich an diesen Tagen zum Arbeitseinsatz. Besucher sind auch an jedem ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr in der Station herzlich willkommen.


NABU-Veranstaltung in „Karstas kleinem Kino“

12. Februar 2016


An diesem Abend war das „kleine Kino“ in Penig gut besucht. Es hatten sich zahlreiche NABU-Mitglieder der Regionalgruppe Burgstädt, einige Lyrikfreunde der Umgebung sowie interessierte Leute aus Penig eingefunden. Außerdem durften wir Herrn Georg Steffens (Sensenlehrer) und seine Frau unter den zahlreichen Gästen begrüßen.

Fotos: RG Burgstädt


Es wurde der außergewöhnliche Naturfilm „Die Reise des Schmetterlings – Das Geheimnis des Monarchfalters“ gezeigt. Ein eindrucksvolles Zeugnis auf der einen Seite darüber, welche Wunder die Natur hervorgebracht hat und auf der anderen Seite, was der Mensch durch Raubbau an der Natur bewirkt.
Umrahmt wurde der Abend durch Informationen zum sachsenweiten Projekt „Schmetterlingswiesen“, welches auf die Erhaltung der Artenvielfalt gerichtet ist. Marion Süß (Schmetterlingsbeauftragte) vom NABU Burgstädt informierte darüber und gab dazu am Ende der Veranstaltung Info-Material aus. Außerdem unterhielt sie die anwesenden Gäste mit ihren selbstgeschriebenen Schmetterlingsgedichten. Am Schluss ergaben sich Gespräche und es wurden Fragen beantwortet.
An dieser Stelle möchten wir auch Karsta Hönicke, der Inhaberin des „kleinen Kinos“, für die liebevolle Ausgestaltung und Bewirtung des Abends recht herzlich danken.




„Spurensuche im Chemnitztal“

10. Januar 2016


An diesem Tag wandelte die Regionalgruppe auf den Spuren eines einst bis an den Rand der Ausrottung gebrachten Tieres. Frau Brucke, die als Naturschutzhelferin mit der Erfassung von Artdaten des Bibers an der Chemnitz beauftragt ist, führte die sechs erschienenen Naturfreunde am Fluss entlang von Köthensdorf nach Garnsdorf. Dabei konnten die Teilnehmer einige frische Fraßspuren an Gehölzen und auch Fällungen entdecken. Viel zahlreicher aber waren Spuren des vergangenen Jahres zu sehen. Offenbar hatte da der höhere Wasserstand zu mehr Präsenz der Nager geführt. Eine sogenannte Biberburg ist an diesem Flussabschnitt leider nicht zu finden.

Foto: RG Burgstädt


Im Schlick des Uferbereiches fanden sich die Trittsiegel einiger Tiere. Klar zu erkennen waren die Spuren des Fuchses, des Graureihers, des Rehs und des Waschbären. Entlang der gut erkennbaren Wechsel fanden sich dann auch die entsprechenden Losungen, ausgefressene Gehäuse von Weichtieren, aufgewühlte Bodenstreu und Kratzspuren an Ästen. Auch die Mündungen jeweils eines begonnenen und wieder aufgegebenen Fuchs- und Dachsbaues wurden entdeckt.

Insgesamt hatten alle Teilnehmer viel Spaß dabei, sich als Fährtenleser zu betätigen. Wir danken Frau Brucke für die wertvollen Tipps aus ihren Erfahrungen mit dem Bibermonitoring!


„Ornithologische Exkursion“

18. Oktober 2015


Ja, auch das kommt vor: Die Regionalgruppe Burgstädt lädt zur ornithologischen Exkursion und die „spektakulären“ Beobachtungen bleiben aus. Aber langsam! Beginnen wir am Morgen dieses etwas trüben, aber immerhin trockenen Tages. 11 Freunde der Avifauna fanden sich zur Veranstaltung ein und wurden im Teichhaus Eschefeld von Janine Kirchner und Philipp Wöhner herzlich empfangen. Bei Frühstückskaffee und Häppchen berichteten die beiden NABU-Mitarbeiter über ihre Tätigkeit und wussten auch sonst allerhand über die Geschichte des Teichhauses zu berichten. Dabei entstand spontan eine rege Diskussion und ein konstruktiver Erfahrungsaustausch. Am Ende stand der Wunsch, die guten Beziehungen zwischen den Mitarbeitern der beiden Naturschutzstationen weiter zu pflegen und auszubauen. Nach einer Besichtigung des Teichhauses ging es raus ins Feld.


An den Teichen angekommen, erlebten die Teilnehmer allerdings eine unangenehme Überraschung. Leider waren sämtliche Teiche abgelassen und Wasserflächen praktisch nicht vorhanden. Folglich konnten die sonst so zahlreich rastenden Wasservögel nicht beobachtet werden. Herr Schilde vom Verein Sächsischer Ornithologen konnte zumindest auf die wenigen überfliegenden Vögel hinweisen. Ein paar Kormorane, Saat- und Graugänse waren wohl noch auf der Suche nach Wasser, während sich in den verbliebenen Lachen ein paar Blässrallen tummelten. Eine Weile lang konnten Teichrohrsänger die Aufmerksamkeit der Beobachter auf sich ziehen. Die Rohrspatzen waren noch dabei, sich die nötigen Fettreserven für ihren beschwerlichen Weg ins afrikanische Winterquartier anzufressen.


Von den etwas spärlichen ornithologischen Ergebnissen ließ sich keiner der Naturfreunde entmutigen. Schließlich gibt es draußen immer etwas Interessantes zu sehen – frei nach dem Motto: Wer den Schopf-Tintling nicht ehrt, ist den Seeadler nicht wert!

Fotos: RG Burgstädt

Die Regionalgruppe Burgstädt bedankt sich ganz herzlich bei Frau Kirchner und Herrn Wöhner für die entgegengebrachte Gastfreundschaft und freut sich auf ein Wiedersehen im Oktober 2016 – dann freilich mit Wasser in den Eschefelder Teichen!


„Rundgang durch die Naturschutzstation“

23. August 2015



Ein ausgesprochen schöner Spätsommertag lockte viele Besucher in die Naturschutzstation Herrenhaide und die in Blüte stehende Teufelsabbisswiese bot eine beeindruckende Kulisse für alle Naturliebhaber. Aber auch tausende Insekten gaben sich ein Stelldichein, um noch einmal so richtig aufzutanken, bevor die Tage kühler werden.


Herr Schubert führte die Gruppen durch das blaue Blütenmeer und konnte dabei viele Fakten zur Ökologie der Frischwiesen vermitteln. Er appellierte an die Grundstückseigentümer, bunte Wiesen mit Artenvielfalt auch im eigenen Umfeld zu fördern, anstatt sich am Einheitsgrün des Nachbarn zu orientieren.

Fotos: RG Burgstädt

Naturschutz findet aber auch abseits der Wiese rund um den Eigenkompost statt. Da wo Brennnessel, Giersch und Co. wachsen, können auch Mensch und Tier gedeihen – hier die Raupen des Tagpfauenauges. Die Mitglieder der NABU-Regionalgruppe Burgstädt setzen mit der Pflege und dem Mahdregime ihrer „Schmetterlingswiesen“ auf die Vorbildwirkung und hoffen, auch Andere für die Erhaltung von Lebensräumen zu begeistern.


„Mit GPS am Blütenmeer“

22. August 2015


Nicht nur der erfolgreiche Wiederaufbau des Jagdhauses in der Naturschutzstation Herrenhaide ist Grund zur Freude. Das gesamte Areal der Station zeigte sich in den letzten Augusttagen 2015 in einer besonderen Blütenpracht. Die „Pflanzes des Jahres 2015“ – Gewöhnlicher Teufelsabbiss oder Succisa pratensis – verwandelt zu dieser Zeit die Wiesen in ein blaues Blütenmeer!

Einmal eine ganz andere Interessensgruppe hierher zu locken, war Absicht von André Teichmann, der am Sonnabend, dem 22.08.2015, einen Geocaching-Event in der Naturschutzstation organisierte. Geocaching ist eine reale Outdoor-Schatzsuche, bei der GPS-taugliche Geräte verwendet werden. Die Teilnehmer navigieren zu bestimmten Koordinaten und versuchen, dort einen Geocache, meist einen versteckten Behälter mit Log-Buch, zu finden. Die Vielfalt dieses Spieles zwischen Computer und realer Welt erschließt sich über einschlägige Internetseiten oder man fragt „Tante Wikipedia“ einmal danach …
In diesem speziellen Fall war zu einem einmaligen Treffen eingeladen, bei dem zunächst der Besuch der Station mit ihren Schmetterlingswiesen und die Besichtigung des Jagdhauses mit Führung angeboten wurden. Natürlich war auch der Eintrag in einem vor Ort noch zu suchenden Log-Buch möglich. Die anschließend auf der Geocache.com-Internetseite abgegebenen Kommentare lassen ahnen, wie eindrücklich bei den Geocachern dieser Event ankam. Einige waren sogar schon am darauffolgenden Sonntag in Familie noch einmal vor Ort!
Mit reichlich 40 Teilnehmern war das eine rundum gelungene Veranstaltung.

Hier einige Wortmeldungen

Einen wunderschönen Ort gesehen und dazu noch etwas gelernt – so mag ich das. Großen Dank

Vermutlich waren wir heute die Cacher, die am weitesten gereist waren. Wir waren unterwegs von Rügen zurück in den Süden (Bad Schönborn in Baden-Württemberg). Da wir eine Zwischenstation in Zwickau ansteuerten, viel uns dieser Event-Cache auf. … Wir hatten keine Ahnung, was uns da erwartet. Aber als wir ankamen, nett begrüßt wurden und dann den Naturpfad entlang gingen, waren wir absolut begeistert! Ein wirklich wunderschöner Ort, der zum Genießen einlud und nach einer langen Autofahrt (über 600 km) mehr als gut tat! Wir bewunderten die Natur und waren erstaunt, wie schön alles angelegt ist!

Vielen Dank für die Organisation. Wir waren sehr überrascht von dem schönen Stückchen Wald, dem Teich und der Blumenwiese ... Besonders toll war auch die Besichtigung des Waldhauses, was wieder sehr schön aufgebaut wurde. Die Kombination des Events war insgesamt eine super Idee.

Ich gebe ja zu, Natur ist schön, aber als Ingenieur tat es mir das Jagdhaus ein klein wenig mehr an. … Das Haus glänzt mittlerweile in allen Richtungen. Ich wünsche der ansässigen NABU-Gruppe weiterhin viel Erfolg und hoffe, dass das Haus nun noch viele Jahre strahlt.

Ohne diesen Event hätte ich dieses Idyll wahrscheinlich nie kennengelernt.

Schön anzusehen, wie nach der Brandkatastrophe hier alles wieder aufgebaut und schön hergerichtet wurde. … An den einzelnen Stationen gab es viel Interessantes zu entdecken und zu erfahren. Für mich war zum Beispiel neu, dass Kalmus (aus dem man guten Verdauungsschnaps herstellen kann) auch auf einer Wiese wächst. Bisher habe ich ihn immer nur in Teichen an Ufernähe gefunden. … Vielen Dank für´s organisieren und ausgestalten dieses schönen Events. Auch hier zeigte sich wieder einmal ein Vorzug unseres Hobbies, denn es wurde mir eine sehr schöne Stelle gezeigt, die ich so nie gefunden hätte.

Gegen Ende des Events schaffte ich es dann doch noch hier aufzutauchen. Nach kurzer Instruktion ging es auch schon los und etwas später stand ich auch schon im Log-Buch. Danke fürs zeigen. Ohne Event hätte ich diese „Perle der Natur“ wohl sonst nie zu Gesicht bekommen. Auch gab es viel zu sehen und zu lernen. Großes Danke fürs Ausrichten! Bis zum nächsten Mal.

Wie manch andere Cacher musste auch ich mir die Zeit von einer Schulanfangsfeier abknapsen. Aber es hat sich auch jeden Fall gelohnt! Ein schöner Ort und wie so oft gab es etwas zu lernen.

Wir haben heute mit Kind und Kegel diese nette kleine Runde absolviert ...wir haben uns sehr über dieses detaillierte Event gefreut! Danke sagen … mit kleinster Cacherin (laut Aussage der Veranstalter)

Vielen Dank für diesen Event … Hier hatte der Teufel nicht nur die Wurzeln abgebissen sondern auch meine Zeit (in C hat ein Bus auf mich gewartet). Idyllisches Kleinod die Anlage und wenn es passt, schauen wir nochmal mit unserem Mini-Cacher rein.

Übers Feld führte uns heute der Weg zu diesem Eventcache. Als wir unser Ziel erreicht hatten, fanden wir uns in einer herrlichen Umgebung wieder. Ein tolles Jagdhaus, nette Menschen und Natur pur. Selbst der kurze Weg zum Log-Buch war mit viel Liebe gespickt mit kleinen Infotafeln. Und dann der idyllische See mit dem verlassenen Boot. Der schönste Eventcache für mich! Vielen Dank fürs Herführen.


„Botanische Exkursion am Bahndamm“

12. Juli 2015


16 Teilnehmer trafen sich morgens an der Naturschutzstation Herrenhaide, um zu schauen, was die Botanik der Ruderalgesellschaften zu bieten hat. Erwartungsgemäß entdeckte die Gruppe allerhand Interessantes entlang des Weges, der von Agrar- und Weideflächen, Bahndamm, Hecken, Gärten, Bach und Wald gesäumt wird.

Foto: RG Burgstädt


Entsprechend vielfältig war die Flora, die neben heimischen Pflanzen zunehmend auch von Neophyten wie Riesen-Bärenklau, Sachalin-Knöterich und Schmalblättrigem Greiskraut geprägt wird. Anregenden Diskussionsstoff boten beispielsweise Acker-Gauchheil, Rundblättrige Glockenblume, die Gallen der Eichen-Gallwespe und Waldeidechsen, die sich angesichts der großen Zweibeiner schnell trollten.
Eine unschöne Tendenz ließ sich bei den landwirtschaftlich genutzten Flächen erkennen. Einerseits sind keine Randstreifen mehr vorhanden – alle Nutzflächen sind „auf Kante genäht“ – andererseits wurden Flächen überweidet und damit Arten vernichtet, die in den Jahren zuvor dort noch gefunden wurden.


„Bonsai-Ausstellung“

20. Juni 2015


Eine Veranstaltung mit ungewohntem Charakter verdanken wir dem Bonsai-Gestalter Reiner Kramer. Mit großem Aufwand und logistischer Unterstützung schaffte Herr Kramer viele Bäume im Miniaturformat heran, um sie den Besuchern zu präsentieren. Das recht durchwachsene Wetter verhinderte leider den erwünschten Besucheransturm.

Fotos: RG Burgstädt


Ob Eiche, Kiefer, Birke, Lärche, Buche oder verschiedene Ahorne, alles beugt sich den Händen des Meisters, dessen Schere und Fixierdraht. So entstehen über die Jahre mit viel Geduld kleine Kunstwerke, die die Anmut und Lebendigkeit ihrer großen Vorbilder widerspiegeln. Bei dieser Gelegenheit konnte Herr Kramer auch mit dem hartnäckigen Mythos der „Bonsaizucht“ aufräumen. Es handele sich schlicht um Gestaltung, klärte er auf.



Ein paar der wunderschönen Schalen mit den Miniaturbäumen wurden dann auch unter's Volk gebracht und erfreuen ihre neuen Besitzer hoffentlich für viele Jahre.


„Exkursion auf der Bärenbachwiese bei Olbernhau“

13. Juni 2015


Die Regionalgruppe Burgstädt hat sich an diesem Tag einer Veranstaltung des Regionalverbandes Erzgebirge angeschlossen. Gegen 8 Uhr trafen sich die Teilnehmer am Botanischen Garten in Chemnitz, um mit dem NABU-Bus und Gefolge die Reise ins Erzgebirge anzutreten.
Am Ziel angekommen – es handelt sich um mehrere vom NABU betreute Wiesen – führte uns Lutz Röder durch die Veranstaltung. Einleitend erläuterte er die Besonderheiten dieses montanen Ökosystems und die etwas verzwickte ökonomische Situation, verursacht durch ein in die Jahre gekommenes dort vorhandenes Flächendenkmal. Die Wiesen selbst boten den aus dem Raum Chemnitz stammenden Besuchern einen völlig ungewohnten Anblick, denn die Vegetation wird hier von Arten wie beispielsweise Bärwurz, Arnika, Kreuzblümchen, Blutwurz, Verschiedenblättriger Kratzdistel, Grünlicher Waldhyazinthe, Wald-Läusekraut, Kleinem Klappertopf, Breitblättriger Fingerwurz und Acker-Witwenblume geprägt. Der Vegetation entsprechend waren allerhand Gliederfüßer wie Grünwidderchen, Panther-Spanner, Grüne Huschspinne, verschiedene Pflanzen-Wespen, Bergmatten-Spanner, Zottiger Getreidekäfer, Schwarzspanner und Breitbinden-Labkrautspanner. Die einschürige Mahd durch den NABU sorgt hier für Erhaltung des Artenreichtums.

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Fotos: © RG Burgstädt

An die Exkursion schloss sich noch ein Abstecher zum Schwartenberg an. Wir hofften, dort einige Falter, insbesondere den Schwalbenschwanz, fliegen zu sehen. Wegen eines heraufziehenden Gewitters wurde dieser Wunsch leider nicht erfüllt. Die Teilnehmer trösteten sich daraufhin mit einem Imbiss auf der Terrasse der Schwartenbergbaude und einem fantastischen Rundumblick auf' das Erzgebirge.

Wir möchten dem Referenten Lutz Röder für den sehr interessanten Tag sowie für seine Dienste als Chauffeur danken und hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder gemeinsame Veranstaltungen durchführen!


„Schmetterlingstag“

6. Juni 2015


Im Rahmen des sachsenweit ausgerufenen Projektes „Schmetterlingswiesen“ hatte die Regionalgruppe Burgstädt zum Schmetterlingstag geladen. Diesmal konnten unsere Besucher ausschlafen, denn der Beginn war auf 14:00 Uhr angesetzt. Dafür haben wir uns es nicht nehmen lassen, mittels Lichtfang bis 01:00 Uhr morgens nachtaktive Insekten aufzuspüren. Bis dahin konnten die Besucher die artenreichen Wiesen der Naturschutzstation Herrenhaide in Augenschein nehmen und sich über ökologische Zusammenhänge informieren, die größtmögliche Vielfalt an Insekten, insbesondere Schmetterlingen, versprechen.

Der 6. Juni war ein recht heißer Tag und so kam es, dass sich die Tagfalter nicht in dem Maße die Ehre gaben, wie wir es erwartet hatten. Es flogen die üblichen Verdächtigen, wie beispielsweise Tagpfauenauge, Großer Kohlweißling, Zitronenfalter, Landkärtchen und Hauhechel-Bläuling. Also setzten wir unsere Hoffnung in den Lichtfang. Nach einem zünftigen Abendessen wurden wir bei unserem Vorhaben fachlich und technisch von Frau Schüppel und Herrn Böttger unterstützt. Ein beleuchtetes Tuch wurde unter dichten Baumkronen gespannt und eine Ampel aus Schlauchmaterial wurde am Waldrand installiert. Kaum war die Dunkelheit herein gebrochen, ging auch schon das Gewusel an den Lichtquellen los. In Erwartung der Nachtfalter staunten alle Teilnehmer, wie viele andere Insekten ebenfalls das Licht suchten. So kamen neben den Faltern auch viele Käfer, Zweiflügler und sogar Hautflügler ans Licht.

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Fotos: © RG Burgstädt

Die etwa 15 Teilnehmer des Lichtfangs hatten einen sehr lehr- und erlebnisreichen Abend, an dem viel gestaunt und auch gelacht wurde. Alle waren sich darüber einig, dass es im nächsten Jahr wieder eine solche Veranstaltung geben sollte.

Wir danken an dieser Stelle Frau Cordula Schüppel und Herrn Lutz Böttger für die Unterstützung und würden uns sehr freuen, wenn wir im Folgejahr wiederum solch tatkräftige Hilfe bekämen!


„Naturschutz und Forstwirtschaft“

24. Mai 2015


Im fünfzigsten Jahr des Bestehens des Naturschutzgebietes um die Rochsburg unternahm die Regionalgruppe Burgstädt gemeinsam mit dem Regionalverband Erzgebirgsvorland eine Exkursion ins Mittlere Muldental. Als Referenten konnten wir wieder einmal Förster Wolfram Schmidt vom Sachsenforst gewinnen. Und ein Gewinn ist Herr Schmidt allemal! Er ist nicht nur ein wandelndes Waldlexikon und kennt sich aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit mit geschichtlichen Zusammenhängen aus, nein, er ist im Herzen auch Naturschützer.

Fotos: RG Burgstädt


So konnten die etwa 20 Teilnehmer der Veranstaltung viel Interessantes über die historische waldwirtschaftliche Nutzung des Gebietes erfahren. Große Teile des heutigen NSG waren sogenannter Niederwald, der hauptsächlich den enormen Brennstoffbedarf decken sollte. Aber auch der Nutzung als Fichten-Hochwald war kein Glück beschieden. Deutlich erkennbar sind die kränklichen Reste der Monokultur einer gebietsfremden Baumart. Aber es ist Land in Sicht. Der Waldumbau hin zu heimischer Vielfalt und längeren Umtriebszeiten wird von Forstwirten mittels gezielter Einschläge voran getrieben.



Auf dem Weg durch's Muldental trafen wir auf einige Pflanzen, die man sonst nicht so häufig sieht. Nahe der Rochsburg blühten größere Bestände der Schwarzen Teufelskralle. Auf den Felsplateaus wuchsen Pechnelken und Kleines Habichtskraut. Im Tal fanden wir die Gewöhnliche Schuppenwurz. Leider breiten sich aber auch invasive Neophyten entlang des Flussufers aus. Japanischer Staudenknöterich, Drüsiges Springkraut und Brauner Storchschnabel dominieren große Flächen.

Erfreulich: Wir fanden auch Biberspuren.

Unser Dank geht an Förster Wolfram Schmidt, der den Teilnehmern einen wunderschönen und sehr lehrreichen Tag beschert hat! Vielleicht dürfen wir ja im nächsten Jahr wieder von seinem Erfahrungsschatz profitieren.


„Honig entsteht nicht im Supermarkt“

17. Mai 2015


Eine ausgesprochen gelungene Informationsveranstaltung fand Mitte Mai in der Naturschutzstation Herrenhaide statt. Herr Mathias Kramer vom Bienenzüchterverein Burgstädt hat den etwa 30 Besuchern sehr anschaulich die Arbeit des Imkers erläutert.
Das Thema Imkerei ist sehr breit gefächert und musste daher von vielen Seiten beleuchtet werden. Für interessierte Neueinsteiger hat Herr Kramer allerhand Utensilien mitgebracht. So konnte man sämtliche Materialien und Produkte genauestens in Augenschein nehmen und auch anfassen und ausprobieren. Neben der Wissensvermittlung wurde freilich auch viel gelacht, denn Herr Kramer versteht es hervorragend, die aus menschlicher Sicht etwas eigenartigen Verhaltensweisen, Verwandschaftsverhältnisse, Hygienemaßnahmen, Sexualpraktiken oder architektonischen Künste der staatenbildenden Hautflügler zu beschreiben.

Fotos: RG Burgstädt


Weniger lustig, dafür aber umso wichtiger waren die Ausführungen über die Bedeutung der Honigbiene Apis mellifera carnica für den Menschen. Hier ging es um die nicht unwesentliche Bestäubungsleistung für die Landwirtschaft und um die nicht abzuschätzenden Gefahren, die vom zunehmenden Gebrauch von Pestiziden ausgehen. Herr Kramer zeigte anhand von Rechenbeispielen, in welch extremer Verdünnung derartige Gifte die Bienen noch töten. Er ermahnte seine Zuhörer eindringlich, auf jeglichen Pestizideinsatz zu verzichten und speziell auch in der Imkerei keine synthetischen Produkte zu verwenden.



Für diesen tollen Intensivlehrgang in Sachen Imkerei möchten wir uns ganz herzlich bei Herrn Kramer bedanken! Wir hoffen, seine zwei Bienenvölker in der Naturschutzstation bringen ihm einen guten Ertrag und freuen uns schon auf den diesjährigen Teufelsabbiss-Honig.
An dieser Stelle sei auch noch einmal erwähnt, dass die seit 2014 etablierten Bienen und der besondere Honig des Teufelsabbiss' bereits zum Gegenstand eines erfolgreichen „Jugend forscht“-Projektes wurden.


„Vogelstimmen-Exkursion“

10. Mai 2015


Zu früher Stunde fanden sich 13 Freunde der Avifauna ein, um mit Herrn Schilde vom Verein Sächsischer Ornithologen dem Morgenkonzert der Vögel zu lauschen, ihr Verhalten zu studieren und viel Interessantes aus erster Hand zu erfahren.
Schon die einleitenden Worte von Herrn Schilde machten deutlich, dass es durchaus nicht selbstverständlich ist, dass alle Brutvögel ihr hiesiges Brutgebiet unbeschadet erreichen. Neben zahlreichen natürlichen Gefahren und Hindernissen sind es vor allem südeuropäische und nordafrikanische Wilderer, die den Vögeln mit schier unendlich langen Fangnetzen nachstellen, um sie in der dortigen Gastronomie als „Delikatessen“ verkaufen zu können.

Foto: RG Burgstädt


Trotz der genannten prekären Situation konnten wir auf unserem Weg durch das Schwarzholz viele Arten registrieren. Allerorten begleitete uns der Gesang des Buchfinks, des Rotkehlchens, des Zilpzalps und der Mönchsgrasmücke. Hier und da stimmten aber auch Winter- und Sommergoldhähnchen, Kohlmeise, Fitis, Trauerschnäpper, Star und Blaumeise ins Konzert ein. Selbst ein Kuckuck und ein Pirol waren zu vernehmen. Dort wo die inzwischen dicht belaubten Baumkronen einen Blick zum Himmel frei gaben, konnte man den Rotmilan, den Mäusebussard und Rabenkrähen bei der Nahrungssuche beobachten. Im Geäst und an den Stämmen der Bäume fanden wir Buntspecht, Kleiber, Ringeltaube, Baumläufer und Eichelhäher. Amseln durchsuchten die Bodenstreu nach Fressbarem, während der Zaunkönig wieselflink durch's Reisig huschte. Auf dem Rückweg in die Naturschutzstation ging es durch die offene Feldflur. Hier beobachteten die Teilnehmer ein Pärchen Kolkraben bei akrobatischen Flugmanövern. Aber auch Feldlerchen, Rauchschwalben, Goldammern und ein Turmfalke wurden gesichtet. In der Naturschutzstation angekommen, erfreute uns noch ein Graureiher mit majestätischem Überflug.

Die NABU-Regionalgruppe Burgstädt bedankt sich ganz herzlich bei Herrn Schilde für die – wie immer – außerordentlich interessante Exkursion!


„Frühblüher und essbare Wildpflanzen“

26. April 2015


Angenehmes Frühlingswetter lockte insgesamt 15 Naturfreunde zur botanischen Exkursion. Fast alle Wildkräuter zeigten zumindest ihre Triebspitzen, sodass wir jede Menge Gesprächsstoff hatten.

Fotos: RG Burgstädt


Während die einen Kräuter die Gemüter allein durch ihre Blütenpracht erhellten, dienten die Anderen auch dem Verzehr. Erneut wies Herr Schubert darauf hin, wie töricht es doch sei, der allgemeinen „Unkraut“-Hysterie zu verfallen und Löwenzahn, Brennnessel, Giersch und Co. aus dem eigenen Garten zu verbannen. Schon mit ein wenig Artenkenntnis bietet uns die heimische Natur eine Fülle an Vitalstoffen und erspart uns so manchen Gang in die Apotheke, so Schubert.



Noch während die Diskussion über Verwendung, Verarbeitung und Haltbarmachung des Grünzeugs in vollem Gange war, konnte Herr Friese die Kleinsten unter den Besuchern für eine praktische Tätigkeit gewinnen. Er zeigte den Kindern, wie man ausgewählte Hölzer mit Dübeln aus Pilzbrut beimpft. Anschließend wurde das Substrat an einer schattigen, feuchten Stelle eingemietet um dort über den Sommer reichlich Pilzmyzel bilden zu können. Im Herbst – so hoffen alle – werden diese Stubben dann unseren Pilzlehrpfad bereichern.


Einsatz des Burgstädter Wandervereins in der Naturschutzstation Herrenhaide

16. April 2015


Die fleißigen Helfer des Wandervereins Burgstädt haben den Weg gefegt, Holz gehackt und aufgestapelt, die Raufe gestrichen, Äste von der Wiesenfläche in den Waldbereich getragen, eine Lagerstätte für Pilzbrut hergerichtet ein Insektenhotel aufgestellt und einen recht wiederspenstigen Wurzelstock ausgegraben. Die anschließende wohlverdiente Brotzeit konnte bei Sonnenschein im Freien eingenommen werden. Zum Schluss gab`s eine Extra-Führung von Wolfgang Heinig.
Wir Mitglieder der NABU-Regionalgruppe Burgstädt bedanken uns sehr herzlich für die große Hilfsbereitschaft der Wanderfreunde ebenso wie für die erfrischende Fröhlichkeit und Gastfreundlichkeit des Wandervereins Burgstädt.

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Fotos: © RG Burgstädt


„Laichzeit der Amphibien“

29. März 2015


Der ersehnte Regen, der das explosive Laichen der Erdkröten einleitet, setzte erst am Tag der Exkursion ein. So ließen sich leider nur vereinzelte Kröten bzw. Paare in Umklammerung bei ihrer Wanderung beobachten. Trotzdem bekamen die insgesamt 16 Teilnehmer interessante Aspekte zu sehen.

Fotos: RG Burgstädt


In einem Tümpel fanden wir einige Laichballen des Springfrosches. Im Tümpel daneben hatten die Grasfrösche große Mengen Laich abgelegt. Dort fanden wir dann auch verschiedene Schnecken, darunter die Spitze Sumpfdeckelschnecke, die den Interessierten häufig unbekannt ist.



Im Uferbereich des Schwarzteiches waren unzälige Grasfrösche aktiv, aber auch einige tote und verletzte Tiere waren zu sehen. Verursacher dessen sind höchstwahrscheinlich Graureiher, deren Kotspuren ebenfalls zu finden waren.


„Winterspaziergang“

28. Februar 2015


Auf Schnee mussten wir zum Winterspaziergang verzichten, dafür bekamen die 16 Teilnehmer umso mehr Frühlingsboten zu sehen und zu erahnen.

Fotos: RG Burgstädt


Frau Friese (2. v. r.) führte durch die Naturschutzstation und verwies allerorten auf frisches Grün und auch auf bereits blühende Pflanzen. Während Schneeglöckchen bereits ihre Hauptblühphase hinter sich hatten, Scharbockskraut und Buschwindröschen sich noch nicht zeigen wollten, öffneten Leberblümchen und Kornelkirsche gerade ihre Knospen.



Großes Interesse fanden Frau Friese's Informationen zur Verwendung der Pflanzen in der Küche, in der Naturheilkunde oder als Farbstoff für Textilien. Herr Friese (l. im Vordergrund) erläuterte indes die umfangreichen Verwendungsmöglichkeiten von Pilzen.


Frühjahrsputz

21. Februar und 21. März 2015


Der schwache Winter gab die Regie fast nahtlos ans Frühjahr ab und ebenso gleitend ging die Arbeit der Regionalgruppe Burgstädt weiter. Wie jeden dritten Samstag im Monat, traf man sich auch im Februar und März wieder, um die Naturschutzstation für die anstehenden Veranstaltungen zu wappnen. Es mangelte weder an Aufgaben noch an fleißigen Helfern.
Ein baufälliger Geräteunterstand konnte entrümpelt, abgerissen und neu errichtet werden. Die Inneneinrichtung des wieder aufgebauten Obergeschosses im Waldhaus wurde durch gespendetes Mobiliar ergänzt. Ein großer Teil Arbeit entfiel auf das Stutzen der Heckensäume, die sich nach und nach der Wege bemächtigt hatten. Wie jedes Jahr wurde die Drainage zur Ableitung landwirtschaftlicher Nährstoffe nachgebessert und die Landschaftsgestaltung der Maulwürfe beseitigt, um die Mähtechnik des NABU zu schonen. Die Pilzbruten des Lehrpfades bekamen Schilder, die uns freundlicherweise vom Botanischen Garten Chemnitz zur Verfügung gestellt wurden.
Die Fällung dreier kränkelnder Exoten wird nun wieder ein Stückchen unserer wertvollen Offenfläche frei geben und künftige entomologische Projekte begünstigen. Eines dieser Projekte fand im vorigen Jahr seinen Höhepunkt in der Ernte und Verkostung des Teufelsabbiss-Honigs und wurde Anfang dieses Jahres durch den Sieg dreier Gymnasiastinnen bei einem „Jugend forscht“-Projekt zu diesem Thema gekrönt. Die drei Schülerinnen berichteten uns nach einem zünftigen Mittagessen von ihrem Erfolg.
Weiterhin wurden alle Nistkästen auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft und ungefiederte Gäste von der Notwendigkeit des Umzugs überzeugt. Im neuen Geräteunterstand wurde der Boden mit Mineralgemisch aufgefüllt und der Platz vor dem Waldhaus mit Splitt geebnet. Neben dem Unterstand fanden zwei neue Auffangbehälter für Regenwasser ihren Platz. Dieses Wasser speist in Trockenzeiten einen kleinen Tümpel im Nordostgelände. Einem Zufluss des Schwarzteiches wurden die Kanalrohre entnommen und gleichzeitig ein kleines Absetzbecken geschaffen.
Beim Begradigen der Offenfläche traten verschiedene Ameisenvölker in Erscheinung, die wir künftig ebenfalls in den Fokus der Öffentlichkeit stellen möchten. Hierfür suchen wir nun einen Gönner, der uns eine Ameisen-Schautafel sponsert.
Nicht zuletzt haben die drei Schülerinnen in Eigeninitiative erfolgreich eine Entrümpelungsaktion im Umfeld der Naturschutzstation gestartet und der Wanderverein Burgstädt hat uns wochentags mit einem Arbeitseinsatz tatkräftig unterstützt.

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Fotos: © RG Burgstädt


„Spurensuche im Schwarzholz“

11. Januar 2015


Fünfzehn Naturfreunde folgten am 11. Januar der Einladung zur gemeinsamen Spurensuche im Schwarzholz. Das Wetter war, vom stürmischen Wind mal abgesehen, eher frühlingshaft. Das heißt, frischer Schnee war uns leider nicht beschieden. Trotzdem konnten die aufmerksamen Spurensucher allerhand tierische Hinterlassenschaften entdecken.

Foto: RG Burgstädt


Die Losung des Fuchses fanden wir beispielsweise an drei Stellen. Auffällig dabei, er setzt seinen Kot erhöht ab, um die Geruchsverbreitung seiner Reviermarkierung zu begünstigen. An anderer Stelle hat Reineke Fuchs die Umzäunung einer Schonung untergraben.
Rund um den Malbaum der Wildschweine waren keine Spuren jüngeren Datums zu sehen. Statt dessen aber sah man aber die Behälter mit Lockstoff, die die Jägerschaft gleich im Wald liegen lässt.
Der alte Dachsbau war von einigen Latrinen gesäumt, ein Eichelhäher hat uns eine kleine Feder beschert, Fraßspuren von Eichhörnchen waren allerorten zu sehen und diverse Spechte hatten das Totholz traktiert. Nicht zuletzt fanden wir auch die Exkremente des Baummarders.


„Jahresversammlung“

30. November 2014


Ende November war es wieder an der Zeit, Bilanz zu ziehen. Acht Mitglieder der Regionalgruppe, zwei Vertreter vom Vorstand des Regionalverbandes Erzgebirge und drei Unterstützer kamen zur Jahresversammlung. Geladen hatte die Vorsitzende, Frau Römer, in das Waldhaus der Naturschutzstation Herrenhaide. Auf dem Foto ist erkennbar, dass die Restaurationsarbeiten im Innenbereich zu diesem Zeitpunkt noch in vollem Gange waren.
Einleitend wurden Fotos von der Brandstiftung und vom Wiederaufbau des Waldhauses gezeigt. So konnten die Teilnehmer dieses düstere Kapitel noch einmal Revue passieren lassen.

Foto: RG Burgstädt


Sehr erfreulich hingegen fiel der Blick auf die geleistete Vereinsarbeit aus. Keine der geplanten Veranstaltungen musste ausfallen, im Gegenteil, es wurden spontan weitere Aktivitäten durchführt. Zur Erweiterung unseres Spektrums seien an dieser Stelle nur die Einrichtung eines Pilzlehrpfades und die Etablierung zweier Bienenvölker genannt, deren dritte Tracht uns einen ganz besonderen Teufelsabbiss-Honig bescherte. Auch einen Besucherrekord kann die Regionalgruppe in diesem Jahr verzeichnen. Einschließlich der insgesamt 325 Schüler, die unser Grünes Klassenzimmer nutzten, konnten über 1.000 Besucher registriert werden.
Aufgrund der gewachsenen Mitgliederzahl wird sich im Jahr 1015 auch die Zahl der Veranstaltungen auf 16 erhöhen. Die nächste Jahresversammlung wird indes aus Gründen besserer Abrechenbarkeit erst Anfang 2016 stattfinden.


„Bastelvormittag für Kinder“

9. November 2014


Ein wenig hatten wir schon gehofft, an den Erfolg dieser Veranstaltung vom vergangenen Jahr anknüpfen zu können - und wir wurden nicht enttäuscht. Das Basteln mit Naturmaterialien in der Naturschutzstation erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

Foto: RG Burgstädt


Die Kinder und Eltern erschienen zahlreich und stürzten sich auf die verschiedenen Fundstücke aus Wald und Flur, um daraus kleine Kunstwerke zu gestalten. Viele beteiligten sich am Bau und der Dekoration eines „Hexenhäuschens“. Andere waren mit der Herstellung von Futterhäuschen für Vögel beschäftigt, gestalteten Plastiken mit Kerzenhaltern oder ließen ihrer Fantasie freien Lauf.
Genutzt wurde der Rahmen der Veranstaltung auch für die Feier eines Kindergeburtstages. Dank des wieder aufgebauten Waldhauses war es möglich, dass es sich diese neun Kinder nach dem Basteln gemütlich machen konnten und einen unvergesslichen Tag hatten.


12. Oktober 2014


Grau in grau präsentierte sich die Teichlandschaft am Sonntag Morgen in Eschefeld, als sich die neun Teilnehmer auf dem Parkplatz des Teichhauses trafen. Die recht geringe Teilnehmerzahl ist wohl teilweise darauf zurückzuführen, dass die Exkursion im NABU-Veranstaltungsheft mit falschem Datum angegeben war. Ein Teil der Interessierten war also schon eine Woche zuvor mit dem Regionalverband Erzgebirge vor Ort.

Foto: RG Burgstädt


Die „ganz großen Sichtungen“ blieben diesmal aus, trotzdem hat es allen Beteiligten Spaß bereitet. Am Vormittag ließ sich dann doch noch die Sonne blicken und ermöglichte uns eine gute Sicht auf die Wasserflächen. Neben den massenhaft durchziehenden Saat- und Graugänsen konnten wir beispielsweise Haubentaucher, Kampfläufer, Löffelenten, Zwergtaucher sowie Krick- und Schnatterenten beobachten.
Durchgeführt wurde die Veranstaltung von Herrn Schilde von Verein Sächsischer Ornithologen. Wir möchten uns bei ihm für die sehr interessante Exkursion ganz herzlich bedanken!


„Grünes Klassenzimmer“

29. und 30. September, 2. und 7. Oktober 2014


An den oben genannten Tagen war es wieder soweit. Die Mitglieder der Regionalgruppe Burgstädt und deren fleißige Helfer mussten ihre Fähigkeiten als Umweltpädagogen unter Beweis stellen und meisterten dies erneut mit Bravour. Nicht weniger als 180 Schüler absolvierten ihren Biologieunterricht im Gelände der Station und im angrenzenden Schwarzholz. Es handelte sich dabei um die gesamte 6. Klassenstufe des Gymnasiums Burgstädt und die 7. Klassen der Diesterwegschule.
Schwerpunkte des Lehrplans waren dabei die Schichten des Waldes mit den darin vorkommenden Arten und den sich daraus ergebenden Nahrungsketten. Die verschiedenen Biotope wurden untersucht und analysiert. Auch die Folgen menschlichen Eingriffs konnten aufgezeigt und ausgewertet werden.
Ganz nebenbei wurden die heimischen Kräuter und Sträucher ordentlich geplündert. So mancher Schüler wurde dabei vom Skeptiker zum Feinschmecker und trägt das Erlernte hoffentlich mit nach Hause in den eigenen Garten.

Foto: RG Burgstädt


Ein ganz herzliches Dankeschön möchte die Regionalgruppe Burgstädt ihren unermüdlichen Helfern sagen, insbesondere unserem „Hausmeister“, Herrn Meißner, der immer für begehbare Wege sorgt und ständig Kontrollgänge durchführt. Besonderer Dank geht an Herrn Schmidt vom Sachsenforst, an Herrn Schilde vom Verein Sächsischer Ornithologen sowie Herrn Schuster und Herrn Röder vom NABU-Regionalverband Erzgebirge für die tatkräftige Unterstützung. Ein paar der vorjährigen Unterstützer sind mittlerweile fester Bestandteil unserer Gruppe. Darüber freuen wir uns sehr und möchten auch diesen Mitgliedern unseren Dank aussprechen.
Trotz der großen Hilfsbereitschaft sind wir angesichts der Nachfrage zum Grünen Klassenzimmer komplett überfordert. Hier würden wir uns wünschen, dass es vielleicht mithilfe der Stadt Burgstädt möglich wird, einen Arbeitsplatz für einen Umweltpädagogen dauerhaft einzurichten.


Naturschutzstation Herrenhaide

NABU-Regionalgruppe Burgstädt sagte Dankeschön


Ein herzliches Willkommen bereiteten die Mitglieder der NABU-Regionalgruppe Burgstädt am 20. September 2014 in Herrenhaide ihren geladenen Gästen - dem Architekten, den Zimmerern, dem Bürgermeister, dem Vorsitzenden des NABU Sachsen und vielen Helfern und Sponsoren. Es galt, Dankeschön zu sagen, denn das Waldhaus der Naturschutzstation, vor über einem Jahr durch Brandstiftung zerstört, konnte endlich wieder seiner Bestimmung als Anlaufpunkt der NABU-Regionalgruppe übergeben werden.
Jens Schubert und Wolfgang Heinig von der Regionalgruppe boten Führungen durch das Gelände der Station an. Christel Römer, die Vorsitzende der NABU-Regionalgruppe, ließ den Honig der beiden ansässigen Bienenvölker verkosten. „Ein Trüffel unter dem Honig der Region“, so Christel Römer begeistert zum Honig, den die Bienen in diesem Sommer auf der einzigartigen Teufelsabbiss-Wiese der Naturschutzstation sammelten.

Die Sparkassenversicherung Sachsen stand dem NABU nach diesem Schadensfall zur Seite. Nach der Aufnahme des Schadensgutachtens stand es fest: Das denkmalgeschützte Haus wird wieder aufgebaut. Noch im Spätherbst 2013 wurde das Wetterschutzdach über der Brandruine errichtet, um die verbliebene Substanz zu sichern. Die folgenden Wintermonate konnten für die Entkernung und den Rückbau genutzt werden. Dank der langjährigen Erfahrungen der ausführenden Zimmerei mit Denkmalobjekten und historischem Holzbau erhielt das Gebäude seinen Charme zurück. Monatelang war es zum Schutz vor Witterungseinflüssen verhüllt. Neues Gebälk und ein neues Dachtragewerk wurden unter den schützenden Hüllen errichtet. Nachdem die Hüllen gefallen waren, folgte der Innenausbau. Bis ins Jahr 2015 hinein werden auch im Erdgeschoss, das ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde, die Restaurierungsarbeiten fortgesetzt und die historische Ausmalung wiederhergestellt. Erste Sponsoren sind für die anstehenden Außenarbeiten schon gefunden.

An die Regionalgruppe Burgstädt und ihre Vorsitzende Christel Römer geht ein besonders herzliches Dankeschön des NABU-Landesverbandes. Schon als die Gruppenmitglieder vor über einem Jahr vor den Resten des Waldhauses standen, hatten sie die Vision von dessen Wiederaufbau. Dass diese Vision im September 2014 Wirklichkeit wurde, ist in erheblichem Maße ihnen zu verdanken.

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Fotos: © Ina Ebert, Jens Schubert


„Pilzexkursion im Schwarzholz“

14. September 2014


Es dürfte wohl keinem Naturfreund entgangen sein: das Jahr 2014 war ein Mastjahr. Die Zweige der Bäume und Sträucher bogen sich unter der Last der Früchte, aber auch am Boden tat sich so einiges. Pilzsucher kamen voll auf ihre Kosten und auch die 15 Teilnehmer unserer jährlichen Pilzexkursion konnten nicht klagen.
An diesem Tag ging es freilich nicht ausschließlich um den Nahrungserwerb, denn neben den vielen Speisepilzen wurden auch sehr viele giftige oder ungenießbare Pilze gefunden. Dank unseres Pilzberaters, Herrn Friese, wurden die Teilnehmer umfassend über Bestimmungsmerkmale, Fundorte und Verwendung der zahlreichen Arten aufgeklärt. Auch tückische Doppelgänger wurden gnadenlos entlarvt.

Foto: RG Burgstädt


Am Ende tummelten sich in den Körben etwa 80 Arten, die von Herrn Friese ganz selbstverständlich kartiert werden, um die Funddaten wissenschaftlich verwertbar zu machen. Für die Pilzfreunde war es trotz des wirklich miesen Wetters ein ertragreicher Tag, sowohl im Sinne einer Mahlzeit, als auch im Sinne geistiger Nahrung.
Nicht unerwähnt soll auch unsere Müllaktion bleiben. Wie schon im vergangenen Jahr, nutzten wir auch diesmal wieder die Gelegenheit, um Unrat aus dem Schwarzholz zu entfernen. Allerdings staunten wir nicht schlecht, als wir nur sehr vereinzelt etwas Müll fanden, denn im Jahr zuvor war unsere Schubkarre bereits nach kurzer Zeit gut gefüllt. Über die Gründe für das relativ saubere Waldstück können wir natürlich nur spekulieren, hoffen aber, dass unsere Aktion Vorbildfunktion hatte.


„Rundgang durch die Naturschutzstation“

24. August 2014



Das Wetter war uns diesmal nicht hold - wollten wir doch an diesem Tag hauptsächlich Insekten beobachten und bestimmen. Bei Temperaturen um 12 °C und heftigem Wind war an ein Gewimmel von Tagfaltern nicht zu denken. Noch am Tag zuvor flogen Admiral und Co.
Neben vielen botanischen Aspekten der blühenden Teufelsabbiss-Wiese erläuterte Herr Schubert Fakten zur Lebensweise der Bienen. Hier ging er speziell auf die seit dem Frühjahr von Herrn Kramer aufgestellten Beuten der Honigbiene Apis mellifera carnica ein.
Gespannt lauschten die Besucher der Exkursion auch, als die Besonderheiten der Wildbienen-
gattung der Hummeln zur Sprache kamen. Wer weiß schon, dass Hummeln ihre Körpertem-
peratur regulieren und bereits bei 3 °C fliegen können, dass längst nicht alle Hummeln Pollen und Nektar sammeln, oder dass sie bestenfalls Blütenkelche aufbeißen, den Menschen aber bei Bedrohung heftig stechen?

Fotos: RG Burgstädt

Neben den Kultur- und Wildbienen waren auch ein paar der häufigsten Schwebfliegen, Fleischfliegen und Schnaken unterwegs. Die wenigen unscheinbaren Zünsler, die vor unseren Füßen von Halm zu Halm flogen, konnten nicht die Aufmerksamkeit der Teilnehmer auf sich ziehen.
Anders ging es da der Wespenspinne, die ihr markantes Netz in die Vegetation drapiert hatte. Sie schaffte es, dass jeder einen Blick riskierte.
Die Wiese selbst zeigte sich in ihrer ganzen Schönheit. Hunderttausende Individuen des Teufelsabbiss' verwandelten die Offenfläche in ein blaues Blütenmeer. Vereinzelt wurde das Blau vom Gelb der Echten Goldrute durchbrochen.


„Vielfalt der Feuchtwiesen Draisdorf“

13. Juli 2014


Unsere Juli-Exkursion führte uns in die Flussaue der Chemnitz. Obwohl die Veranstaltung vom Regionalverband Erzgebirge und unserer Regionalgruppe gemeinsam beworben und durchgeführt wurde, konnten nur zehn Teilnehmer begrüßt werden. Die fachliche Begleitung übernahmen Herr Röder und Herr Schubert.
Diese wenigen Naturfreunde wurden an diesem Vormittag mit schönen Naturerlebnissen und reichlich Wissenswertem belohnt. Schon der Weg in die Wiesen war von Wildkräutern gesäumt und gab uns Gelegenheit, über die Verwendung in Küche, Hausapotheke und als Kosmetik zu sprechen. Beim Blick über die Aue wurde auch schnell klar, dass es sich hierbei um ein Dorado für Vögel der freien Feldflur handelt. Etwa zwei Dutzend Stieglitze labten sich an den Samen der Sumpf-Kratzdistel.

Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling
Foto: RG Burgstädt


Der Biotop selbst beherbergt die typische Hochstauden-Flora von Auwiesen. Augenfällig erscheinen dabei Mädesüß, Kohldistel, Blutweiderich und Zottiges Weidenröschen. Für die Mitglieder der Regionalgruppe Burgstädt interessant: Hier gibt es ein kleines Vorkommen an Teufelsabbiss. Die Besonderheit der Feuchtwiesen zeigt sich aber im Vorkommen des Großen Wiesenknopfs. Es handelt sich hierbei um eines der größten und bedeutendsten Vorkommen in Sachsen.
Der geneigte Naturfreund weiß freilich, dass ein solcher Bestand gewisse Begleitarten erwarten lässt. Und tatsächlich – sobald sich der Blick für den kleinen Falter geschärft hatte, war er überall zu sehen, der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Dabei ist es immer wieder schön, in die erstaunten Gesichter der Interessierten zu schauen, wenn man die Ontogenese dieses Schmetterlings beschreibt.


„Frühblüher und essbare Wildpflanzen“

20. April 2014


Am Ostersonntag haben immerhin 12 Interessierte den Weg in die Naturschutzstation Herrenhaide gefunden. Die meisten Teilnehmer hatten sich bereits auf die eine oder andere Weise mit dem Thema „essbare Wildpflanzen“ beschäftigt, so dass es zu einem regen Erfahrungsaustausch kam.

Foto: RG Burgstädt


Während Herr Heinig und Herr Schubert hauptsächlich die Unterscheidungsmerkmale der Pflanzen erörterten, konnten Frau und Herr Friese nützliche Tipps zur Verarbeitung und Verwendung geben. Frau Schulze, die sich beruflich mit gesundem Grünzeug beschäftigt und darüber hinaus Seminare anbietet, hat ihre Erfahrungen ebenfalls eingebracht. Zu guter Letzt gab es von Frau Kügler für jeden ein Osterei aus eigener Erzeugung, natürlich ausschließlich mit Naturfarben und Naturmotiven dekoriert.
Alles in allem war es wieder eine sehr gelungene Veranstaltung, die der Bedeutung der Wildpflanzen für eine gesunde Ernährung gerecht wurde.


„Laichzeit der Amphibien“

30. März 2014


Bei Kaiserwetter mit sommerlichen Mittagstemperaturen trafen sich 14 Naturfreunde, um die Paarung der Lurche, insbesondere der Erdkröten, zu beobachten. Die spärlichen Niederschläge der letzten Tage hatten zur Folge, dass die Erdkröten nur sporadisch zum Laichgewässer wanderten. So blieb, jedenfalls bis Ende März, ein massenhaftes Laichen aus.
Die Teilnehmer der Exkursion trugen einige Tiere, die sich bereits umklammerten, über die sonnige Wiese zum Schwarzteich, um sie vor der Austrocknung zu bewahren. Am gesamten Teichufer konnten Lurche in vergleichsweise geringer Zahl beobachtet werden, auch Grasfrösche waren darunter.

Foto: RG Burgstädt


Herr Schubert erläuterte die Individualentwicklung, Verhaltensweisen und Fressgewohnheiten der Lurche, sowie die Notwendigkeit des Vorhandenseins von Feuchtgebieten und strukturreichen Gewässern. Herr Heinig konnte den Teilnehmern die Laichballen der Springfrösche zeigen, die sich bereits im Februar erfolgreich paarten. Nebenbei gab es viele Tipps für die naturgerechte Anlage von Gartenteichen.


„Exkursion im Muldental“

16. Februar 2014


Das frühlingshafte Wetter mitten im Februar verschaffte uns einen Besucherrekord. Über dreißig Teilnehmer konnten wir zur Exkursion durchs Muldental an der Höllmühle begrüßen. Fachlich unterstützte uns dabei Förster Wolfram Schmidt vom Sachsenforst, der dieses Gebiet von Amts wegen betreut.

Foto: RG Burgstädt


Dabei gelang es Herrn Schmidt, das viel strapazierte Thema Nachhaltigkeit anschaulich zu gestalten. Historisch begründete Fehler der Forstwirtschaft waren ebenso Thema wie die Bodenstruktur und Nährstoffe, Wasserhaushalt, Klimawandel, Individualentwicklung sogenannter Forstschädlinge, Phänomene des Keimverhaltens bestimmter Pflanzen oder die Entwicklung verschiedener Tierpopulationen. Nennenswert sind in diesem Zusammenhang sicherlich der sprunghafte Anstieg der Schwarzwild-Population in den letzten Jahren und das Vorhandensein eines Uhu-Brutpaares im Gebiet.
Alles in allem konnten die Teilnehmer an diesem Vormittag viel Wissen um die Zusammenhänge von Forstwirtschaft, Jagd und Naturschutz mit nach Hause nehmen.
Wir danken Herrn Schmidt für seinen Einsatz und hoffen, ihn gelegentlich wieder für eine solche Veranstaltung gewinnen zu können.


„Winterfütterung“

12. Januar 2014


Der Winter lässt auf sich warten und unsere Wildtiere haben Futter satt. Trotzdem nutzen wir jedes Jahr im Januar die Gelegenheit, unsere Besucher über das Für und Wider solcher Fütterungen aufzuklären.
Nun war es wieder soweit, die Regionalgruppe Burgstädt hatte eingeladen und etwa zwanzig Gäste sind der Einladung gefolgt. Leider war die Jugend dabei wieder völlig unterrepräsentiert. Vom mitgebrachten Vogelfutter wurde ein kleiner Teil zur Demonstration an den Futterplätzen verteilt, der größere Rest wurde für härtere Zeiten deponiert.

Foto: RG Burgstädt


Unser Vogelkundler, Herr Schilde vom Verband Sächsischer Ornithologen, konnte dabei viel fachliches Wissen über die speziellen Bedürfnisse unserer Wildvögel an die Teilnehmer weiter geben. Herr Schubert hat indes die allgemeinen Aspekte menschlichen Eingriffs in die Natur beleuchtet. Dabei wurden sowohl positive als auch negative Einflüsse auf die Avifauna kontrovers diskutiert. Am Ende haben alle Interessierten wieder ein Stück Wissen und Naturliebe mit nach Hause genommen.


„Jahresversammlung“

24. November 2013


Durch die Brandstiftung am Waldhaus Herrenhaide musste unsere Jahresversammlung ins nahe gelegene Café „Haideblick“ verlegt werden. Den Mitgliedern und Gästen kam diese Entscheidung sehr entgegen, denn so hatte man noch vor dem offiziellen Teil Gelegenheit, sich mit Klößen und Rouladen zu stärken. Gut gesättigt ging es dann auch gleich an die Vereinsarbeit.

Die Vorsitzende, Frau Römer, zog Bilanz über die vergangenen Monate und konnte feststellen, dass die Regionalgruppe ihre Ziele trotz widriger Umstände mehr als erreicht hat.
Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Abstimmung über eine neue Satzung mit dem Ziel, ab dem Jahr 2014 eine Untergruppierung des Regionalverbandes Erzgebirge zu bilden.
Der Veranstaltungsplan für 2014 konnte nach kleinen Korrekturen in die endgültige Fassung gebracht werden und der neue Arbeitsplan steht auch fest. Er wird der Gruppe in den kommenden Monaten als Wegweiser dienen.

Foto: RG Burgstädt


Sehr gefreut hat uns das Lob des anwesenden Vorstandes des Regionalverbandes Erzgebirge. Ulrich Schuster hob besonders die zahlreichen Aktivitäten der recht kleinen Regionalgruppe hervor.

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals recht herzlich bei allen Mitgliedern, Helfern und Gönnern für die geleistete Arbeit und Unterstützung bedanken.

Allen Naturfreunden einen schönen Jahresausklang und viel Erfolg für anstehende Natur- und Umweltschutzprojekte!


„Bastelvormittag für Kinder“

10. November 2013


Unsere diesjährige Bastelveranstaltung war ein voller Erfolg. Anders als in den Jahren zuvor waren so viele Kinder mit ihren Eltern erschienen, dass wir mit dem vorhandenen Bastelmaterial beinahe in Verlegenheit gekommen wären. Das nasskalte Herbstwetter hätte diesen Besucheransturm gar nicht erwarten lassen, zumal wir auch ohne Elektrizität und im Freien improvisieren mussten.
Neben Nistkästen für Meisen wurden Gestecke und Plastiken aus Rinde, Moos, Zapfen, Blättern und anderen Naturmaterialien gefertigt. Auch so mancher Elternteil wurde dabei vom Bastelvirus infiziert und konnte seiner Kreativität freien Lauf lassen.
Wir freuen uns schon auf die gleiche Veranstaltung im kommenden Jahr und hoffen wieder auf recht viele Besucher.

Foto: RG Burgstädt



„Grünes Klassenzimmer“

15. und 17. Oktober 2013


Am 15. und 17. Oktober hatten wir Gelegenheit, den „Ernstfall ‚Grünes Klassenzimmer‘“ zu proben. Die 6. Klassen des Gymnasiums Burgstädt haben den Biologieunterricht in die Naturschutzstation Herrenhaide verlegt und wir konnten unsere Fähigkeiten als Umweltpädagogen unter Beweis stellen.
Den Schülern wurde die recht komplexe Aufgabe zuteil, ein Waldbüchlein mit konkreten Inhalten zu entwerfen. So haben wir also versucht, möglichst interessante Fakten der hiesigen Flora und Fauna zu vermitteln. Eine Auswertung zum Erfolg oder Misserfolg des Projektes steht noch aus.
Unterstützt wurden wir dabei von Frau Helga Friese, Herrn Lutz Röder, Herrn Wolfram Schmidt und Herrn Ulrich Schuster. Für diese Hilfe möchten wir uns nochmals ganz herzlich bedanken!

Foto: RG Burgstädt



Wandertag in der Naturschutzstation Herrenhaide und im angrenzenden Schwarzholz

16. Oktober 2013


Mit der Gründung der NABU-Regionalgruppe wurde die Umweltbildung als eines unserer wichtigsten Ziele definiert. Neben der Verbreitung des Naturschutzgedankens bei Erwachsenen, die uns eher sporadisch besuchen, soll das Umweltbewusstsein hauptsächlich bei Kindern und Jugendlichen geweckt werden.
Nach intensiver Akquise durch unsere Vorsitzende, Frau Römer, war es nun in der 42. Kalenderwoche soweit. 75 Schüler der 2. Klassen der Schloßschule Chemnitz konnten während ihres Wandertages in der Naturschutzstation Herrenhaide und im angrenzenden Schwarzholz Natur hautnah erleben. Die große Anzahl Schüler stellte uns trotz der Aufteilung in drei Gruppen vor eine Herausforderung, die wir aber gut gemeistert haben. Selbst die etwas hinfällige herbstliche Vegetation konnte durch interessante Beobachtungen (befahrener Dachsbau, Mahlbaum, Fraßspuren des Bisam usw.) wettgemacht werden.

Foto: RG Burgstädt



Pilzexkursion im Schwarzholz

13. Oktober 2013


Zahlreiche Naturfreunde haben sich am 13. Oktober zur Pilzexkursion im Schwarzholz eingefunden. Pilzfunde waren reichlich zu verzeichnen. Fachlich wurde die Veranstaltung von Familie Friese (Bildmitte) unterstützt. Herr Friese vom Pilzfreunde Chemnitz e. V. informierte die Teilnehmer umfassend über das Reich der Pilze, vor allem über deren Verwendbarkeit und Besonderheiten. Die Auswertung am Tisch bot dann jedem nochmals die Möglichkeit, die gefundenen Exemplare miteinander zu vergleichen und zu bestimmen.
Die Veranstaltung wurde aber nicht nur zum Pilze sammeln genutzt, auch eine Schubkarre voller Müll wurde ganz nebenbei aus dem Schwarzholz geholt. Am Ende überstieg die entnommene „Nicht-Biomasse“ die entnommene Biomasse ganz erheblich.

Foto: RG Burgstädt