Puppenstuben gesucht

Das im Mai 2015 gestartete Gemeinschaftsprojekt „Puppenstuben gesucht – Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“ wird vom NABU Landesverband Sachsen e. V., der Landesstiftung Natur und Umwelt, dem Landschaftspflegeverband Sachsen e. V. sowie dem Senckenberg Museum initiiert und versteht sich als eine interaktive Mitmach-Aktion für Jung und Alt. Zu den wesentlichen hierbei zu vermittelnden Inhalten zählen die Flächenvorbereitung, die Pflege geeigneter Wiesen sowie die Beobachtung und Dokumentation dort heimischer Schmetterlinge.

Die Regionalgruppe Burgstädt ist einer von insgesamt 30 Regionalpartnern, die sich dafür einsetzen, Tagfaltern und anderen Insekten einen attraktiven Lebensraum zu bieten. Vor Ort oder auf der Projekt-Homepage erfahren Sie, wie Sie selbst aktiv werden können und erhalten Einblick in ökologische Hintergründe sowie praktische Hinweise für die richtige Pflege Ihrer Offenflächen.




Diese Wiesen und ihre Betreuer werden durch die Regionalgruppe Burgstädt seit dem Sommer 2015 unterstützt:


























Infoveranstaltung an der Schmetterlingswiese in Hartmannsdorf am 8. Oktober 2016

Die Hartmannsdorfer Wiese war am Samstagvormittag Treffpunkt einer Infoveranstaltung für alle interessierten aus Hartmannsdorf und Umgebung.
Wettermäßig war dieser nasskalte Tag denkbar ungünstig. Trotzdem fanden sich die Organisatorin Marion Süß und Schmetterlingsexperte Joachim Röder pünktlich um 10 Uhr an der Wiese ein. Auch Sensenlehrer Georg Steffens aus Hartmannsdorf war schon vor Ort. Pünktlich erschien auch Frau Weber von der Gemeinde Hartmannsdorf, die ihr Kommen zugesagt hatte. Aus Burgstädt konnten wir dann noch den Betreuer der Wiese am „Alten Kirchgemeindehaus“ und Praktikantinnen der Stadtverwaltung begrüßen.
Speziell am Beispiel der Hartmannsdorfer Schmetterlingswiese erläuterte Frau Süß die Entwicklungsmöglichkeiten einer Fettwiese zur Magerwiese, in der wieder eine natürliche Ansiedlung von Wildpflanzen und Wiesenblumen entstehen kann. Zum Beispiel ist eine Möglichkeit, die jetzt speziell in Hartmannsdorf genutzt wird, die Beweidung durch Schafe.

Als der Regen schlimmer wurde, konnten sich die Teilnehmer im nahegelegenen Freibad Hartmannsdorf unterzustellen, wo weitere Fragen beantwortet wurden. Georg Steffens erklärte, was bei der Handhabung mit einer Sense zu beachten ist und mit dem Mahdregime geändert werden müsste. Besonders der mitgebrachte Samen der Wildpflanze „Kleiner Klappertopf“ wurde gern entgegen genommen. Als „Kaltkeimer“ sollte er jetzt ausgesät werden. Die Pflanze hat die Eigenart, die Wuchskraft von Gras zu schwächen, was zur Ansiedlung von Wildpflanzen auf einer Wiese beiträgt. Fazit: Auch wenn der Wettergott uns nicht wohlgesonnen war, profitierten alle Teilnehmer von dieser Infoveranstaltung und das Infomaterial wurde gern mitgenommen.