Die Fachgruppe Fledermausschutz Dresden



Fledermäuse gehören zu den am stärksten gefährdeten Gruppen unter den Wirbeltieren; auch heute noch begegnet ihnen mancher mit Vorurteilen und Unwissen. Viele einheimische Arten brauchen zum Überleben Verstecke in und an Gebäuden. Schutzmaßnahmen sind hier nicht immer einfach. Deshalb besteht neben der Bewahrung von Quartieren und der Realisierung praktischer Schutzmaßnahmen ein wichtiges Anliegen der Fachgruppe darin, Sympathien für die Fledertiere zu gewinnen.
In den letzten Jahren sind die Kenntnisse über die Lebensweise der Fledermäuse rasch gewachsen, nicht zuletzt durch neue Methoden (z. B. Fledermausdetektoren, Infrarot-Beobachtung). Dennoch gibt es in der Fledermausforschung noch so manches Rätsel zu lösen.
Die Fachgruppe erfasst die Fledermausvorkommen in der Stadt Dresden und den angrenzenden Landkreisen und hat hier schon 18 der in Sachsen vorkommenden 19 Fledermausarten gefunden. Sie beschäftigt sich außerdem mit kleineren Untersuchungsprojekten wie Ausflugbeobachtungen, Quartier- und Kastenkontrollen, mit Netzfängen und der Markierung. Zudem werden geschwächte oder verletzte Fledermäuse gepflegt.

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Braunes Langohr
Foto: Reimund Francke


Die Fachgruppe Fledermausschutz Dresden wurde 1996 gegründet, hat aber eine viel längere Tradition. Die Fachgruppe möchte – in Zusammenarbeit mit dem Jugend-Öko-Haus und dem Naturschutzinstitut – die Kräfte und Erfahrungen der Fledermausfreunde der Region bündeln, das Wissen über Fledermäuse mehren und praktische Schutzmaßnahmen anregen und durchführen. Neue Interessenten sind herzlich willkommen.
Auch wird darum gebeten, Informationen über Quartiere von Fledermäusen sowie Funde lebender und toter Tiere an die angegebene Kontaktadresse zu übermitteln!