Die Eichgrabener Teiche



Südöstlich von Zittau befinden sich die Eichgrabener Teiche. Diese kleine Teichgruppe, umgeben von einem Mosaik unterschiedlichster Biotope, ist schon lange eines der besten Gebiete speziell für ornithologische Beobachtungen. Die intensive fischereiliche Nutzung der Teiche zu DDR-Zeiten, verbunden mit dem Trockenfallen der Teiche zur Winterzeit und dem zyklischen Abbrennen der Schilfsäume, war dem Leben wassergebundener Arten und den Bewohnern der Verlandungsbereiche sehr abträglich. Dank der Aufgeschlossenheit der Stadt Zittau für die Belange des Natur- und Artenschutzes gelang es der Regionalgruppe Anfang der 90er Jahre, die Eichgrabener Teiche und angrenzende Gebiete zu betreuen und zu pachten.

grasteich_2
Der winterliche Grasteich, im Hintergrund der „Töpfer“.


Intensiver Schutz und eine naturschutzgerechte Pflege, aber auch die gute Zusammenarbeit mit dem Zittauer Sportfischerverein e. V. und das Verständnis angrenzender Landnutzer für die notwendigen Schutzmaßnahmen führten dazu, dass nun die verschiedensten Tier- und Pflanzenarten günstige Lebensbedingungen finden. In den vergangenen Jahren konnte sogar ein Zuwachs an vorkommenden Arten nachgewiesen werden. 140 Vogelarten, 15 Fischarten, Muscheln, Schnecken und Insekten, Amphibien, zahlreiche Säugetierarten sowie geschützte Pflanzen belegen das. Auch das Vorhandensein oder das zeitweilige Verweilen vieler Rote-Liste-Arten beweisen, dass dieses Gebiet fischereilich und landschaftspflegerisch optimal bewirtschaftet wird. Dabei hat der Nutzungsdruck, insbesondere durch Erholungssuchende, erheblich zugenommen.

casparteich
Der winterliche Casparteich.


Im landesweiten Biotopverbund besitzt das Eichgrabener Feuchtgebiet eine herausragende Bedeutung. Die nächsten vergleichbaren Gebiete befinden sich erst in der Lausitzer Heide- und Teichlandschaft. Durch intensiven Schutz und naturschutzgerechte Pflege will die Regionalgruppe dieses einmalige Gebiet vor den Toren der Stadt Zittau bewahren.

grasteich_1
Der winterliche Grasteich.
Fotos: Andreas Förster