Die Arbeitsgruppe Kaitz- und Nöthnitzgrund

Als in den sechziger Jahren der Neubau so genannter Datschen auch in der Dresdner Region florierte, setzten sich an der Natur interessierte Bürger mit Eingaben dafür ein, den Nöthnitzgrund als Natur- und Erholungsraum zu erhalten anstatt ihn für eine Datschensiedlung zu opfern. Als Gruppe im Kulturbund und nach 1990 als AG des NABU Sachsen bemühten sich die gleichen Bürger um die Ausweisung und Betreuung mehrerer Flächennaturdenkmale (FND) in diesem Gebiet (das sich inzwischen erweiterte und das gesamte Bachsystem von Kaitz- und Nöthnitzbach umfasst): 1985 wurde das FND „Läusebusch im Nöthnitzgrund“ unter Schutz gestellt, 1994 folgten die FND „Eutschützgrund“ und „Teiche im Nöthnitzgrund“, 1996 „Alte Ziegelei Gostritz“, „Magerrasen Gostritz“ und „Tiefe Börner Mockritz“. Nach der Eingemeindung der Gemeinde Kauscha im Jahr 1999 kam auch noch das FND „Gamighübel“ in die Obhut der AG, das sich in einem sehr schlechten Zustand befand. Der Vorschlag der Gruppe, „Zschauke“ und „Kaitzgrund“ als FND auszuweisen, wurde wegen des geplanten Baus der A 17 nicht realisiert.

Seit Gründung der AG sind Kinder jeden Alters in die Gruppenarbeit einbezogen und weitere immer herzlich willkommen. Einen besonderen Stellenwert im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der AG hat der seit vielen Jahren angebotene Sensenkurs, bei dem nicht nur die ökologischste Variante des Mähens erlernt werden kann, sondern auch das richtige Dengeln und Wetzen.

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Neugierige beim Sensenkurs.
Foto: Hans-Jakob Christ