Teichpflegemaßnahmen

Naturschutzgerechte Teichbewirtschaftung

Großer Streichteich Bernsdorf

Am 17. und 18. Oktober 2015 wurde der Große Streichteich Bernsdorf von 12 Teilnehmern abgefischt. Dabei wurden 772 kg Karpfen (viersömmrig, 386 Stück à 2,00 kg) entnommen. Diese wurden wie folgt genutzt: 732 kg Verkauf an TW Weißig, 40 kg Abgabe an die Mitglieder bzw. Helfer. Des Weiteren wurden 54 kg Hecht entnommen. Davon wurden 34 kg an die TW Weißig verkauft und 20 kg an die Mitglieder bzw. Helfer abgegeben. Zudem wurden 100 kg Wildfisch unsortiert als Besatz (Fischotternahrung) für den Pechteich IV entnommen.

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Abfischen des Großen Streichteiches Bernsdorf.
Foto: OG Wittichenau


Kleiner Streichteich Bernsdorf

Der Teich wurde 2014 aus der Förderung genommen damit die Sanierung als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme im Zuge des Straßenausbaus S 94 OU Bernsdorf möglich wird. Es wurde ein neues Auslaufbauwerk errichtet und der früher verrohrte Abfluss als offener Graben umgebaut. Um den 20. August wurde der Teich ausgeschoben. Bis Ende des Jahres soll der Teich fertig sein. Dazu gehört auch ein neues Staubauwerk im Graben zum Lugteich.
Am 26.07.2014 wurde vom Senkenberg Tierkundemuseum Dresden, Frau Katrin Schniebs u. a. Eine Mollusken-Exkursion an die Streichteiche durchgeführt. Vorbereitet und begleitet wurde die Exkursion von H. Rothmann. Es wurden 8 Arten Süßwasserschnecken, 5 Arten Landschnecken und eine Muschelart gefunden. Die Mollusken-Fauna wird überwiegend als artenarm und individuenarm eingeschätzt.

Metzners Teich Wittichenau

Am 11.09.2014 wurde an Metzners Teich Wittichenau durch die Freiwilligen-Brigade Schilf gemäht und geräumt.

Teich im Privatwald zwischen Rosenthal und Piskowitz

Der Teich im Privatwald zwischen Rosenthal und Piskowitz brauchte nach dem strengen Winter nicht mehr gefischt zu werden, da die Fische den Winter nicht überlebt haben. Am 28.07.2010 erfolgte die Schilfmahd im Teich bei ziemlich hohem Wasserstand. Am 10.08. wurde das Schilf aus dem Teich geborgen. Daran beteiligten sich Frank Ballandt, Herbert und Kurt Schnabel. Ab 2011 wird in Abstimmung mit dem Eigentümer Frank Ballandt die Betreuung des Teiches übernehmen. Dazu gehört vor allem die regelmäßige Kontrolle und Bestandserfassung der Amphibien.

Pechteiche

Am 16.07.2012 wurde vom NABU ein Förderantrag zur Entlandung Pechteich V beim LfULG gestellt. Durch die Maßnahme sollten die Arthabitate für Moorfrosch und Große Moosjungfer verbessert werden. Im Zuwendungsbescheid vom 04.12.2012 sind in den Nebenbestimmungen umfangreiche Planungsleistungen und Wasserrechte gefordert. Die Erbringung dieser Leistungen übersteigt das ehrenamtlich Mögliche. Deshalb wurde nach einer Alternative zur Umsetzung der Maßnahme gesucht. Nachdem sich die Landestalsperrenverwaltung bereit erklärte die Maßnahme zu übernehmen wurde vom NABU der Förderantrag zurückgezogen. Mit Schreiben vom 21.02.2013 wurde vom LfULG der Zuwendungsbescheid widerrufen. Inzwischen wurde der Pechteich V trocken gelegt und die Bauarbeiten laufen. Der alte Schwellenverbau wurde entfernt und das Ufer mit Faschinen neu befestigt. Der alte Grundablass wurde beseitigt und ein neues Schachtbauwerk errichtet. Im Zulaufgraben wurde ein neues Bohlenwehr eingebaut. Die Entlandung soll bis Ende Februar 2014 abgeschlossen sein.




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Fotos: © Herbert Schnabel


Teichpflege als Amphibienlaichgewässer

Spannteich Knappenrode

Die Wiese wurde mit Mähbalken am 12.07.2014 von Kurt und Herbert Schnabel gemäht und am 17.07. durch die Freiwilligenbrigade beräumt. Am 27.02. wurde der Zulaufgraben durch unsere Freiwilligen-Brigade gereinigt.

Waldbadteich Wittichenau

Am 29.09.2014 wurde die Uferwiese von H. Schnabel gemäht und am 02.10. von den Freiwilligen beräumt und am 13.03. wurde der Zulaufgraben gereinigt.

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Waldbadteich.
Foto: OG Wittichenau


Straßenteich Lieske

Am 25. Oktober 2015 wurde der Straßenteich Lieske von 4 Teilnehmern abgefischt. Dabei wurden ca. 100 kg Wildfische entnommen. Davon wurden 25 kg Rotfedern als Besatz für den Großen Streichteich und 75 kg als Besatz für den Pechteich IV verwendet.

Bahnteiche Bröthen

Die Aufträge zur Endlandung der Kuhtränke und des Langen Höhnateiches wurden an die Firma NADEBOR vergeben. Vorher wurde noch vom Ingenieurbüro Bittroff eine Schlammanalyse angefertigt, damit der Schlamm auch am Teichufer eingebaut werden konnte. An der Kuhtränke mussten noch die Stockausschläge von unseren Senioren beseitigt werden. Am 13.01. haben Uwe Kupsch, Gunter Findeisen und H. Schnabel im Langen Höhnateich die geforderten 650 m² Fläche abgesteckt, welche nicht entlandet werden soll sondern als Potential für eine schnelle Neubesiedlung zu erhalten ist. Am 30. Januar 2014 wurden die Arbeiten an der Kuhtränke durchgeführt und dann bis zum 7. Februar der Lange Höhnateich entlandet und die Dämme neu profiliert. Gunter Findeisen war täglich vor Ort und hat die Baufirma betreut.
Am 24. Februar erfolgte die Bauabnahme (nur Langer Höhnateich) durch das LfULG, Frau Steinert. Zur Finanzierung hatten wir einen Kredit von 5000,00 € vom NABU-Landesverband Sachsen erhalten. Inzwischen sind alle Fördermittel abgerechnet, vom LfULG geprüft und der Kredit zurückgezahlt. Die Entlandung der Kuhtränke wurde als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme der DB Netz AG, hier für die Änderung des Bahnübergangs Flugplatzstraße in Bröthen, anerkannt. Die Deutsche Bahn hat uns also die Kosten erstattet. (siehe Plangenehmigung vom Eisenbahn-Bundesamt vom 23.12.2013) Zur besseren Wasserversorgung der Kuhtränke wurde von der Freiwilligenbrigade am 06.03. ein kleiner Zulaufgraben vom Bröthener Mühlgraben per Hand angelegt. Aufgrund unseres Antrages vom 20.09.2010 wurde uns auch für 2014 von der Stadt Hoyerswerda die Grundsteuer A erlassen (Bescheid vom 14.02.2014).
Die Gräben an den Bahnteichen wurden am 06.03., 27.03., 23.10., 06.11. und 13.11. von der Freiwilligen-Brigade gesäubert. Das neu aufwachsende Röhricht im Schwausches Teich wurde am 04.09. geschnitten. An der Ackeraufforstung wurde am 21.08. und 28.08. der Zaun repariert und am 20.11. und 27.11. mit der Pflege der Aufforstung begonnen. Die Heckenpflanzen an den Rändern wurden durch Beseitigung der Kiefern freigestellt und die Kiefernbestände aufgelichtet. Diese Pflegearbeiten sollen im nächsten Jahr fortgesetzt werden.
Auf den Teichen haben dieses Jahr 1 Paar Graugänse mit 7 Jungen, 1 Schellenten – Weibchen mit 8 Jungen – und 1 Paar Zwergtaucher mit 2 Jungen erfolgreich gebrütet (Mitteilung G. Findeisen).

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Bau und Einbau des Verteilers.
Fotos: OG Wittichenau


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Nach der Entlandung wurde der Alte Badeteich wieder mit Wasser gefüllt.
Fotos: OG Wittichenau


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Der Alte Badeteich wird als Amphibienlaichgewässer gepflegt. Dazu gehören die Unterhaltung der Teichständer, die Gehölzpflege und der Schilfschnitt.
Foto: OG Wittichenau


Städtischer Mittelteich

Da die Stadt Wittichenau noch Ausgleichsmaßnahmen für den Straßenbau erbringen muss wurde vorgeschlagen, den Städtischen Mittelteich (Eigentum der Stadt, verpachtet an TW Neudorf/Klösterlich, aber ohne Förderung) zu sanieren. Dazu erfolgte am 29.07.2009 eine Ortsbesichtigung mit der Landschaftsplanerin Frau Tenne und Herrn Brösan von der Stadt. Am 05.08. fand dazu ein Gespräch mit BM Popella statt. Bei einem Gespräch von BM Popella mit der Teichwirtschaft am 13.08. wurde das Vorhaben von der TW Dr. Zelder abgelehnt.

Ersatzlaichgewässer Rachlau

Mit Kaufvertrag vom 27.11.2000 wurden im Wald zwischen Groß Särchen und Rachlau 12 Flurstücke mit einer Fläche von 2,1587 ha zur Neuanlage eines Amphibienlaichgewässers vom NABU erworben. Mit Schreiben vom Umweltamt, Sachbereich Abfallrecht/Bodenschutz vom 16.08.2013 wurden uns illegale Ablagerungen von Gartenabfällen und Müll auf den NABU Grundstücken angezeigt und eine Beräumung gefordert. Auf die Anhörung erfolgte am 16.08. eine Stellungnahme des NABU und am 17.09. eine Ortsbesichtigung zur Klärung der Flurstücksgrenzen mit dem Umweltamt. Am 21.10. wurden weitere Ablagerungen (Gipskartonplatten) vom Umweltamt festgestellt. Zur genauen Grenzfeststellung wurden die Vermessungspunkte mittels GPS am 15.11. von Frau Hänel vom Kreisforstamt Bautzen ermittelt und die weitere Vorgehensweise abgestimmt. Am 21. November erfolgte nun ein großer Arbeitseinsatz zur Müllberäumung durch unsere Freiwilligenbrigade. Dabei wurden auch 37 m Absperrungen gebaut und 3 m³ Müll entsorgt. Der Container wurde vom Landratsamt Bautzen gestellt.

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Am Ersatzlaichgewässer Rachlau.
Foto: OG Wittichenau


Steinbruchteiche Scheckthal

Wasserstände Steinbruchteiche Scheckthal im Jahr 2014

Datum unter Markierung
Oberer Steinbruchteich
unter Markierung
Unterer Steinbruchteich
18.01. 13 cm, 8 cm unter Staubretthöhe 17 cm, 16 cm unter Staubretthöhe
95 % TB unter Wasser
13.02. 14 cm 18 cm
07.03. 16 cm (pH 4,0) 20,5 cm
08.04. 18,5 cm 22 cm
12.04. 17 cm 21,5 cm
19.04. 17,5 cm 21 cm
25.04. 17,5 cm 21 cm
06.05. 20,5 cm 23 cm
11.05. 22 cm 23,5 cm
22.05. 24,5 cm 25 cm
30.05. 15 cm 16 cm
04.06. 18 cm 18 cm
19.06. 31 cm 29,5 cm
27.06. 34,5 cm 32 cm
02.07. 35 cm 32 cm
07.07. 39 cm 35 cm
13.07. 29 cm 26 cm
18.07. 32 cm 29,5 cm
28.07. 33 cm 28,5 cm
01.08. 31 cm 26,5 cm
21.08. 39 cm 29,5 cm
31.10. 45 cm 31 cm


Die starken Regenfälle am 28. Mai führten zu einem deutlichen Anstieg des Wasserspiegels in den Steinbruchteichen (10,5 cm Anstieg im Oberen Teich und 9 cm Anstieg im Unteren Teich).
Die Besiedlung mit Amphibien und Libellen wurde regelmäßig verfolgt. Zur Laichzeit wurden Moorfrosch (135 Laichballen, 4 fr. met.), Grasfrosch (2 Männchen, 2 Laichballen), Erdkröte (17 Ex. gefressen), Rotbauchunke (20-30 rufende Männchen), Laubfrosch (12 ad., 3 fr. met., 25 Larven), Teichmolch (8 Larven), Teichfrosch (> 20 rufende Männchen, 1 Larve) und Kleiner Wasserfrosch (6-10 rufende Männchen) festgestellt. Nur der Untere Steinbruchteich wurde am 17.04. mit ca. 2,5 t Kalkmergel per Hand gekalkt.
Von den Reptilien wurden Ringelnatter, Schlingnatter, Zauneidechse und Waldeidechse festgestellt.
Bei den Libellen konnten insgesamt 26 Arten, davon bereits 23 Arten mit Entwicklungsnachweis beobachtet werden. Es gab also eine sehr schnelle Neubesiedlung durch Libellen nach der Entlandung.




Der NABU-Landesverband Sachsen e. V., Ortsgruppe Wittichenau, erhält für die Durchführung einer naturschutzgerechten Teichbewirtschaftung eine Förderung über die Richtlinie Teichwirtschaft und Naturschutz (RL TWN/2015).