Aktiv im Leipziger Nordosten



Haben auch Sie Interesse, den NABU im Leipziger Nordosten zu unterstützen? Dann machen Sie doch im Rahmen Ihrer Möglichkeiten mit!
Wir wollen uns tatkräftig für die Belange des Naturschutzes einsetzen. Wir wollen Hecken, Klein-Biotope, Baumreihen, Vogelnist- und Fledermauskästen anlegen und pflegen, landwirtschaftliche Betriebe und Imker besuchen, Ausflüge machen und Kinder und Jugendliche für Umweltschutz begeistern. Wir wollen uns für sicherere Rad- und Fußwege, für Bus- und Bahnverkehr, gegen Autobahn- und Fluglärm engagieren.



Die Veranstaltungen der Ortsgruppe Plaußig-Portitz und ihrer Kindergruppe „Parthefrösche“ sind im Flyer gelb markiert.


Vogelfutterküche

Einladung zur Jahresabschlussfeier der „Parthefrösche“



Futterglocken
Foto: Christoph Knappe
Zum Abschluss des Jahres lädt die NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ am 12. Dezember 2015, 14.30 Uhr, in die Vogelfutterküche ein. Mit artgerechtem Futter und selbstgebauten Futter-
glocken wollen sie den Tieren durch die kalte Jahreszeit helfen. Es wird aber nicht nur Futter für Vögel, sondern auch leckeres Weihnachtsgebäck für die jungen Naturschützer geben.
Zur Vogelfutterküche und zur Jahresabschlussfeier sind Kinder im Grundschulalter herzlich eingeladen in die Naturschutzstation Parthenaue (Plaußiger Dorfstraße 23). Anmeldung telefonisch unter 0341 6884477 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .


Parthefrösche bauen Vogelwohnungen



Die Brutsaison in der Vogelwelt ist bereits beendet, auch die zahlreichen Nisthilfen, die der NABU in Plaußig-Portitz aufgehängt hat, sind verlassen, bis sie im Frühling wieder als Vogelwohnung dienen werden. Und die Tiere sollen dann noch größere Auswahl haben, denn Herbst und Winter nutzen die Naturschützer, um neue Nisthilfen zu basteln. So traf sich am 14. November auch die NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ zum Nistkastenbau in der Plaußiger Naturschutzstation. Demnächst werden die neuen Bruthilfen im Wald oder in Gärten aufgehängt.

Fotos: Karsten Peterlein


Insgesamt neun Mädchen und Jungen schraubten, hämmerten und pinselten fleißig, und über zwei Stunden lang wurden die vorgesägten Meisen- und Starenkästen zusammengeschraubt, mit Leinöl eingestrichen und Dachpappe auf die Oberseite genagelt. Zwischendurch gab es Saft und Kekse zur Stärkung, und auch der Spaß kam bei aller Arbeit nicht zu kurz. Fachkundig angeleitet von Mitgliedern des NABU-Arbeitskreises Vogelschutz entstanden zahlreiche neue Nistkästen, und schließlich konnte bei Bedarf jedes Kind einen für den heimischen Garten mit nach Hause nehmen. Die übrigen Nistkästen werden dann vor Beginn der nächsten Brutsaison für den Austausch beschädigter oder zerstörter Nistkästen verwendet oder an zusätzlichen Standorten aufgehängt.


NABU-Pflanzaktion bei Hohenheida

Kulturlandschaft wird ökologisch bereichert



Am 7. November hatte der NABU unter dem Motto „Mehr Grün am Wegesrand!“ wieder zu einer Pflanzaktion eingeladen. Dieser Naturschutzeinsatz für die ganze Familie ist inzwischen schon zur Tradition geworden. In den letzten drei Jahren wurden hier von der NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz insgesamt bereits 400 Büsche und 40 Bäume gepflanzt.
Diesmal waren zwanzig Helfer vom Kindes- bis zum Seniorenalter dabei. Am Spazierweg zwischen Kindergarten und Deponie Hohenheida haben sie ca. 160 heimische Sträucher in die Erde gebracht, außerdem wurden zehn Winterlinden gepflanzt. Felsenbirne, Apfelbeere, Holunder, Pfaffenhütchen, Schneeball und weitere Gehölzarten ergänzen nun die bereits in den Vorjahren hier gepflanzten Büsche und Bäume und stellen so eine ökologisch wertvolle Bereicherung der heimischen Kulturlandschaft dar. Neben den vielen freiwilligen Helfern aus der Umgebung ermöglichten dies großzügige Spenden u. a. von der DENDRON Akademie und der Saatgut Plaußig GmbH. Damit ist die Pflanzung an dieser Stelle nun abgeschlossen, soll aber auch im nächsten Jahr wieder in Hohenheida an anderer Stelle fortgeführt werden.

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Fotos: © Mario Vormbaum




Kleine Fledermäuse ganz groß

NABU-Vortragsabend in Portitz



Am 29. Oktober 2015 hatte der NABU Plaußig-Portitz zu einem Fledermaus-
vortrag eingeladen. Dafür hatte Naturfreund Helmut Pätzold im ehemaligen Siedlerheim der Krätzbergsiedlung einen Raum zur Verfügung gestellt. Amanda Watkins vom NABU-Naturschutzinstitut Leipzig (NSI) hat im ersten Teil des Abends das Leistungsspektrum und die weitreichenden Arbeitsgebiete des NSI vorgestellt.
Im zweiten Teil des Abends hat dann Franciska Rudolf von der ökologischen Station Borna in sehr interessanter Darstellung viel Wissenswertes über Fledermäuse erzählt und in Bildern und Filmen gezeigt. Sie warb für den Schutz der niedlichen, nützlichen Insektenfresser und ihrer Lebensräume.
Weltweit gibt es mehr als 1.200 Fledermausarten, 23 davon leben in Deutschland, in Sachsen 20. Bei den Fledermäusen unterscheidet man zwei Hauptgruppen: die Glattnasen und die Hufeisennasen. Fledermäuse orientieren sich durch Ultraschalllaute, wobei die Glattnasen Peillaute zwischen 20 und 55 Kilohertz aussenden, die Hufeisennasen zwischen 80 und 110 Kilohertz.
Die Paarungszeit liegt im August oder September, aber das Weibchen speichert das Sperma, so dass die Befruchtung erst im Frühjahr stattfindet. Eine Fledermaus kann 25 bis 30 Jahre alt werden, die älteste bisher bekannte wurde 42 Jahre.
Gefährdet sind die fliegenden Säugetiere vor allem durch Gifte, Holzschutzmittel und Pestizide. Außerdem gehen immer mehr Unterschlupfmöglichkeiten verloren, beispiels-
weise durch Baumfällungen oder Gebäudesanierungen, auch Windenergieanlagen sind ein Risiko für die Fledermäuse.
Helfen kann man ihnen durch den Schutz der Lebensräume und die Schaffung von neuen Quartieren, beispielsweise in Form von Zugängen zu Dachböden oder durch Fledermauskästen. Der NABU Plaußig-Portitz hat allein in diesem Jahr 14 neue Fledermauskästen im Plaußiger Wäldchen angebracht.
Manchmal brauchen auch einzelne Fledermäuse menschliche Hilfe. Wichtig ist, dass man sie dann nicht mit nackten Händen anfasst, sondern in einen Stoffbeutel oder Karton verstaut und professionelle Hilfe anfordert. Tipps zum Fledermausschutz, Bauanleitungen für Fledermauskästen und Hinweise für die richtige Anbringung gibt es beim NABU-Regionalverband Leipzig.


Nistkastenbau mit den „Strolchen“

NABU beim Tag der offenen Tür in der Kita



Foto: Wolfram Friedel
Am 12. September 2015 war bei den „Strolchen“, der Kindertagesstätte in Plaußig, Tag der offenen Tür. Die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz war eingeladen, das bunte Nachmittagsprogramm mitzugestalten. Viele Informationen rund um den Naturschutz in Leipzig hatten die Naturschützer mitgebracht, beispielsweise diverse Flyer des NABU, die auf der sonnigen Terrasse der Kindertagesstätte ausgelegt waren und interessierte Abnehmer fanden. Außerdem wurde auch wieder ganz praktisch etwas für den Artenschutz getan: Drei Stunden lang haben zwei Ehrenamtliche des NABU gemeinsam mit Kindern und ihren Familien aus vorgefertigten Holzteilen Vogelnistkästen zusammengeschraubt. Diese konnten mit nach Hause genommen und im heimischen Garten aufgehängt werden. Die Bausätze wurden vom Leipziger BMW-Werk, welches die Kita in Plaußig unterstützt, kostenlos zur Verfügung gestellt.
Selbst die Kleinsten legten mit Hand an und durften unter Anleitung die Schrauben festziehen. Mit glänzenden Augen und voller Stolz über ihr selbstgebautes Haus versprachen sie, beim nächsten Sommerfest zu berichten, wer im kommenden Frühling zum Nisten in ihr Haus eingezogen ist.


Frösche auf dem Dachsenberg

NAJU-Ausflug in die Dresdner Heide



Die NAJU-Naturschutzstation Dachsenberg in der Dresdner Heide ist ein Treffpunkt für junge Naturschützer. Hier kann man praktischen Naturschutz kennenlernen, gemütliche Tage verbringen, aufregende Entdeckungen machen und sich über Natur und Umwelt informieren. Die NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ wollte sich diese Möglichkeit nicht entgehen lassen, und so wurde der Ausflug nach Dresden, am 5. und 6. September 2015, ein Höhepunkt im Veranstaltungsjahr der Naturschutzgruppe.



Die Lehmhütten auf dem Dachsenberg sind angenehme Schlafquartiere. „Parthefrösche“ in der Dresdner Heide.
Fotos: Anke Friedel



Fledermausnacht am MiMo-Teich

Parthefrösche kontrollierten neu aufgehängte Fledermauskästen



Um den Fledermäusen im Plaußiger Wäldchen zu helfen, hatte die NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ im März 16 selbstgebaute Fledermauskästen aufgehängt. Nun wollten die jungen Naturschützer wissen, welche Tiere hier eingezogen sind.
Zur Fledermausnacht am 10. Juli 2015 hatten sie deshalb erneut den Fledermausexperten Andreas Woiton vom NABU-Naturschutzsintitut Leipzig (NSI) eingeladen.




Mitarbeitertag im Leipziger BMW-Werk

NABU Plaußig-Portitz betreute Informations- und Bastelstand



Am 5. Juli 2015 feierte der Autobauer BMW mit seinen Mitarbeitern und deren Familien das zehnjährige Produktionsjubiläum am Standort Leipzig. Eingeladen war auch die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz, um mit den Mitarbeitern gemeinsam Vogelnistkästen zu bauen und die Umweltschutzmaßnahmen des Werkes näherzubringen.

Denn das Werk legt traditionell viel Wert auf eine ökologisch hochwertige Nutzung seiner Grünflächen. Diese bieten 36 gezählten Vogelarten und vielen weiteren teils selten gewordenen Insekten und Pflanzen einen Lebensraum. Was lag da näher, als beim Mitarbeiter- und Familientag die Verbindung von Industrie und Natur und die Zusammenarbeit mit lokalen Naturschutzverbänden weiter zu untermauern.

Großer Andrang am Bastelstand des NABU. BMW-Familien konnten sich hier unter Expertenanleitung Nistkästen bauen. Vor allem die Kinder waren begeistert dabei. In zwei Zelten gab es Informationen zur Arbeit des NABU, darunter auch eine kleine Nistkastenausstellung.
Fotos: Christoph Knappe


Am Stand der Umweltschutzabteilung des Werkes konnte die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz in zwei geräumigen Zelten auf dem Werksgelände über ihre Aktivitäten informieren und betreute einen Nistkasten-Workshop für die Mitarbeiter. Die Autobauer und ihre Angehörigen konnten zum Akkuschrauber greifen und unter Anleitung der NABU-Aktiven solche Nistkästen bauen wie sie auch vielerorts auf dem Werksgelände zu finden sind. Dabei standen verschiedene Modelle für unterschiedliche Vogelarten zur Auswahl. Wer wollte, konnte mithilfe einer Schablone auch das NABU-Logo auf die schöne neue Vogelwohnung malen.

Meist waren es die Kinder, die sich dafür begeisterten und fleißig Nistkästen zusammen-bauten. Andere BMW-Familien kamen derweil mit den Naturschützern ins Gespräch über verschiedene Themen des Arten- und Umweltschutzes. Aktive aus dem NABU-Regionalverband Leipzig, seiner lokalen Gruppe Plaußig-Portitz, aber auch der NABU-Regionalgruppe Partheland standen dafür bereit.

Ein Haus bauen



Am NABU-Aktionsstand hing ein Plakat mit einem Blaumeisenkasten und dem Spruch: „Dinge, die man im Leben getan haben sollte – ein Haus bauen.“ Es gehört zu einer bundesweiten Werbekampagne des NABU unter dem Motto: „Wir sind was wir tun – die Naturschutzmacher.“ Für die Aktion setzte das BMW-Werk auf das Know-how der NABU-Ortsgruppe. Das Material stellte das Unternehmen selbst. Insgesamt wurden 134 Vogelnistkästen zusammengebaut. Mit dem Kasten unterm Arm oder im Rucksack zogen dann die Besucher des NABU-Aktionsstands weiter übers Werksgelände. Insofern gab es nach dem Mitarbeiter- und Familientag 134 neue Naturschutzmacher. Die Vogelwelt kann sich auf die neuen Behausungen freuen, der NABU bedankt sich dafür bei BMW.

Weitere Projekte im Naturschutzbereich haben das Leipziger Werk und der Naturschutzbund bereits ins Auge gefasst.

Zwei junge Naturschutzmacher, die #zusammenhalten: Zusammen Nistkästen bauen und dann zusammen halten.



Wasser und Licht für Jungpflanzen

„Parthefrösche“ haben Feldgehölze bei Hohenheida gegossen



Keine Wolke am strahlend blauen Sonnenhimmel und heiße Temperaturen bei weit über 30 Grad – das waren die äußeren Bedingungen. Doch davon ließen sich die „Parthefrösche“ nicht abhalten. Denn schließlich war genau die sommerliche Hitze Anlass für den geplanten Arbeitseinsatz: Am 4. Juli zog die NAJU-Kindergruppe los, um die Feldgehölze zu bewässern, die der NABU Plaußig-Portitz mit zahlreichen Helfern im Laufe der letzten beiden Jahre am Gülleweg in Hohenheida gepflanzt hat.

Das Wasser kam mit einem großen Tank aus dem Brunnen von NABU-Vorstandsmitglied Dr. Michael Hans Richter aus Gottscheina. Es blieb aber nicht beim Gießen, auch andere Handgriffe waren nötig. So wurden einige wuchernde Pflanzen beseitigt, damit die jungen, wertvollen Feldgehölze genug Licht bekommen. Eine Erfrischung gab es im Anschluss an die Aktion für die „heiß gelaufenen“ Aktiven des NABU dann noch auf dem Bürgerfest in Hohenheida, das am selben Tag stattfand.

Fotos: Mario Vormbaum  

Weitere Pflanzaktion

Der nächste Arbeitseinsatz unter dem Motto „Mehr Grün am Wegesrand“ ist übrigens am 7. November 2015 geplant. Dann will der NABU weitere Büsche und Bäume ins Erdreich bringen, um die bisherige Pflanzstrecke fortzuführen und bislang kahle Feldwegränder zu begrünen. Das erfolgreich gestartete Projekt des NABU Plaußig-Portitz ist eine wichtige Biotopbereicherung der Landschaft.

Freiwillige Helfer können sich den Termin also schon einmal vormerken. Treffpunkt ist dann wieder um 9 Uhr der Parkplatz der Kita „Tierhäuschen“ in Hohenheida. Jeder kann dabei mitmachen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Zur Anschaffung des Pflanzmaterials bittet der NABU auch wieder um Spenden auf das Konto des NABU Leipzig (IBAN): DE88 8605 5592 1100 9119 59, Verwendungszweck „Mehr Grün am Wegesrand“. Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden, deshalb bitte die Postadresse angeben!


NABU-Stand beim Dorffest Plaußig

NABU-Wildvogelhilfe kann junge Mehlschwalbe retten



Am 20. Juni 2015 fand das Dorffest Plaußig statt. Auch der NABU war mit einem Aktions- und Informationsstand dabei. Unter anderem konnten die Gäste am Stand das druckfrische Veranstaltungsprogramm des NABU für die Monate Juli bis Dezember bekommen.

Viele Gespräche drehten sich um Biotop- und Artenschutz im Leipziger Nordosten, vor allem der Schwalbenschutz kam dabei mehrfach zur Sprache. Zum Schutz der eleganten Vögel hatte der NABU Leipzig in diesem Jahr ein Schwalbenschutzprojekt gestartet.

Aktions- und Informationsstand des NABU beim Plaußiger Dorffest.
Fotos: NABU Plaußig-Portitz
 


Die Informationen über die Aktivitäten des NABU haben an diesem Tag auch ein Schwalbenleben gerettet. Zwei Anwohner hatten in Plaußig den Absturz eines Mehlschwalbennests festgestellt. Hilfesuchend haben sie sich an den Ortsvorsteher gewandt, der wiederum den NABU Plaußig-Portitz informiert hat. Auf diesem Weg konnte die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig schnell eingreifen. Leider hatte nur eine von fünf jungen Mehlschwalben den Absturz überlebt, doch sie hat den Absturzschock überwunden. Bei NABU-Vogelschutzexperte Karsten Peterlein fand sie fünf Ersatzgeschwister und frisst bereits wieder. Für die Wildvogelhilfe, insbesondere für die Futterkosten, bittet der NABU um Spenden auf das Konto bei der Sparkasse Leipzig (IBAN): DE88 8605 5592 1100 9119 59 (Stichwort „Wildvogelhilfe“).

Hier war das Zuhause der Mehlschwalben. Leider ist ihr Nest abgestürzt.
Fotos: Karsten Peterlein
Von den fünf Nestlingen überlebte nur einer den Unfall. Die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig konnte die junge Schwalbe (roter Pfeil) aufnehmen. Hier hat sie nun neue Ersatzgeschwister gefunden.



Fledermaus- und Glühwürmchennacht



Abbildung: NAJU/Ulrike Suckow
Dem Leben nachtaktiver Tiere war die NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ am 19. Juni 2015 auf der Spur. Die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz hatte Kinder ab dem Grundschulalter zu einer Fledermaus- und Glühwürmchen- nacht ins Schloß Hohenprießnitz an der Mulde eingeladen. Experten des NABU haben vor Ort die Tiere vorgestellt.







Kinderfest der Grundschule Portitz

NABU war mit Nistkastenquiz und Suchspiel dabei



Am 12. Juni 2015 hat die Grundschule Portitz anlässlich des 75-jährigen Schuljubiläums zum Kinderfest eingeladen. Es fand auf der großzügigen grünen Außenanlage der Schule statt. Auch der NABU Plaußig-Portitz war dabei. Aktive des Naturschutzbundes hatten verschiedene aus Holz selbst gebaute Nistkastentypen auf der Tischtennisplatte der Grundschule im Freien aufgebaut. Die Kinder konnten sich dann spielerisch mit Artenschutz beschäftigen und bei einem kleinen Quiz viele kleine Vogelfotos den unterschiedlichen Nisthilfen zuordnen.

Im Vorteil bei der Beantwortung der vom NABU gestellten Fragen waren natürlich diejenigen Schüler, die in ihrer Freizeit bei den „Parthefröschen“, der Naturschutzjugendgruppe des NABU Plaußig-Portitz, mitmachen. Aber auch andere Schüler hatten die Chance, richtige Antworten zu geben, hängen doch zahlreiche Vogelnistkästen des NABU im grünen Schulhof oder an der Außenfassade der Grundschule, so beispielsweise auch eine künstliche Nisthilfe für eine Sperlingskolonie.

Eine weitere Aufgabe am NABU-Stand war, zahlreiche verschiedene Gegenstände ausfindig zu machen, welche die NABU-Helfer im Weinlaub an der langen Außenwand der Sporthalle der Grundschule zuvor versteckt hatten und die dort nicht hingehörten - angefangen vom Teddybären bis hin zur Plastiktüte. Letztlich haben alle Schüler für ihre Teilnahme an der Frage- und Spielrunde auf den von ihnen jeweils mitgeführten Laufkarten ein Kreuz von den NABU-Helfern bekommen. Bei zehn an verschiedenen Spielständen des Kinderfestes „erarbeiteten“ Kreuzen konnten die Kinder sich anschließend einen Anstecker prägen lassen und mit nach Hause nehmen. Ein vom Schulhort spendiertes Waffeleis gab es gratis dazu.


Radtour zu den Bienen



Fleißige, summende Bienchen, die uns leckeren Honig liefern - aber wie geht es den Insekten eigentlich und wie kommt der Honig aus der Wabe ins Honigglas? Darüber konnte sich am 6. Juni die NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ informieren:
Die jungen Naturschützer besuchten den Imker Richard Beer in Leipzig-Hohenheida, der hier rund 100 Bienenvölker betreut. Mit dem Fahrrad war die Kindergruppe von Plaußig nach Hohenheida gefahren.



Foto: Mario Vormbaum



„Parthefrösche“ im Auwald

Exkursion mit der „Lebendigen Luppe“ durch die Leipziger Burgaue



Foto: Mario Vormbaum
Was zeichnet einen Auwald eigentlich im Vergleich zu anderen Waldarten aus? Welchen Nutzen können die Leipziger von ihm ziehen, und welchen Bedrohungen ist er ausgesetzt? Den Antworten auf diese Fragen ging auf spielerische Weise Ende Mai die NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ in der Leipziger Burgaue nach.





Stunde der Gartenvögel im Leipziger Nordosten



Vom 8. bis zum 10. Mai 2015 fand wieder die „Stunde der Gartenvögel“ statt. Auch Vogelfreunde im Leipziger Nordosten haben sich an dieser bundesweiten Mitmachaktion des NABU beteiligt. Der NABU Plaußig-Portitz hatte zwei Veranstaltungen organisiert, bei denen man sich zusammen mit anderen an der Vogelbeobachtung beteiligen konnte. Eine Stunde lang zählten Teilnehmer am Sonntagvormittag im Schulhof der Grundschule Portitz 20 verschiedene heimische Vogelarten. Darunter auch Stieglitze, einen Zaunkönig und Gartenrotschwänze. Immer wieder ließ sich ein kleiner Trupp Haussperlinge während der Beobachtungsstunde auf einer Freifläche zum Staubbaden nieder. Dennoch wurde auch diese Vogelart nur mit der höchsten Anzahl von Vögeln gezählt, die gleichzeitig zu beobachten war, in diesem Fall vier. Auf diese Weise lassen sich Doppelzählungen einzelner Vögel vermeiden, die im Beobachtungszeitraum unter um Umständen gleich mehrfach in das Blickfeld der Beobachter geraten sind. Dies galt auch für ein Kleiberpaar, das im ständigen Wechsel einen Vogelnistkasten des NABU an der Außenfassade des Gebäudes der Grundschule Portitz mit Futter anflog oder mit einem Kotsäckchen im Schnabel verließ. Hier notierten die Vogelbeobachter im entsprechenden Kästchen ihres Zählbogens die Zahl Zwei.

Ein zweiter Beobachtungspunkt der örtlichen Naturschützer lag in Hohenheida. Auf der busch- und baumbestandenen Anhöhe am Ende des Gülleweges konnten 15 verschiedene Vogelarten in einer Stunde gezählt werden. Die nicht alltägliche Beobachtungen dort waren eine Wacholderdrossel, ein Sperber und zwei Nachtigallen. Aber auch sonst gaben viele Vogelfreunde und insbesondere im Leipziger Ortsteil Portitz ihre Beobachtungsergebnisse aus ihren Gärten den Aktiven der NABU-Ortsgruppe bekannt, die hier wie bundesweit wertvolle Rückschlüsse auf Bestandsentwicklungen und Schutzmaßnahmen für einzelne Vogelarten gewinnen können.



Kleiber
Foto: NABU/Bernd Birkhahn
Haussperling
Foto: NABU/Oscar Klose



„Piepshow“ im Klassenzimmer



In der Grundschule Portitz kann man derzeit Kleiber beim Brutgeschäft beobachten. Möglich macht das eine Kamera, die der NABU Plaußig-Portitz in einen Nistkasten eingebaut hat. Im Computerraum können Schüler und Lehrer die Livebilder sehen. Der Nistkasten wurde auf einem Fenstersims im ersten Obergeschoss der Schule montiert, über Funk werden die Videobilder aus dem Nistkasten in den benachbarten Schulraum übertragen.

Bereits im vorigen Jahr gab es eine erfolgreiche Brut vor laufender Kamera. Kohlmeisen hatten den Kasten bezogen. In diesem Jahr wohnt hier nun Familie Kleiber: Die Vogeleltern ziehen fünf Junge groß. Die Jungkleiber sperren bereits emsig die Schnäbel auf, wenn sich ihre Eltern mit Futter im Schnabel nähern. Sie kommen in rasantem Flug, und landen meistens vor dem Einflug in den Nistkasten noch einmal auf dem Dach der Behausung. Ausreichend Futter finden die Kleiber auf dem ausgedehnten und mit hohen Bäumen bestandenen grünen Schulgelände.

Auch während der Schulhofpausen gehen die Blicke der Schüler und Lehrer oft nach oben und in Richtung Vogelnistkasten, wo auch vor dem Nistkasten an der Außenfassade des Schulgebäudes reger Flugbetrieb herrscht.

Das Livebild aus dem Nistkasten zeigt die
jungen Kleiber.
„Auch die Reihenhäuser sind in diesem Jahr gut belegt“, berichtet Ingrid Neefe-Schnabel. Die Leiterin der Grundschule Portitz meint damit eine Kolonie von Haussperlingen, die wenige Meter von der Kleiberfamilie entfernt ebenfalls ihren Nachwuchs versorgen. Dafür nutzen sie einen langgestreckten Nistkasten aus Holz.

Jetzt stehen die Aktiven des NABU mit der Leitung der Kindertagesstätte der Johanniter im benachbarten Plaußig in Kontakt, um nach ihren guten Erfahrungen in der Grundschule Portitz auch dort mit einem Vogelnistkasten und integrierter Kamera bei den Jüngsten für neue Akzente in der Umweltbildung zu sorgen.


Besuch im Feuchtbiotop Schladitz



Ausgerüstet mit Ferngläsern kann man vom
Beobachtungs- turm im Biotop Schladitz das
vielfältige Leben auf den Wasserflächen
beobachten.
Foto: Karsten Peterlein
Am 25. April 2015 hat die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz die Klärschlammdeponie Schladitz besucht, die heute ein wertvoller Lebensraum ist.

Zahlreiche Vogelarten haben in dem abgezäunten Gebiet einen Lebensraum gefunden. Besuchen kann man das Gelände nur im Rahmen einer Sonderführung. 34 Naturfreunde haben die Gelegenheit genutzt, das Gelände gemeinsam zu besichtigen.







Bärlauch und Taubnesseln – Erlebter Frühling im Plaußiger Wäldchen



Am 18. April und am 9. Mai 2015 waren Kinder im Grundschulalter zur Aktion „Erlebter Frühling“ eingeladen.

Die NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ machte sich auf die Suche nach den Frühlingsboten und beteiligte sich damit an der bundesweiten Aktion der Naturschutzjugend.








Frühstück mit Gartenrotschwanz

Vogelstimmenexkursion



Der frühe Vogel fängt den Wurm. Dieses Sprichwort nahmen sich am 18. April 2015 auch die Teilnehmer einer Vogelstimmenführung der NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz zu Herzen. Bereits um 6 Uhr hatten sich zwei Dutzend Frühaufsteher an der Grundschule Portitz eingefunden, um dem vielstimmigen Konzert der heimischen Singvögel zu lauschen. Karsten Peterlein, Vogelschutzexperte des NABU Leipzig, führte bei dem gemeinsamen Rundgang durch die Vogelwelt. Die einzelnen Vogelstimmen aus Gebüschen und im Überflug konnte er insgesamt 20 Vogelarten zuordnen, und zu allen konnte er auch Wissenswertes zu ihrer Lebensweise beisteuern.

So erzählte er, dass bei den Amseln nicht nur die schwarz gefiederten Männchen ihre Brutreviere verteidigen; auch die Weichen lassen die Federn fliegen, wenn es um bessere Aufzuchtchancen für den eigenen Nachwuchs geht. Schlecht ist es um die Rotkehlchen bestellt, denn als Bodenbrüter werden sie häufig Opfer frei laufender Katzen. Bei dem Rundgang konnten die Vogelfreunde dem melancholisch vorgetragene Gesang eines Rotkehlchens lauschen.

Karsten Peterlein warnte die Teilnehmer vor falsch verstandener Tierliebe, die der heimischen Fauna oftmals schadet. So kritisierte er beispielsweise das intensive Füttern von Eichhörnchen im Clara-Zetkin-Park, mit dem viele Tierliebhaber aus Unkenntnis der Vogelwelt schaden. Die übernatürliche Dichte an Eichhörnchen hat nämlich zur Folge, dass die Singvögelbestände im Park einbrechen. Denn der gewandte Kletterer hat keine Probleme Nester zu plündern und Gelege zu fressen. Eine Zunahme der Bestände ist dagegen bei Kohlmeisen zu beobachten, die inzwischen häufiger beobachtet werden als Haussperlinge.

 
Bei der Exkursion wurde auf dem Portitzer Friedhof auch das NABU-Projekt „Lebendige Friedhöfe“ vorgestellt.
Foto: Mario Vormbaum
Die Vogelstimmenführung endete mit einem gemeinsamen Biofrühstück auf dem Gelände der Grundschule Portitz.
Foto: Karsten Peterlein


Das NABU-Projekt „Lebendige Friedhöfe“ wurde auf dem Portitzer Friedhof vorgestellt. Denn die Ruhestätten sind auch grüne Oasen des Lebens in unserer Stadt. Der NABU betreut in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Friedhofsträgern in Leipzig mehrere hundert Vogelnistkästen. Nach Fitis, Zilzalp und dem Gesang der unscheinbaren Klappergrasmücke bekamen die Teilnehmer zum Schluss auch noch Gartenrotschwänze zu hören. Zu diesem Zeitpunkt hatten sie sich bereits zu einem gesunden Frühstück aus Bio-Zutaten im „Grünen Klassenzimmer“ der Grundschule Portitz niedergelassen. Auch auf dem Außengelände dieser Grundschule hat der NABU Plaußig-Portitz spezielle Vogelnistkästen für Gartenrotschwänze aufgehängt, die augenscheinlich auch zu Beginn der diesjährigen Brutsaison bezogen worden sind.


Frühjahrsputz für Umwelt- und Artenschutz

Müllsammelaktion in Plaußig-Portitz



Fotos: Mario Vormbaum


Anderer Leute Dreck wegzuräumen, ist nicht jedermanns Sache. Acht freiwillige Helfer taten es dennoch. Sie streiften sich pünktlich zum Frühjahrsbeginn an einem Samstagmorgen gelbe Warnwesten über und machten sich auf den Weg in Richtung Plaußiger Wäldchen. Ansporn für die jüngeren und älteren Naturschützer war es, die heimische Tier- und Pflanzenwelt, Waldböden und Gewässer von illegal abgelagerten oder weggeworfenen Abfällen zu befreien und so beispielsweise auch Fröschen und Kröten in ihren Laich- und Wandergebieten den Weg frei zu machen. Entlang der Grundstraße sammelten sie im Wald zwischen der Parthebrücke in Plaußig und dem Waldrand in Portitz in rund zweieinhalb Stunden 15 große Plastiksäcke voll Müll. Mit diesem Einsatz im Freien beteiligte sich die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz wie schon im Vorjahr an der traditionellen Frühjahrsputzaktion der Stadt Leipzig. Am Ende waren alle Mithelfer erschöpft, aber mit einem Blick zurück in den Wald zufrieden, eine weithin sichtbare gute Tat für den Naturschutz geleistet zu haben.

Achtlos weggeworfener Müll ist nicht nur umweltschädlich, er kann auch für verschiedene Tiere zur tödlichen Falle werden. Deshalb hat sich der NABU Plaußig-Portitz am „Frühjahrsputz“ beteiligt.


Heiko Zeidler, der Vorsitzende des Siedlervereins Moränensiedlung Portitz e. V., hat es dankenswerter Weise übernommen, den eingesammelten Müll zu einer zentralen Sammelstelle abzutransportieren.
Auch am 28. März hat sich der NABU Plaußig-Portitz noch einmal am „Frühjahrsputz“ beteiligt.




Neue Wohnungen für Fledermäuse



Foto: Karsten Peterlein
Um eine Attraktion reicher ist jetzt der Naturlehrpfad im Plaußiger Wäldchen. Hier hat der NABU Plaußig-Portitz 16 Fledermauskästen aufgehängt.
Ziel dieser Artenschutzmaßnahme ist es, das Quartierangebot für die nacht- und dämmerungsaktiven Säugetiere in der Parthenaue zu verbessern. Zugleich sollen Kinder und andere Besucher des Naturlehrpfades künftig auch das Leben der insektenvertilgenden Flugkünstler verfolgen können.







Artenschutz in der „Sandgrube“ Portitz

NABU und Siedlerverein haben Nistkästen aufgehängt



In den Winterwochen hatte die NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ fleißig Fledermaus- und Vogelnistkästen gebastelt.
Am letzten Februarwochenende sollten nun die Nisthilfen für die Vögel aufgehängt werden. Dafür hatte sich die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz die Parkanlage „Sandgrube“ in Portitz ausgesucht. Hier wurden Leitern aufgestellt, und die „Parthefrösche“ haben die selbstgebauten Vogelnistkästen an Bäumen im gesamten Parkbereich angebracht.









Vorsicht Krötenwanderung

NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ für Warnschildkreationen ausgezeichnet



Sobald es etwas milder wird, die Nächte frostfrei sind, beginnt wieder die Amphibienwanderung. Frösche, Kröten, Molche und Co. kommen dann aus ihren Winterquartieren und machen sich auf den Weg zu den Laichgewässern. Dabei sind sie zahlreichen Gefahren ausgesetzt, insbesondere der Straßenverkehr ist lebensgefährlich für die Tiere. Jedes Jahr helfen deshalb Naturschützer den Amphibien sicher über die Straßen. Außerdem werden an vielen Stellen Warnschilder aufgehängt, um Autofahrer, aber auch Radfahrer und Fußgänger, auf das Problem aufmerksam zu machen. An diesen Amphibienschutzaktionen beteiligt sich auch der NABU Plaußig-Portitz. Die Kindergruppe „Parthefrösche“ hat sogar eigene Amphibienwarnschilder entworfen. Diese Kreationen hatte die Gruppe bei einem landesweiten Wettbewerb eingereicht, der im Rahmen des Projekts „Naturtäter.de“ stattfand. Dabei haben die „Parthefrösche“ den ersten Platz belegt. Die Auszeichnung wurde ihnen bei einer Naturtäter-Veranstaltung am 7. Februar im Leipziger „Gondwanaland“ überreicht. Damit endete die einjährige Pilotphase des Naturtäter-Projekts, das zum Ziel hat, junge Menschen für ein ehrenamtliches Engagement im sächsischen Naturschutz zu begeistern. Dafür arbeiten der NABU-Landesverband Sachsen, das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft sowie die Landesstiftung Natur und Umwelt im Projekt zusammen. Der NABU Plaußig-Portitz hat sich mit zahlreichen Naturtäter-Aktionen daran aktiv beteiligt.
Ihre im Rahmen des Projekts prämierten Amphibienwarnschilder werden die „Parthefrösche“ in nächster Zeit wieder an Brennpunkten der Amphibienwanderung im Leipziger Nordosten aufhängen. Schon jetzt bittet der Naturschutzbund alle Verkehrsteilnehmer um Rücksicht auf die wandernden Amphibien!
Wer den NABU bei den anstehenden Amphibienhilfsaktionen unterstützen möchte, kann sich über die Termine auf der Internetseite www.NABU-Leipzig.de sowie auf Facebook und Twitter informieren.

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Foto: © Ina Ebert
Abbildungen: © LaNU/NABU Sachsen, NABU Plaußig-Portitz



Stunde der Wintervögel 2015

Foto: Reinhard Rädler


Am 9., 10. und 11. Januar hatte der NABU zur großen Vogelzählung eingeladen, zur „Stunde der Wintervögel“. Am Aktionswochenende fegten schwere Sturmtiefs über das Land - vermeintlich schlechte Bedingungen, um Vögel in freier Natur zu beobachten und zu zählen, doch davon ließ sich die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz nicht abhalten: Zur gemeinsamen Vogelzählung kamen über zwei Dutzend Teilnehmer aller Altersgruppen und waren dann auf den Wiesen der Parthenaue von Plaußig Richtung Seegeritz unterwegs zur Naturbeobachtung.




Weihnachtsgebäck und Vogelfutter

Jahresabschlussfeier der NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“

Foto: Christoph Knappe


Die Singvögel haben es in der kalten Jahreszeit nicht leicht, genug Futter zu finden. Heimische Bäume und Sträucher, die Samen und Früchte tragen, stehen viel zu selten in unseren Parks und Gärten. Es gibt hier auch kaum Ecken, wo die Natur sich selbst überlassen bleibt und wo man zum Beispiel das Laub liegen lässt. In solchen Ecken könnten auch die Vögel Nahrung finden, so aber sind sie oftmals auf menschliche Hilfe angewiesen.
Deshalb unterstützt der NABU die Tiere mit artgerechten Futterangeboten und berät auch gerne, wie man den Tieren im Winter am besten helfen kann. Auch die Kindergruppe des NABU Plaußig-Portitz dachte in der gemütlichen Adventszeit an die Vogelwelt: Bei ihrer Weihnachtsfeier haben die „Parthefrösche“ in der Plaußiger Naturschutzstation rund 30 Vogelfutterglocken hergestellt.




Spannende Einblicke in Vogelwohnungen

Nistkastenreinigung in Portitz



Der NABU betreut in Leipzig zahlreiche Vogelnisthilfen in und an Gebäuden und auf Grünanlagen und Friedhöfen. Auch die NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ beteiligt sich am Wohnungsbau für die Vogelwelt. Immer wieder basteln die jungen Naturschützer neue Bruthilfen. Dadurch wird das Angebot an Nistmög-
lichkeiten in Leipzigs Nordosten verbessert. Auch auf dem Gelände der Grundschule Portitz hängen Vogelkäs-
ten, um die sich die NAJU-Kindergruppe kümmert.
Am 29. November zogen die „Parthefrösche“ los, um den diesjährigen Nisterfolg zu kontrollieren und die Bruthilfen zu reinigen, die sie selbst gebaut und aufgehängt hatten. Mit der Leiter ging es 16 Mal hinauf, und jedes Mal war es für die Sieben- bis Zehnjährigen spannend, was sie im Vogelkasten vorfinden würden. Im Frühjahr konnten die Schüler in den Hofpausen bereits Vögel mit Futter im Schnabel ein- und ausfliegen sehen, jetzt konnte man die Nester selbst kontrollieren, die verschiedene Formen haben. Zum Teil wurden nicht ausgebrütete Gelege vorgefunden, so dass man auch anhand der Eier die verschiedenen Vogeleltern identifizieren kann. Demnach haben Haussperlinge, Blau- und Kohlmeisen, Gartenrotschwänze und sogar die nicht so häufigen Trauerschnäpper das Nistkastenangebot des NABU genutzt. Die Kinder fanden Vogeleier in unterschiedlichen Größen und Farben, von weiß, ohne und mit farbigen Sprenkeln, bis türkis.
Mit der Nistkastenreinigung sind nun die besten Voraussetzungen geschaffen, dass auch die nächste Brutsaison ein Erfolg wird. Denn in den alten Nestern tummeln sich Parasiten, die nun entfernt wurden. Die schönen Holzkästen können damit wieder als Schlaf- und Kinderstube genutzt werden.
Aber nicht nur Vogelnester und ­-eier fanden die Kinder, sie befreiten auch einen Fußball, der sich in einer hohen Astgabelung verfangen hatte. Nun wartet er auf der Schulhofwiese auf das nächste Fußballspiel.

Die alten Nester wurden aus den Vogelkästen entfernt, damit sie parasitenfrei für die neue Saison zur Verfügung stehen. Anhand der Nestform und zum Teil nicht ausgebrüteter Eier kann man bestimmen, welche Vogelarten die Nisthilfen genutzt haben. Foto: Jens Gabke



Nistkastenbau in Plaußig

Foto: Karsten Peterlein


In der Tierwelt herrscht Wohnungsnot. Der Naturschutzbund NABU hat es sich zur Aufgabe gemacht, dagegen etwas zu unternehmen. Einerseits engagieren sich Naturschützer für den Erhalt natürlicher Unterschlupfmöglichkeiten, sie sorgen aber auch für künstliche Nisthilfen. Auch die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz kümmert sich bereits um zahlreiche Vogelnistkästen, und die NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ sorgt regelmäßig für Nachschub. Auch am 22. November 2014 hatten die Schüler wieder „Basteltag“. Nisthilfen für Vögel wurden dabei ebenso gezimmert, wie Fledermauskästen oder Insektenhäuschen. Sogar künstliche Schwalbennester haben die „Parthefrösche“ gebaut. Mit der sinnvollen Bastelaktion leistet der NABU einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in Leipzigs Nordosten.




Mehr Grün am Wegesrand!

Pflanzaktion der NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz bei Hohenheida



Am 8. November 2014 hatte der NABU wieder zum Arbeitseinsatz bei Hohenheida eingeladen. Dabei wurden Pflanzen in die Erde gebracht, um die Strukturvielfalt der Landschaft zu verbessern. Solche Feldgehölze sind ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz. Mit der Aktion wollte der NABU aber auch ein Zeichen gegen den geplanten Bau der vierspurigen Bundesstraße B 87 n setzen.
















Was machen die Pflanzen im Winter?

Ein lehrreicher Nachmittag auf der Wiese



Bald kommt die kalte Jahreszeit. Wie überstehen dann eigentlich die Pflanzen Frost und Schnee? Um das herauszufinden, zog die Biologin Dr. Maria Vlaic vom NABU-Regionalverband Leipzig mit der NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ los. Sie besuchten am 18. Oktober eine Wiese, auf der sie auch im Sommer schon allerlei Pflanzen untersucht haben. Der Herbst zeigte sich von seiner goldenen Seite, doch die Pflanzenwelt stellt sich schon auf den Winter ein.
Maria Vlaic hatte verschiedene Pflanzen oder Pflanzenteile mitgebracht, welche die Kinder reihum in einem Beutel ertasten durften. Die „sandige Stange“ entpuppte sich als Möhre. „Einige Pflanzen wie die Möhre speichern die im Sommer gewonnene Energie in Form von Stärke und Zucker in ihrer Wurzel“, erläuterte die Botanikerin und berichtete, dass die Möhre erst im zweiten Jahr blüht und Samen bildet. „Die über den Winter in der Wurzel gespeicherte Energie wird im zweiten Jahr zur Samenproduktion verwendet, als Gemüse ist die Möhre dann unbrauchbar – sie schmeckt dann nicht mehr.
Nach und nach kommen aus den Beuteln der Botanikerin Knollen, Nüsse, Samen, Früchte und Zwiebeln zum Vorschein, Energiespeicher mit denen die Pflanzen die Wintersaison überleben. Auch Bäume und Sträucher richten sich vor dem Winter auf eisige Temperaturen ein, beispielsweise indem sie ihre Blätter abwerfen. Vorher werden den Blättern allerdings noch wertvolle Stoffe, das Blattgrün (Chlorophyll), entzogen und in den Stamm, die Zweige oder in Knospen eingelagert. Die verbleibenden gelben Bestandteile und die teilweise beim Absterben des Blattes entstehenden roten Farbstoffe bescheren uns im Herbst die typische Laubfärbung. Durch die wegfallende hohe Verdunstung über die Blätter wird der Wassertransport im Winter auf ein Minimum reduziert, so dass die Pflanze bei Bodenfrost auch kurze Perioden ohne Wasseraufnahme über die Wurzeln übersteht. Das kann man auch an den Jahresringen erkennen. Maria Vlaic zeigte das den „Parthefröschen“ an einer mitgebrachten Baumscheibe. Deutlich konnte man abwechselnd die hellen und dunklen Halbjahresringe erkennen. Die jeweils im Sommerhalbjahr entstandenen hellen Halbjahresringe zeigen unter der Lupe betrachtet viele Löcher, die wie Strohalme das Wasser im Stamm von unten nach oben transportieren.
Die während der Wintersaison entstandenen dunklen Ringe sind dagegen deutlich dichter beschaffen.
Die meisten Nadelbäume müssen ihre Blätter (Nadeln) nicht abwerfen, da sie Harz enthalten, das wie ein Frostschutzmittel wirkt.
Nach zwei Stunden endete die kurzweilige Veranstaltung, an der elf Kinder teilnahmen. Zwei davon waren zum ersten, aber sicherlich nicht zum letzten Mal mit den „Parthefröschen“ auf Entdeckungstour.


Waldspaziergang mit dem Revierförster


Foto: Christoph Knappe

Strahlender Sonnenschein am ersten Herbstwochenende – ein Waldspaziergang ist unter diesen Bedingungen ein herrliches Naturerlebnis. Eingeladen dazu hatte die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz Jung und Alt. Geführt von Revierförster Martin Opitz wanderte die Gruppe durch das Plaußiger Wäldchen.




Mitgliederversammlung der NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz



Im September 2012 hatten sich im Leipziger Nordosten einige engagierte NABU-Mitglieder zusammengefunden; sie gründeten im NABU-Regionalverband Leipzig e. V. die neue Ortsgruppe Plaußig-Portitz, um Naturschutzarbeit und Umweltbildung in der Region zu intensivieren. Gleichzeitig konnte so die lange Tradition der Kindergruppe Parthefrösche weitergeführt werden. Sie ist eine der aktivsten Gruppen der NAJU Sachsen mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm, das jeden Monat Spannendes für Kinder und Grundschüler zu bieten hat. Mit Vogelzählungen, Exkursionen und insbesondere mit einer erfolgreichen Baumpflanzaktion hat der NABU Plaußig-Portitz in den vergangenen zwei Jahren viel erreicht. Die Mitgliederzahl hat sich mehr als verdoppelt, und das Durchschnittsalter sank von 55 auf 36 Jahre, weil mehrere Familien mit Kindern in den NABU eingetreten sind.
Mit dem Ende der Amtszeit des gewählten Vorstands war nun Zeit für eine Bilanz und für Zukunftspläne: Am 20. September 2014 haben sich die Mitglieder zur Mitgliederversammlung in der Naturschutzstation Parthenaue getroffen. Als Gäste waren Ines Richter, die neugewählte Vorsitzende des Ortschaftsrates Plaußig, Carmen Wahlich, Leiterin der AG „Naturfreunde“ im Hort der Grundschule Portitz sowie der ortsansässige Imker Richard Beer gekommen.
Bei der Mitgliederversammlung wurde der Vorsitzende Christoph Knappe wiedergewählt, sein Stellvertreter wurde Mario Vormbaum, Schriftführer Joachim Richter. Auch Dr. med. Michael Richter wurde als Beisitzer wiedergewählt; neu im Vorstand sind Cindy Kasperzik und Steffen Wagner aus Portitz.



Foto: Mario Vormbaum



Fledermausnacht der „Parthefrösche“

Foto: Mario Vormbaum

Wer Fledermäuse beobachten möchte, muss lange wach bleiben. Erst nach Sonnen-
untergang beginnt für die heimlichen, fliegenden Tiere der Tag. Am 5. September hatte die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz zur Fledermausnacht eingeladen.
In der Abendsonne begann die Veranstaltung mit einem Vortrag im Hof der Naturschutzstation Parthenaue. Dabei zogen noch die Schwalben über den Dächern von Plaußig ihre Kreise, aber bald schon wurden sie abgelöst von den anderen Tieren, die fliegend auf Insektenjagd gehen. Die NABU-Fledermausexperten Katharina Wollschläger und Andreas Woiton informierten über das Leben dieser nächtlichen Jäger. Die NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ lauschte gespannt den Erzählungen.




Flugkünstler wurden gezählt

Mauerseglertag beim NABU Plaußig-Portitz



Am 7.7. hat der NABU Leipzig zum ersten Mal zum Mauerseglertag eingeladen, woran sich auch die Ortsgruppe Plaußig-Portitz beteiligt hat. Die eleganten Mauersegler sollen nun jedes Jahr an diesem Datum im ganzen Stadtgebiet gezählt werden. Die Menschen sind aufgerufen, ihre Beobachtungen zu melden; mit den so gesammelten Informationen will der NABU die Brutplätze der Tiere besser schützen. Zum Brüten nutzen sie Nischen in unseren Gebäuden, die aber durch Sanierungen mehr und mehr verloren gehen. Der NABU will dafür sorgen, dass Nisthilfen als Ersatz angeboten werden und betreut schon jetzt im Stadtgebiet mehr als 800 solche Mauerseglerkästen.




Erlebniswochenende der „Parthefrösche“

NAJU-Kindergruppe auf Entdeckungstour im Naturschutzgebiet „Eschefelder Teiche“



Foto: Mario Vormbaum



Regelmäßig lädt der NABU Plaußig-Portitz zu Veranstaltungen ein und organisiert tolle Erlebnisse für die Kindergruppe „Parthefrösche“. Ein ganz besonderer Höhepunkt ist es für die jungen Naturfreunde aber, wenn es einmal auf große Fahrt geht. Ende Juni war es wieder soweit: Die „Parthefrösche“ haben die NABU-Naturschutzstation „Teichhaus Eschefeld“ südlich von Leipzig besucht und dort ein ereignis- und lehrreiches Wochenende verbracht.




Spannende Pflanzen- und Dino-Geschichten

Entdeckungstour auf der Wiese



Die NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ war im Juni auf Entdeckungstour auf einer Plaußiger Wiese. Die Botanikerin Dr. Maria Vlaic vom NABU-Regionalverband Leipzig hatte die jungen Naturschützer zu dem Ausflug eingeladen. Dort hat sie die Pflanzenwelt der Parthenaue vorgestellt. Die Kinder lernten anschaulich den Aufbau von Pflanzen kennen und sammelten selbst einige besonders interessante Exemplare, um sie gemeinsam kennen zu lernen.
Dann wurden Äpfel ausgepackt, die aber nicht gleich verspeist wurden. Vielmehr erklärte die Biologin spannend die komplette Entwicklung der leckeren Früchte von der Apfelblüte bis zum fertigen Apfel, den man dann vom Baum pflücken kann.
Anschließend ging es um ganz andere „Früchte“, nämlich die von Wiesenpflanzen. Mit großem Staunen erfuhren die Kinder, dass man oftmals auch diese Früchte essen kann, zum Beispiel die Schoten des Hirtentäschel. Doch Maria Vlaic hatte noch weitere „Rezepte“, denn viele der gesammelten Pflanzen kann man für die Zubereitung von Speisen oder für andere nützliche Dinge verwenden.
Sehr beeindruckt zeigten sich die jungen Naturschützer vom Schachtelhalm, als die Biologin erklärte, dass es diese Pflanze schon zur Zeit der Dinosaurier gab und dass sie damals so groß wie Bäume war.


Radtour zur „Stunde der Gartenvögel“



Deutschlandweit gibt es immer weniger Rauch-
schwalben; das gilt auch für Mehlschwalben
und Mauersegler. Der NABU Plaußig-Portitz will
sich noch stärker für ihren Schutz engagieren.
Foto: NABU/Rolf Jürgens

Jubiläum der „Stunde der Gartenvögel“ – in diesem Jahr fand die große NABU-Vogelzählung bereits zum zehnten Mal statt. In ganz Deutschland haben sich tausende Naturfreunde daran beteiligt. Vom 9. bis zum 11. Mai haben sie eine Stunde Vögel gezählt und die Beobachtungen dem NABU gemeldet; die Ergebnisse können beim Vogelschutz helfen. Der NABU Plaußig-Portitz hat sich ebenfalls an der „Stunde der Gartenvögel“ beteiligt. Um gemeinsam Vögel zu beobachten, hatte die NABU-Ortsgruppe eine Radtour organisiert. Startort war die Naturschutzstation in Plaußig, dann ging es über Merkwitz und Gottscheina nach Liemehna im Landkreis Nordsachsen. Dort haben die Teilnehmer einen Bio-Bauernhof besucht und Vögel gezählt.
Über dem Dorfteich konnten die Teilnehmer Mehl- und Rauchschwalben sowie einige Mauersegler beobachten. Das ist sehr erfreulich, denn bundesweit sind diese eleganten Flieger die großen Sorgenkinder. Bereits in den Vorjahren wurden Verluste verzeichnet, und der Negativtrend setzt sich in diesem Jahr offenbar fort – im Landkreis Nordsachsen allerdings nicht. Hier belegt der Mauersegler sogar Platz fünf der häufigsten Vogelarten, sein Bestand hat verglichen mit dem Vorjahr deutlich zugenommen, ähnlich positiv haben sich Rauch- und Mehlschwalbe entwickelt. Insgesamt wurden bei der „Stunde der Gartenvögel“ im Landkreis mehr als 2500 Vögel gezählt; der Haussperling belegt dabei Platz eins vor Star, Amsel und Kohlmeise.
Der NABU Plaußig-Portitz will sich künftig verstärkt für Mauersegler und Schwalben einsetzen. So will die NABU-Ortsgruppe dafür werben, dass Feldwege und Hofeinfahrten nicht mehr asphaltiert und betoniert werden, damit Schwalben hier wie früher Lehm zum Nesterbau aufsammeln können. Lästige Verunreinigungen unter Schwalbennestern lassen sich leicht mit Kotbrettern verhindern. Gerne berät der NABU Hausbesitzer dabei, denn oftmals werden Schwalbennester mutwillig entfernt, was allerdings verboten ist, weil Schwalben und Mauersegler gesetzlich geschützte Vogelarten sind.
Die NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ plant zudem, Schwalbennester aus Lehm herzustellen. Sie sollen an geeigneten Stellen in Leipzigs Nordosten angebracht werden. Dabei arbeitet die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz mit den Vogelexperten des NABU-Regionalverbands Leipzig zusammen und wird sich auch am Mauerseglertag des NABU Leipzig beteiligen, der von nun an jedes Jahr am 7.7. stattfinden soll. Außerdem können sich Vogelfreunde schon jetzt auf den Januar 2015 freuen – dann wird sich der NABU Plaußig-Portitz auch wieder an der „Stunde der Wintervögel“ beteiligen.

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Fotos: © Mario Vormbaum


Vogelstimmenführung für Frühaufsteher



Ende April hatte der NABU Plaußig-Portitz zur Vogelstimmenexkursion eingeladen. Wer den vielstimmigen Chor in Bäumen und Büschen erleben möchte, der muss früh aufstehen. Deshalb begann die Führung bereits um 7 Uhr morgens. Bei dem Rundgang konnte man viel Interessantes über die heimische Vogelwelt lernen, und es gab auch praktische Tipps, wie man den gefiederten Sängern helfen kann, zum Beispiel mit beerentragenden Sträuchern, Hecken und bunten Blumenwiesen. Die Teilnehmer konnten beispielsweise den Gesangswettstreit der Grasmücken erleben, eine Amselfamilie beobachten und einen Kleiber, der sich in einem NABU-Nistkasten einquartiert hat. Zum Abschluss gab es ein Frühstück mit Produkten aus der Region.










Erlebter Frühling

„Parthefrösche“ suchen Frühlingsboten im Plaußiger Wäldchen



Im Frühling, wenn die Natur neu erwacht, gibt es viel Interessantes zu entdecken. Deshalb ruft die Naturschutzjugend NAJU jedes Jahr dazu auf, die Frühlingsboten zu suchen. In diesem Jahr sind das der Apfelbaum, die Biene, der Igel und der Grünspecht, der auch Vogel des Jahres ist. Unter dem Motto „Raus aus dem Haus, rein in die Natur“ sollen vor allem Kinder motiviert werden, die Natur zu beobachten.
Auch die NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ hat sich daran beteiligt. Am 5. April haben die Kinder im Plaußiger Wäldchen nach den ersten Spuren des Frühlings gesucht. Bei mehr als frühlingshaftem Wetter waren nicht nur Lippenblütler wie Taubnessel und Gundermann bereits in voller Blüte, sondern auch der Waldmeister konnte „erschmeckt“ werden. Am MiMo-Teich wurden Weidenkätzchen von Bienen umschwärmt – da hatten die „Parthefrösche“ zumindest diese Frühlingsboten entdeckt.
Der Grünspecht dagegen ließ sich leider nicht blicken. Das allgegenwärtige Klopfen des Buntspechts deutete aber darauf hin, dass hier weitere Spechtarten heimisch sind. Ein Quiz mit Bestimmungsübungen zu Spechten, Schmetterlingen und ihren Raupen rundete das Programm ab, so dass die „Parthefrösche“ für weitere Frühlingsentdeckungen gerüstet sind. Zum Ausklang des Nachmittags gab es in der Naturschutzstation in Plaußig Kuchen, Kekse, Apfelsaft und Kakao.

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Fotos: © Mario Vormbaum


Müllsammelaktion in Plaußig und Portitz



Am 29. März 2014 war Frühjahrsputz in Leipzig. Naturfreunde waren aufgerufen, Müll zu sammeln, der achtlos in die Landschaft geworfen wurde. An dieser Aktion haben sich auch der Naturschutzbund NABU Plaußig-Portitz und seine Kindergruppe, die „Parthefrösche“, beteiligt. Treffpunkt war die Grundschule Portitz, von dort aus wurden verschiedene Einsatzorte angesteuert und von Unrat befreit.
Solcher Müll verschandelt nicht nur die Landschaft, er ist auch eine Gefahr für die Tierwelt. Oftmals wird der Abfall zur tödlichen Falle – für Amphibien beispielsweise.

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Fotos: © NABU Plaußig-Portitz


Hilfe für Frösche und Kröten

Amphibientag beim NABU Plaußig-Portitz



Am 22. März 2014 hatte der NABU Plaußig-Portitz zum Amphibientag eingeladen. Dabei standen Theorie und Praxis im Amphibienschutz auf dem Programm einer Schulung. 33 Teilnehmer waren der Einladung gefolgt und ließen sich zu „Kröten-Chauffeuren“ ausbilden. Sie engagieren sich nun an verschiedenen Orten im Stadtgebiet dafür, dass die Lurche auf dem Weg zum Laichgewässer nicht unter die Räder kommen. Aber auch Kellerschächte und hoch gefasste Grundstückseinfriedungen stellen für die Amphibien häufig unüberwindbare Hindernisse dar. Sogar Fußgänger sind eine Gefahr, wenn sie beim Park- oder Wald-Spaziergang die wandernden Tiere unachtsam zertreten. Martin Lindner vom Arbeitskreis Amphibienschutz des NABU Leipzig hatte viel Interessantes aus dem Leben der heimischen Amphibien zu erzählen. Nach einem gemeinsamen Abendessen zogen dann die Schulungsteilnehmer in der Abenddämmerung zum Plaußiger Dorfteich, um sich dort von den NABU-Experten im Licht von Taschenlampen zeigen zu lassen, mit welchen Handgriffen man Amphibien in Not helfen kann, ohne den Tieren dabei Schaden zuzufügen. In der Plaußiger Naturschutzstation hatten die teilnehmenden Kinder zuvor eigenhändig Warnschilder zu Amphibienwanderungen gezeichnet, die auch an besonderen Gefahrenstellen in Plaußig-Portitz aufgehängt wurden.

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Fotos: © NABU Plaußig-Portitz


Liveübertragung aus dem Nest

NABU installiert Nistkastenkamera für die Grundschule Portitz



An der Grundschule Portitz hatte die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz bereits einige Vogelnisthilfen aufgehängt. Von den Schülerinnen und Schülern werden sie beobachtet, um zu erfahren, ob sie angenommen werden, und welche Vogelarten hier brüten. In einem dieser Kästen können jetzt die Kinder das Brutgeschäft sogar live verfolgen. Dieser Nistkasten ist eine Spezialanfertigung mit einer Kamera. Im Computerraum der Schule kann man nun auf dem Monitor beobachten, was in dem Nistkasten passiert und so zum Beispiel Eiablage und Fütterung der Jungvögel verfolgen. Die Bilder aus dem Nistkasten gelangen mittels Funkübertragung ins Klassenzimmer. Der NABU Plaußig-Portitz dankt der aufgeschlossenen Schulleitung in Person von Ingrid Neefe-Schnabel und Stefan Dietsch für ihre Zustimmung und tatkräftige Unterstützung vor Ort. Steffen Pilz, Inhaber eines Elektronikfachgeschäfts in Taucha, hat bei der Installation der Kamera auf Bitten des NABU geholfen. Die Idee für die Nistkastenkamera kam von Christoph Knappe, dem Vorsitzenden der NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz, der dafür auch Geld spendete und nun hofft, dass Vogeleltern dieses kameraüberwachte Quartier auch beziehen werden.


„Lebendige Friedhöfe“

NABU setzt sich für Artenschutz zwischen den Gräbern ein



Friedhöfe sind nicht nur Orte des Stille und Ruhestätten Verstorbener. Sie können auch Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten bieten, die andernorts so nicht mehr zur Geltung kommen. Mit der Aktion „Lebendige Friedhöfe“ engagiert sich der NABU Leipzig bereits seit längerem. Nun beteiligt sich auch die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz daran. Der Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Plaußig-Hohenheida hatte zugestimmt, und so wurden am 17. März, noch vor Beginn der diesjährigen Brutsaison, an Friedhofsbäumen und Schuppen in Portitz und Plaußig rund ein Dutzend Nistkästen für Gartenrotschwänze, Stare und Meisen aufgehängt. Zusammengebaut hatten diese Nisthilfen zuvor die jungen Naturschützer der NABU-Kindergruppe „Parthefrösche“. Nun hofft der NABU, dass die neuen Behausungen von den Vögeln gut angenommen werden und dass in Zusammenarbeit mit der Kirchgemeinde weitere Artenschutzprojekte realisiert werden können




Frühlingsboten in der Parthenaue



Frühlingsbote Grünspecht.
Abbildung: NAJU/Ulrike Suckow

Am 5. April sucht die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz Grünspecht, Igel, Apfelbaum und Honigbiene – das sind nämlich in diesem Jahr die offiziellen Frühlingsboten der Aktion „Erlebter Frühling“. Die Naturschutzjugend des NABU hat Kinder in ganz Deutschland zum Mitmachen aufgerufen. Die NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ wird sich an der Suche nach den Frühlingsboten beteiligen; alle Kinder im Grundschulalter sind herzlich dazu eingeladen!
Treffpunkt ist am 5. April 14.30 Uhr die Naturschutzstation in der Plaußiger Dorfstraße 23. Eine Voranmeldung ist erwünscht per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 0341 6884477.







Vorsicht: Krötenwanderung!

Amphibienschutz in Plaußig-Portitz



Jedes Jahr wandern unsere heimischen Frösche, Kröten und Molche zu ihren Laichgewässern und sind dabei verschiedenen Gefahren ausgesetzt, die größte Bedrohung ist der Straßenverkehr. Man kann den Tieren aber helfen, damit sie sicher über die Straße kommen. Auch die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz wird sich in diesem Jahr wieder für den Amphibienschutz engagieren und sucht Naturfreunde, die dabei mithelfen. So soll ein Amphibien-Helfernetz aufgebaut werden.
Zum Auftakt lädt die NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ alle Krötenhelfer im Grundschulalter zu einem Treffen ein, auch Erwachsene sind dazu herzlich willkommen. Treffpunkt ist am Sonnabend, dem 22. März, um 16 Uhr die Naturschutzstation Parthenaue (Plaußiger Dorfstraße 23).
Der NABU bittet alle Naturfreunde um Rücksicht auf die wandernden Amphibien! Insbesondere in der Nähe von geeigneten Laichgewässern sollte man möglichst langsam und vorsichtig fahren, Spaziergänger sollten darauf achten, die Tiere nicht zu zertreten.




Wohnungsbau für Vögel und Insekten



Mit einer langen Leiter und Vogelnistkästen der Marke Eigenbau ist die NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ am ersten Februarwochenende ins Plaußiger Wäldchen gezogen.
Foto: Reinhard Rädler



Anfang Februar ist es höchste Zeit, für die Vögel noch Nisthilfen aufzuhängen, bevor die Brutsaison beginnt. Die NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ hat deshalb einige neue Nisthilfen im Plaußiger Wäldchen aufgehängt, einige marode Nistkästen dort wurden außerdem repariert oder ausgetauscht. Am selben Nachmittag haben die Kinder noch weitere Nisthilfen gebastelt, die demnächst auf den Friedhöfen der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Plaußig-Hohenheida aufgehängt werden, um dort das Nistplatzangebot für Höhlenbrüter zu verbessern. Und auch Insektenhäuschen haben die Parthefrösche gezimmert, die nun bald Wildbienen und anderen einen Unterschlupf ermöglichen.




Weihnachtsfeier der Parthefrösche



Bei der Weihnachtsfeier der „Parthefrösche“
gab es auch Geschenke für die Vogelwelt:
Die Kinder haben Futterglocken gebastelt,
um den Tieren durch den Winter zu helfen.
Foto: NABU Plaußig-Portitz

Für die „Parthefrösche“, die Kindergruppe des NABU Plaußig-Portitz, war 2013 ein sehr ereignisreiches Jahr. Die jungen Naturschützer haben viel für Biotop- und Artenschutz geleistet und viel über die heimische Natur gelernt.
Zum Jahresabschluss hat sich die NABU-Kindergruppe mit Eltern, Betreuern und Unterstützern in der Naturschutzstation Parthenaue zu einer kleinen Weihnachtsfeier getroffen. Dabei gab es leckeres Gebäck, ein unterhaltsames Naturschutzquiz, und es wurden Futterglocken für Vögel gebastelt.
Als kleines Weihnachtsgeschenk konnte jeder eine NABU-Schirmmütze mit nachhause nehmen. Außerdem wurde ein Jahresbericht der Kindergruppe als buntes A5-Heft verteilt.













„Parthefrösche“ haben Nistkästen gebaut



Die Kindergruppe „Parthefrösche“ hatte am 23. November zum Nistkastenbau eingeladen. 14 neue Bruthilfen für Meisen, Gartenrotschwänze und Stare wurden gezimmert. Sie sollen Anfang des Jahres am Naturlehrpfad im Plaußiger Wäldchen aufgehängt werden.




Mehr Grün am Wegesrand

Erfolgreiche Baumpflanzaktion des NABU



Foto: Karsten Peterlein



Feldgehölze sind wichtige Kleinbiotope, wertvolle „Trittsteine“ für die Tier- und Pflanzenwelt und ein Beitrag zum Klimaschutz. Um ein Zeichen zu setzen gegen zunehmenden Flächenverbrauch und Artenschwund, hatte die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz am 2. November 2013 zu einer eine Baumpflanzaktion eingeladen. An einem Feldweg wurden heimische Bäume und Sträucher gepflanzt, so dass hier ein artenreicher Gehölzstreifen entstehen kann, der die Landschaft bereichert. Rund 30 Helfer haben sich an der Aktion beteiligt. Der Kauf des Pflanzguts wurde dank einer großzügigen Spende ermöglicht.




Erfolgreiche Hilfe für die Vogelwelt

Nistkästen des NABU Plaußig-Portitz wurden dankbar angenommen



Vor etwa einem Jahr hatte der Naturschutzbund zum Nistkastenbau in die Grundschule Portitz eingeladen. Die NABU-Kindergruppe „Parthefrösche“ hatte zusammen mit Schülerinnen und Schülern verschiedene Nisthilfen gebaut und anschließend im Außengelände der Schule sowie am Naturlehrpfad Plaußiger Wäldchen aufgehängt. Gleichzeitig wurden ältere Nistkästen repariert.
Nun, ein Jahr später, mussten die Nistkästen gereinigt werden, damit sie in der kommenden Brutsaison wieder von den Vögeln genutzt werden können. Dafür hatten die „Parthefrösche“ am 12. Oktober 2013 erneut zum Arbeitseinsatz eingeladen, der aber auch ein interessanter Ausflug in die Vogelwelt wurde.










Zeitreise in die Erdgeschichte

Wanderung zum „Tag des Geotops“



Geotope sind geologische Sehenswürdigkeiten, Zeugnisse der Vergangenheit, sie erlauben einen Einblick in die Entstehungsgeschichte einer Landschaft. Dabei sind sie nicht nur wissenschaftlich interessant, sondern oftmals auch ein außergewöhnlicher Anblick, ein besonders schöner Teil der Natur.
Um die Bedeutung solcher Orte zu würdigen und die Menschen über die Erdgeschichte zu informieren, gibt es jedes Jahr deutschlandweit den „Tag des Geotops“, oft mit Ausflügen in Bergwerke oder Steinbrüche. Auch die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz hat aus diesem Anlass zu einer Wanderung in die Erdgeschichte eingeladen. Ziel der Exkursion waren Steinbruch und Tongrube Graßdorf.




Parthefrösche und Stacheltiere

NABU-Kindergruppe besucht Igelschutzzentrum



Manche Igel können nur durch menschliche
Unterstützung überleben, doch die beste Hilfe für
Igel ist der Schutz ihrer Lebensräume.
Foto: NABU/Norman Schiwora

Igel brauchen unsere Hilfe. Das heißt aber vor allem, dass wir ihren Lebensraum schützen müssen; naturnahe Gärten und Parks mit Unterschlupf- und Überwinterungsmöglichkeiten und mit ausreichend Nahrung sind wichtig. Mit Naturschutz ist den Tieren am besten geholfen. Dennoch ist es bei einzelnen Igeln nötig, sie intensiver zu betreuen, sie in menschlicher Obhut zu pflegen. Wenn Igel verletzt oder geschwächt sind, kann das Leipziger Igelschutzzentrum weiterhelfen, das vom Naturschutzbund NABU sowie vom Verein Igelfreunde Leipzig und Umgebung e. V. getragen wird. Hier gibt es Tipps für den richtigen Igelschutz.
Die Kindergruppe das NABU Plaußig-Portitz hat am 28. September 2013 die Igelschützer besucht.




Spannendes Wochenende auf dem Biberhof



Foto: Doris Rendchen



Ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender der „Parthefrösche“ war in diesem Jahr eine Reise nach Torgau. Dort, in der NABU-Naturschutzstation „Biberhof“, konnte die Kindergruppe des NABU Plaußig-Portitz viel Interessantes über das heimliche Leben der großen Nagetiere erfahren sowie über die Natur im Reich der Elbebiber.
Die Fahrt war für die „Parthefrösche“ der erste gemeinsame Ausflug mit Übernachtung und wurde zu einem lehrreichen Wochenende.




Mit dem Fahrrad unterwegs und Bibern auf der Spur

NABU Plaußig–Portitz stellt Veranstaltungsprogramm vor



In den letzten Monaten hat die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz schon zahlreiche Aktionen auf die Beine gestellt. Es wurden Nistkästen gebaut, Müll aufgesammelt, das Leben unter Wasser erkundet, mit dem Fahrrad ging es durch die Parthenaue, die Kindergruppe „Parthefrösche“ hat einen Imker besucht und mit einem Fledermausexperten einen spannenden Abend im Schloss Hohenprießnitz an der Mulde erlebt. Aber für die kommenden Monate gibt es bereits neue Pläne, festgehalten im Veranstaltungsprogramm für die Monate Juli bis Dezember, das gerade fertig geworden ist.




Parthefrösche besuchen den Wildpark im Connewitzer Holz



Bei bitterer Kälte hatten die Parthefrösche, die Kindergruppe des NABU Plaußig-Portiz, im vergangenen Winter Vogelnistkästen am Naturlehrpfad im Plaußiger Wäldchen gereinigt; auch neue wurden hergestellt und aufgehängt. Zum Dank dafür hat der zuständige Revierförster, Martin Opitz, der bei der Nistkastenaktion im Winter auch selbst dabei war, die jungen Naturschützer zu einer von ihm geleiteten Führung in den Wildpark eingeladen. Am 6. Juli 2013 war es soweit: Die jungen Naturschützer hatten gemeinsam mit ihren Betreuern einen lehrreichen Nachmittag.




Landschaft im Wandel

Wanderung im Rahmen der Leipziger Naturschutzwoche



„Rund um BMW – eine Landschaft im Wandel“ – unter diesem Titel hat die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz eine Wanderung angeboten. Sie war Teil des Programms der 58. Leipziger Naturschutzwoche, die der NABU in Leipzig zusammen mit dem Amt für Umweltschutz ausrichtet. Schwerpunktthema in diesem Jahr war der Boden und seine vielfältige Bedeutung als Grundlage des Lebens.

Die von Bernd Hoffmann geführte Exkursion war nicht nur eine Wanderung um das BMW-Werk, sondern vor allem ein wissensvermittelnder Exkurs rund um die Verwandlung der Natur- über eine Kultur- bis zur Ausgleichslandschaft nördlich von Leipzig.
Geologisch ist die Landschaft nach der Saalekaltzeit entstanden, seit 10.000 Jahren wird sie ackerbaulich genutzt. Die Ansiedlung des Industrieparks Leipzig Nordost war verbunden mit erheblichen Eingriffen in Natur und Landschaft. Als Ausgleich wurde der Natur teilweise Wald und Wiese zurückgegeben. Auch die Leistungsfähigkeit des Bodens – Thema der Leipziger Naturschutzwoche 2013 – hat sich den neuen Bedingungen angepasst. Wiesensalbei, Perückenflockenblumen, Rebhühner, Steinschmätzer oder Feldlerchen tragen seit ein paar Jahren als Neubürger dieser Landschaft zur Bereicherung der gefährdeten Artenvielfalt bei. Das ist aber nur ein geringer Ausgleich für maßlose Flächenversiegelungen, Zerstörungen gewachsener geologischer Strukturen und des Landschaftsbildes. Die Gewerbeansiedlung beeinträchtigt zudem die Grundwasserbildung und die Frischluftzirkulation.


Die Nacht der Fledermäuse

Spannende Entdeckungstour für Kinder



Fliegende Säugetiere, die nachts aktiv sind und sich mit Ultraschall orientieren – Fledermäuse sind faszinierende Wesen. Am 8. Juni hatte die Kindergruppe „Parthefröschen“ des NABU Plaußig-Portitz zur Fledermausnacht geladen. In der Abenddämmerung in der Umgebung des Schlosses Hohenprießnitz an der Mulde wollten die jungen Naturschützer den Tieren auf die Spur kommen. Unter Anleitung des NABU-Fledermausexperten Rolf Schulze kam dabei auch ein Fledermausdetektor zum Einsatz, der die unterschiedlichen Ultraschalllaute der einzelnen heimischen Fledermausarten für das menschliche Ohr hörbar macht.




Wissenswertes über Honigbienen

Kinderausflug zum Imker



Honigbiene an der Blüte eines
Winterlings.
Foto: NABU/Dr. W. Kaiser

Um Näheres über das Leben eines Bienenvolkes, die Produktion von Honig und die große Bedeutung von Bienen für die Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen zu erfahren, hat die Kindergruppe „Parthefrösche“ des NABU Plaußig-Portitz einen Imker besucht.
Die Radtour führte durch die Parthenaue in die Nähe des Staditzwaldes im Tauchaer Ortsteil Seegeritz. Dort informierte Hobby-Imker Garrelt von Eshen über die fleißigen Insekten, über seine Arbeit mit den Bienen und über seine Probleme, die beispielsweise durch Gifteinsatz in der Landwirtschaft verursacht werden.






„Himmelfahrt“ der NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz



Die etwas andere Himmelfahrtstour führte durch die reizvolle Tauchaer Endmoränenlandschaft vorbei an den Flächennaturdenkmälern Magerrasen Steinertsberg, Orchideenwiese Kleiner Seich und über die Parthe-Mulde-Wasserscheide zu den Lübschützer Teichen.
An diesen markanten Punkten gab es geologische, biologische und siedlungsgeschichtliche Erläuterungen von Kreisnaturschutzhelfer Bernd Hoffmann. Er leitet die bereits traditionelle Radtour seit dem Jahr 2000.



Umweltfreundlich und lecker

NABU-Radtour zu einer Biogärtnerei



Die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz hat die Stunde der Gartenvögel am 11. Mai 2013 auf das Gelände der Biogärtnerei Hennig verlegt. Gemeinsam radelten die Naturfreunde aus Leipzig zu dem Betrieb nach Jesewitz-Gotha. Dort wurden die Teilnehmer über die bundesweite Vogelzählung des NABU informiert, anschließend gab es eine Führung über das Gärtnereigelände. Dabei erklärten die Bioland-Gärtner ihre umweltfreundliche Arbeitsweise und hatten ein paar Tipps für naturbewusste Gartenfreunde parat.




Vogelstimmenspaziergang und Hilfe für Eulen



Am letzten Aprilwochenende hatte die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz zum Vogelstimmenspaziergang auf dem Außengelände der Grundschule Portitz eingeladen. Dabei wollten die Naturschützer Wissenswertes über das Leben der gefiederten Freunde vermitteln. Das Wetter war nasskalt, aber unter der fachkundigen Anleitung von NABU-Vogelschutzexperte Karsten Peterlein konnte man viel Interessantes entdecken.
Mit besonderem Interesse haben die Exkursionsteilnehmer auch die Vogelnistkästen betrachtet, die der NABU im zurückliegenden Winter im Außengelände der Schule aufgehängt hatte. Am Ende der Exkursion haben die Teilnehmer auch noch ganz tatkräftig beim Vogelschutz mitgeholfen: Ein Nistkasten, der für Eulen oder Waldkäuze geeignet ist, wurde im benachbarten Wald aufgehängt.




Hilfe auf dem Weg zum Laichgewässer

NABU Plaußig-Portitz hat wandernde Amphibien gerettet



Nach dem kalten Winter haben die Amphibien in den lauen Aprilnächten den Weg zu ihren Laichgewässern gesucht. Dabei sind sie tödlichen Gefahren ausge-
setzt, wenn Auto- und Radfahrer oder unvorsichtige Fußgänger die Tiere übersehen. Deshalb hatte die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz an verschiedenen Stellen Hinweisschilder aufgehängt und um Rücksicht auf die Tiere und um besondere Vorsicht der Ver-
kehrsteilnehmer gebeten. Die Naturschützer hatten auch empfohlen, besonders stark von Amphibien frequentierte Straßenabschnitte ganz zu meiden. Außerdem haben aktive Helfer rund 200 Erdkröten eingesammelt und sicher zu den Laichgewässern transportiert.




Gewässer unter der Lupe

NABU-Kindergruppe erkundet Unterwasserwelt



Dem Leben im Wasser waren am 13. April 2013 die „Parthefrösche“ auf der Spur. Die Kindergruppe des NABU Plaußig-Portitz hatte unter dem Titel „Gewässer unter der Lupe“ Grundschüler zu einer Ent-
deckungstour eingeladen. Mit Keschern und Eimern ausgestattet und mit Gummistiefeln an den Füßen ging es von der Naturschutzstation in Plaußig aus in die nahe Natur. Frösche und Froschlaich am Ufersaum des Mimo-Teichs in Taucha waren noch mit bloßem Auge zu erken-
nen. Anders bei den im zeitigen Frühjahr noch in frühen Entwicklungsstadien stehenden Fliegenlarven. Hier mussten die jungen Naturforscher nach der Entnahme von Wasserproben schon zu Becherlupen greifen, um die Winzlinge zu entdecken, die sich im Wasser bewegten. Ein Wasser-
skorpion, das ist eine Wasserwanze mit langen Fangbeinen und einem stachelarti-
gen Atemrohr am Hinterleib, war den Kindern ebenfalls an dem Teich ins Netz gegangen und erregte besondere Auf-
merksamkeit.
Zum Abschluss des zweistündigen Aus-
flugs gab es dann noch einen „Fischzug“ anderer Art: Wie schon bei einer Veranstaltung im März haben die Parthefrösche auch diesmal wieder Müll eingesammelt, den unvernünftige Zeitgenossen achtlos in die Landschaft geworfen hatten. Es kamen mehrere prall gefüllte große blaue Säcke Müll zusammen. Der dickste „Fang“ dabei: zwei ausgediente mehrere Meter lange Wasser-
schläuche, die im Wald illegal entsorgt worden waren.

Ausgerüstet mit Keschern, Eimern und Gummistiefeln war die NABU-Kindergruppe „Parthefrösche“ unter Anleitung von Mario Vormbaum dem Leben im Wasser auf der Spur.
Foto: Christoph Knappe
Besonderes Interesse fand ein großes Insekt, das die Kinder in einer weißen Schale beobachten konnten: der Wasserskorpion (Nepa cinerea).
Foto: Mario Vormbaum




Auf der Suche nach Frühlingsboten nur Müll gefunden

Junge Naturschützer sammeln achtlos weggeworfenen Abfall



In ganz Deutschland sind junge Naturfreunde wieder auf der Suche nach den Frühlingsboten. Im Rahmen der NAJU-Aktion „Erlebter Frühling“ suchen die Kinder in diesem Jahr Tagpfauenauge, Grasfrosch und Brennnessel.
Auch die NABU-Ortsgruppe Plaußig-Portitz hat sich am 23. März 2013 an der Aktion beteiligt. Kinder waren zu einer Entdeckungstour in die Parthen-
aue eingeladen.
Doch der Frühling lässt in diesem Jahr lange auf sich warten, so dass die Kindergruppe eine nahezu geschlosse-
ne Schneedecke vorfand. Vereinzelte Schneeglöckchen und ein Rotmilan, der seine Kreise drehte, waren die einzigen Frühlingsboten, die man entdecken konnte. Doch die Grundschüler hatten sich darauf vorbereitet. Ausgerüstet mit Handschuhen und Müllsäcken hatten sie sich entschlossen, den Tag zu nutzen, um Müll einzusammeln. Bei der eineinhalbstündigen Tour konnten vier 120-Liter-Säcke mit Müll gefüllt werden, der achtlos weggeworfen in der Landschaft lag. „Spitzenreiter“ waren leere Alkohol-Flaschen und Verpackungen von Fast-Food-Speisen. Die Entsorgung dieses Mülls erfolgte über den privaten Hausmüll der NABU-Mitglieder aus Plaußig und Portitz.
Die Naturschützer vermuten, dass noch sehr viel mehr Müll in der Natur herumliegt. Deshalb wollen sie die Sammelaktion demnächst wiederholen, bevor frühlingshaftes Grün seinen Mantel über diesen Umweltfrevel im Wald legen wird.


Hilfe für die Vogelwelt

Nistkästen für die Grundschule Portitz und fürs Plaußiger Wäldchen



Foto: Stefan Glaubitz



Eine Gemeinschaftsaktion hat es Mitte Januar möglich gemacht: Schulleiterin Ingrid Neefe-Schnabel hatte ihr „grünes Licht“ gegeben, der Förderverein der Grundschule Portitz e. V. sicherte eine Beteiligung an den anfallenden Materialkosten zu, und so säumen jetzt weithin sichtbar ein Dutzend neuer Vogelnistkästen das Schulhof-Außengelände der Grundschule Portitz. Bereits kurz nach Anbringung der schmucken Nistkästen in Holzbauweise inspizierten, bei frostigen Außentemperaturen, viele Vogeleltern neugierig die ihnen angebotenen Nisthilfen. Die Vogelkästen hatten viele junge Naturschützer der Kindergruppe des NABU Plaußig-Portitz bei mehreren Treffen in der Naturschutzstation des Zweckverbandes Parthenaue zuvor selbst zusammengebaut.
Wenige Wochen später haben sich große und kleine Vogelfreunde erneut versammelt, um Nistkästen aufzuhängen: Im Februar wurden bei winterlichem Wetter zahlreiche Bruthilfen im Plaußiger Wäldchen angebracht.




Landschaftspflegeinsatz im Leipziger Nordosten

NABU-Arbeitseinsatz für den Erhalt von Kopfweiden



Kopfweiden sind wichtig in unserer Landschaft, denn die alten knorrigen Stämme dieser Bäume bieten Unterschlupf für zahlreiche Tierarten, aber auch Lebensraum für andere Organismen wie Moose und Flechten. Unabhängig davon sind Kopfweiden vielerorts charakteristisch für das Erscheinungsbild der Kulturlandschaft. Deshalb ist der Erhalt von Kopfweiden ein wichtiges Anliegen des Naturschutzes. Dafür engagiert sich auch der NABU Leipzig. Bei einem Arbeitseinsatz im Leipziger Nordosten zwischen Plaußig und Seegeritz wurden im Januar 2013 einige Kopfweiden beschnitten. Die abgeschnittenen Weidenruten wurden an Interessenten abgegeben, die daraus beispielsweise Weidenhütten oder -zäune errichten wollen.





kopfweiden
Eine Gruppe kleiner Kopfweiden vor den Toren der Stadt Leipzig.
Foto: René Sievert